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am 11. September

Jede 5. Gemeinde ohne Nachmittagsbetreuung

Stefan Kaineder - Gerade für den ländlichen Raum gibt es eine Hiobsbotschaft: in jeder 5. Gemeinde in Oberösterreich gibt es keine Nachmittagsbetreuung mehr.

Landesrätin Haberlander hat einen Berg Zahlen auf den Tisch gelegt. Jetzt haben wir es schwarz auf weiß, dass die Kindergartensteuer einen enormen Schaden für die Familien angerichtet hat. Gerade in Landgemeinden war es für Eltern schon immer eine große Herausforderung, ein passendes Betreuungsangebot zu finden. Schaut man sich die aktuellen Zahlen an, verliert man die Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation: In jeder fünften Gemeinde Oberösterreichs stehen die Eltern jetzt ohne Kinderbetreuung am Nachmittag da.

Landeshauptmann Stelzer und Landesrätin Haberlander haben vor allem im ländlichen Raum die Situation von berufstätigen Eltern mit der Einführung der Kindergartensteuer dramatisch verschärft. Für eine berufstätige Mutter, die keine Eltern in der Nähe hat, ist das das Ende der versprochenen Wahlfreiheit. Ohne Betreuungsangebot ist und bleibt sie Hausfrau und Mutter.

Die Arbeitszeiten werden immer flexibler, der 12 Stunden-Tag erzeugt zusätzlichen Stress für Eltern, wenn es darum geht, Job und Familie unter einen Hut zu bringen. Welcher Job richtet sich danach, dass der Kindergarten um 13 Uhr schließt. Was tun, wenn kurz vorher noch ein wichtiger Auftrag von der ChefIn kommt?

Die offizielle Schadensmeldung von Landesrätin Haberlander belegt: 20 Prozent der Kinder haben durch die überfallsartige Einführung der Gebühr den gewohnten Betreuungsplatz am Nachmittag verloren. Die Welle von Abmeldungen reißt massive Löcher in das Betreuungsangebot. Aus anderen Ländern kommen laufend Erfolgsmeldung zum Ausbau des Betreuungsangebots. Oberösterreich ist ohnedies Nachzügler und jetzt sind wir das einzige Land weit und breit, in dem Gruppen zugesperrt werden. Das ist definitiv der falsche Kurs.

Landesrätin Haberlander und Landeshauptmann Stelzer haben den Schaden angerichtet und müssen die Probleme der Eltern nun lösen.
Wir fordern eine Kindergartengarantie: Jedes Kind, das einen Betreuungsplatz braucht, muss diesen auch bekommen und zwar wohnortnahe, in der gewohnt hohen Qualität und mit flexiblen Betreuungszeiten auch am Nachmittag.

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