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am 31. Jänner

Kindergarten: Strafsteuer kostet Jobs

Stefan Kaineder - Herr Landeshauptmann, stoppen sie das Chaos, ziehen sie die Notbremse und setzen sie die Verordnung aus.

Kind im Regen

Landeshauptmann Stelzers Strafsteuer kostet Jobs, die schwarz-blaue Kindergartengebühr nimmt den KindergartenpädagogInnen die Arbeit, das zeigt sich immer klarer. Allein in den Welser Kindergärten sind ein Drittel der Kinder von der Nachmittagsbetreuung abmeldet worden. Natürlich hat das Auswirkungen auf die Jobs der KindergärtnerInnen. Die ganze Sache wird zu einem Fiasko für alle Beteiligten, für die Eltern, die Kinder, die PädagogInnen, die Gemeinden und die Politik.
Herr Landeshauptmann, ziehen die Notbremse, setzen sie die Verordnung aus, bevor die Kinderbetreuung im Land total im Chaos versinkt. Jetzt ist sofortiges Handeln gefragt.

Von Landeshauptmann Stelzer gibt es bisher nur Schweigen. Es schickt lieber Landesrätin Haberlander vor. Sie erzählt, wie wichtig die Kindergartengebühr für den Ausbau der Kinderbetreuung ist. Das ist glatte Realitätsverweigerung und purer Hohn. Wir erleben gerade das Gegenteil. Kinder werden von der Betreuung abgemeldet, Gruppenschließungen sind unausweichlich, die KindergartenpädagogInnen fürchten um den Job und die Gemeinden müssen selbst alles Mögliche unternehmen, um die Kinderbetreuung vor Ort zu sichern.
Die Kinderbetreuung ist gefährdet, wir brauchen gar nicht von Ausbau zu reden, das ist die Wahrheit.

Es ist den Gemeinden zu verdanken, dass die Kinderbetreuung aufrechterhalten wird. Viele starten eigene Initiativen. Eines dieser Bollwerke ist Ried im Innkreis, ein gallisches Dorf gegen das schwarz-blaue Kindergartendebakel. Die Verordnung wird dort zwar umgesetzt, den Eltern aber vorerst die Kindergartengebühr erstattet. Damit verhindert Ried Gruppenschließungen und sichert die Kinderbetreuung. Der Bürgermeister und der gesamte Gemeinderat handeln völlig richtig, sie lassen Eltern und KindergartenpädagogInnen nicht alleine und zeigen Verantwortung. Ried steht stellvertretend für alle Gemeinden, die unter der schwarz-blauen Chaosaktion leiden und um die Kinderbetreuung vor Ort fürchten.

So kann es nicht weitergehen, Herr Landeshauptmann. Nochmals: Setzen sie die Verordnung aus, nehmen Sie den Druck von den Gemeinden, nehmen sie Furcht und Unsicherheit von den Eltern und KindergartenpädagogInnen, legen sie den Rechenschieber beiseite und ordnen sie das angerichtete Chaos.

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