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am 8. Jänner

Wohnbau: Haimbuchner schwächt Klimaschutz

Ulrike Böker - Mitten im Klimawandel die energietechnischen Auflagen im Gebäudesektor zu senken ist unverantwortlich.

Themenfoto Hausbau

Wohnbaulandesrat Haimbuchner lässt nichts unversucht, den Klimaschutz in seinem Ressort zu schwächen. Nach gestrichenen Förderungen für neue Energien und Ignorieren aller Klimaschutzinstrumente, hat Haimbuchner nun die Reduktion der Treibhausgase im Visier. Das ist verantwortungslos, kurzsichtig und folgenreich. Mit dieser Politik ist der Klimawandel nicht zu stoppen. Wir kritisieren daher die geplanten Änderungen bei den energietechnischen Vorgaben.

Konkret geht es um verschärfte Vorgaben zur Reduktion des Ausstoßes an Treibhausgasen im Gebäudesektor. Diese sollen nun durch eine Verordnung zurückgenommen werden. Es gibt damit keine höheren Effizienzstandards mehr, es gelten nur noch Mindestanforderungen. Das ist nicht akzeptabel. Wir stecken mitten im Klimawandel und dann sollen die energietechnischen Auflagen gelockert werden. Die Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudesektor müssen ausgebaut werden. Das ist der einzige richtige Weg.

Der Klimawandel hat uns bereits fest im Griff und sorgt für Wetterextreme. Nach dem historisch heißen Sommer und 21 Grad im Oktober erleben wir derzeit Winterchaos in weiten Teilen des Landes. Es läge auf der Hand, dieser bedrohlichen Entwicklung mit aller Kraft, allen Mitteln und in allen Bereichen entgegenzuwirken. Gerade der Wohnbau bietet so viele Möglichkeiten für den Klimaschutz. Von nachhaltigen Baustoffen, einer großangelegten Sanierungsoffensive über Anreize für den Einsatz erneuerbarer Energien. Dies muss verstärkt und gefördert werden. Aber Landesrat Haimbuchner tut es nicht, er lässt alle Möglichkeiten ungenutzt und schwächt den Klimaschutz. So hat Landesrat Haimbuchner den HäuslbauerInnen in Oberösterreich schon vor geraumer Zeit die Förderungen für erneuerbare Energie komplett gestrichen.

Wir appellieren an Landesrat Haimbuchner, in dieser zentralen Frage endlich umzudenken. Es muss doch auch für ihn möglich sein, die Dramatik der Lage zu erkennen. Er muss anerkennen, dass der Wohnbau eine zentrale Rolle beim Klimaschutz hat und eine Nutzung aller vorhandenen Instrumente langfristig alternativlos ist. Das ist schlicht eine Zukunftsfrage.

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