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am 14. Juni

DirektorInnen-Mangel: Gegenmaßnahmen nötig

Gottfried Hirz - Konkrete Maßnahmen drohen wieder einmal auszubleiben. Die Attraktivität des ScbulleiterInnenberufes muss erhöht werden. Höchste Zeit, die DirektorInnen von administrativen Aufgaben zu entlasten.

Besprechung in der Schule

Oberösterreichs Pflichtschulen gehen die DirektorInnen aus, ganz einfach, weil sie fast nur noch Verwaltungsaufgaben machen und der Job nicht zuletzt dadurch immer unattraktiver wird. Aber es passiert seit Jahren nichts, um hier gegenzusteuern. Die SchulleiterInnen-Zimmer werden verwaisen, konkrete Schritte sind überfällig. Das hat auch unsere Anfrage an Landesrätin Haberlander heute deutlich gemacht. Ja es soll Unterstützung geben, das wurde im Rahmen der Bildungsreform vereinbart, aber wer es wie und wann umsetzt und wer es bezahlt, ist leider - wieder einmal - völlig offen und ungeklärt. Wenn es nicht gelingt den Beruf zu attraktivieren, werden Schulen mit DirektorInnen die Ausnahme werden.

Die Lage ist alarmierend: In diesem Schuljahr waren 54 Schulleitungen ausgeschrieben. Auf mehr als zwei Drittel der ausgeschriebenen LeiterInnenstellen hat sich nur eine Person beworben, an einigen Schulen gibt es gar keine Bewerbungen.

Bei den derzeitigen Aufgaben der DirektorInnen ist das kein Wunder. Sie sind überfrachtet mit Verwaltungsaufgaben, für Pädagogik und Schulentwicklung bleibt da kaum Raum und Zeit. Mit Absichtserklärungen lösen wir das Problem aber nicht.

Die Umsetzung ist aber noch völlig unklar. Es ist offen, wann dies passieren sollen, welche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden und wer die Finanzierung übernimmt. Natürlich ist die Finanzierung eine ganz zentrale Frage, und bevor diese Frage nicht geklärt ist, wird sich gar nichts tun. Es ist außerdem zu befürchten, dass die Kosten am Ende wieder bei den Gemeinden hängenbleiben.

Um den Druck zu erhöhen, haben wir einen entsprechenden Antrag eingebracht. In diesem fordern wir Maßnahmen, damit der Beruf der Schulleitung wieder attraktiver wird und PädagogInnen motiviert werden, die Leitung einer Schule zu übernehmen. Vor allem muss es ausreichend administratives Unterstützungspersonal geben, damit sich die SchulleiterInnen auf die pädagogische Arbeit und die Schulentwicklung konzentrieren können und von den notwendigen administrativen Aufgaben entlastet werden.

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