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am 13. April

Enzenhofer: Zusam­men­arbeit stets auf Augenhöhe

Gottfried Hirz - Es ist Zeit für eine Weichenstellung. Das Amt des Landesschulratspräsidenten und die CLV-Obmannschaft sind unvereinbar.

Der Einsatz und das Engagement von Fritz Enzenhofer für Oberösterreich sind unbestritten. Wir waren sicher nicht immer einer Meinung mit ihm und seinen Positionen. Aber Zusammenarbeit und Austausch waren stets auf Augenhöhe, konstruktiv und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt, dafür bedanken wir unsaufrichtig.

Wir haben die Funktion Enzenhofers als Landesschulratspräsident und gleichzeitig als Landesobmann des christlichen Lehrervereins Oberösterreich (CLV) stets kritisiert. Erstens wegen Unvereinbarkeit: Denn der Landesschulrat hat Diensthoheit über die LehrerInnen in Oberösterreich, entscheidet über deren Einstellung, Entlassung und Zuweisung an die Schulen. Zweitens wegen Ausgewogenheit: denn der Landesschulrat ist auch Anlaufstelle für Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen und hat im System für ausgewogene Lösungen im Sinne aller zu sorgen. Der CLV ist dagegen eine Interessensvertretung und als deren Obmann vertritt Enzenhofer ausschließlich die im CLV organisierten LehrerInnen.

Diese beiden Ämter passen nicht zueinander, sind unvereinbar. Mit dem Rückzug von Fritz Enzenhofer muss eine Trennung der beiden Funktionen stattfinden. Nun heißt es die Weichen neu zu stellen. Gleichzeitig braucht es auch einen klaren Schnitt bei der neuen Bildungsdirektion. Es muss eine moderne Bildungsdirektion eingerichtet werden. Sie darf kein Placebo werden. Lediglich Türschilder und Namen auszutauschen, ist zu wenig. Doppelstrukturen in der Verwaltung müssen beseitigt werden.

Landesschulrat OÖ
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