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am 15. September 2019

Aufklärungsunterricht nicht verbieten

Gottfried Hirz - ÖVP und FPÖ haben noch im Juli im Nationalrat ein Verbot der Einbeziehung externer Fachkräfte an Schulen für die sexualpädagogische Bildung beschlossen. Wir beantragen, dass die neue Bundesregierung dieses Verbot zurücknimmt.

Der Ausschluss von externen Fachkräften und Vereinen aus dem Aufklärungsunterricht wäre ein enormer pädagogischer Rückschritt. Dieses Verbot ist zurückzunehmen. Externe Fachkräfte sind eine wichtige Säule in einer ganzheitlichen Sexualerziehung und eine wertvolle Ergänzung zur Arbeit im Unterricht, die auch von den PädagogInnen in hohem Maße geschätzt wird.

Wir werden deshalb in der Landtagssitzung kommenden Donnerstag die Landesregierung auffordern, bei der neuen Bundesregierung Druck zum machen, dieses Verbot nicht umzusetzen. Wir fordern, dass auch weiterhin externe Fachkräfte beziehungsweise Vereine in den sexualpädagogischen Aufklärungsunterricht an Schulen eingebunden werden können und hoffen auf breite Unterstützung dieses Antrages.

Immerhin haben sich bereits zahlreiche ExpertInnen, Fachstellen und mehr als 100 Organisationen im Bereich Sexualpädagogik, Kinderschutz und Missbrauchsprävention gegen dieses Verbot ausgesprochen. Wegen fragwürdiger Inhalte in den Workshops eines einzelnen Vereins darf jetzt nicht das Kind mit dem Bade ausgeschüttet werden, vielmehr gilt es Qualitätssicherungsmaßnahmen wie beispielsweise die Einrichtung von Akkreditierungsstellen weiterzuentwickeln.

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