Bezirkegruene.at
Navigation:
am 2. November 2017

Wohnen: weiterer Baustein neuer sozialen Kälte

Ulrike Böker - Zugangsverschärfungen für Nicht-EWR-BürgerInnen zum geförderten Wohnungsmarkt sidn kontraproduktiv für die Integration.

Wohnen

Landesrat Haimbuchner hat heute angekündigt, dass mit der Novelle des Wohnbauförderungsgesetzes Verschärfungen für den Zugang von Nicht-EWR-BürgerInnen zu Wohnbeihilfe, Wohnbauförderungen und geförderten Wohnungen kommen werden.
Diese Verschärfungen gehen in die vollkommen falsche Richtung. Viele Betroffene sind mindestens fünf Jahre vom geförderten, damit leistbarem Wohnbau ausgeschlossen und auf den privaten, meist teureren Wohnraum angewiesen. Das führt zu einer Trennung des Wohnungsmarktes und ist damit kontraproduktiv für die Integration. Zusätzlich kommt es zu großem Verwaltungsaufwand.

Ein fünfjähriger durchgehender Aufenthalt in Österreich und Einkünfte aus Erwerbstätigkeit oder Leistungen aus einer gesetzlichen Sozialversicherung sind Regelungen, die bereits bisher für den Bezug der Wohnbeihilfe galten. Sie werden nun auch als Voraussetzung für die Vergabe einer geförderten Wohnung festgelegt. Dabei werden die bisher geltenden 36 Monate (Erwerbsarbeit oder Sozialversicherungsleistung) auf 54 Monate gesteigert. Zusätzlich wird die Notstandshilfe nicht mehr als Nachweis anerkannt. Das ist eine massive Verschlechterung zur aktuell noch geltenden Regelung.

Jetzt spenden!