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am 21. August

Der Heftschoner ist ein Auslaufmodell

Die Redaktion - Bildung sorgt für Klimaschutz und beginnt bei unseren Kleinsten. Setzen wir auf Bewusstseinsbildung und verzichten auf Heftschoner aus Plastik.

Clemens Stammler mit Heftschonern aus Plastik

Es zeigt sich schon deutlich, dass es nur mehr wenige Wochen bis zum Schulstart sind: Die Einkaufslisten mit den Schulutensilien für den Start im Herbst sind lang, die Bürodiskonter und Fachgeschäfte haben ihr Sortiment schon bereit. Unter den Schulsachen ist natürlich viel Plastik zu finden - eine große Menge davon wäre durchaus vermeidbar.

Heftschoner - aus 9 Gramm werden 128 Tonnen Plastikmüll

Ein klassisches Beispiel dafür ist der "Heftschoner". Beinahe jedes Heft ist mit einem Heftschoner aus Plastik eingebunden, obwohl der Einband des Heftes selbst meist aus strapazierfähigem Glanzpapier ist. Hier geht es natürlich in erster Linie um die Unterscheidbarkeit durch verschiedenfarbige Umschläge. Mit etwas Kreativität gäbe es hier umweltschonende Alternativen zum Heftschoner, der meist nach einem halben Jahr abgenutzt ist und weggeworfen wird.

Die Menge macht es wie so oft aus: Im Mittel wiegt eine Folie 13 Gramm (ein kleiner Heftschoner 9 Gramm, ein großer kommt auf 17 Gramm). Laut Statistik Austria besuchten im Schuljahr 329.551 SchülerInnen die Volksschule. Bei geschätzten 30 Umschlägen in allen vier Jahren kommt man so auf die stolze Summe von knapp 10 Millionen Heftschoner - diese wiegen dann in Summe über 128 Tonnen!

Appell an die VolkschullehrerInnen

Ein Rekordsommer jagt den nächsten, der Klimawandel ist traurige Realität. Klimaschutz gehört daher einfach mit in die Schultüte, Klimaschutz ist heute noch wichtiger und dringender als je zuvor. Es wäre daher schön, wenn die LehrerInnen Klima- und Umweltschutz im Unterricht behandeln und als Anschauungsbeispiel und Zeichen gleich zum Schulstart auf Heftumschläge aus Plastik verzichten würden. Generell wäre es wichtig, wenn der Klima- und Umweltschutz in den Schulen ein noch stärkerer Bestandteil wäre - und auch im Lehrplan entsprechend abgebildet werden würde. Kinder sind leicht zu begeistern, wenn es darum geht, etwas Gutes und Sinnvolles zu tun - wie zum Beispiel unsere Welt zu retten.

Clemens Stammler

Zur Person:

Clemes Stammler ist Landwirtschaftskammerrat und Kandidat der Grünen OÖ für die Nationalratswahl 2017


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