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am 1. April

Schildbürger: Supermarkt am Ortsrand von Raab

Ulrike Böker - Die von FPÖ und SPÖ im Gemeinderat beschlossene Supermarkt-Widmung konterkariert das gerade eröffnete Supermarkt-Erweiterungsprojekt im Ortszentrum.

In Raab droht das Absurde einzutreten: Der Gemeinderat hat mit den Stimmen von FPÖ und SPÖ das Grundstück für jenen Supermarkt am Ortsrand umgewidmet, der zuvor an gleicher Stelle nach Protesten verhindert worden ist. Das ist ein Schildbürgerstreich in Reinkultur, ein Bärendienst für den Bodenschutz und eine Nagelprobe für die jüngst beschlossene oberösterreichische Raumordnungsnovelle, die sich brüstet, auf die Ortskernstärkung zu setzen. Damit ist jetzt auch Landesrat Achleitner gefordert, dafür den Beweis anzutreten. Diese Supermarkt-Posse muss verhindert werden. Gegen das Projekt haben im Raaber Gemeinderat am 25.03.2021 übrigens ÖVP und Grüne gestimmt.

Konkret erwarten wir, dass die Raumordnungsaufsicht des Landes Oberösterreich unter Landesrat Achleitner die bereits in den Fachstellungnahmen der Landesdienststellen angeführten Kritikpunkte an der Umwidmung nun auch tatsächlich als Versagungsgrund feststellt und damit das Projekt verhindert. Es ist bekannt, dass wir die seit heuer gültige neue schwarz-blaue Raumordnungsnovelle als zu wenig weitreichend erachten und daher weitere Verbesserungen einfordern werden. Wir appellieren an Landesrat Achleitner dennoch, die Möglichkeiten dieser Novelle zu nutzen, um einen neuen Supermarkt am Ortsrand von Raab zu verhindern.

Der seit drei Jahren geplante Bau des Supermarktes am Ortsrand konnte durch engagierte BürgerInnen sowie den GemeinderätInnen von Grünen, ÖVP und SPÖ vorerst vermieden, dafür der Ausbau des bestehenden Supermarktes im Ortszentrum im Jahr 2020 umgesetzt werden. Kurz nach der Wiedereröffnung dieses erweiterten Unimarkts wurde das ursprüngliche Billa-Supermarktprojekt am Ortsrand wieder zur Genehmigung eingereicht und von der FPÖ, die den Bürgermeister stellt, und der SPÖ, entgegen ihrer ursprünglichen Zusage, befürwortet.

Ein neuer Supermarkt auf der grünen Wiese würde dem gerade erfolgreich erweiterten Supermarkt im Ortszentrum die wirtschaftlich notwendige KundenInnenfrequenz nehmen. Das kann es nicht sein. Diese absehbare Schwächung des Ortskerns von Raab und damit seiner Lebensqualität muss verhindert werden.

Genau solche Supermarktprojekte auf der grünen Wiese stehen den Zielen eines effektiven Bodenschutzes völlig entgegen. Boden ist unsere Lebensgrundlage, Boden ist immens wertvoll und wir vergeuden ihn auch in Oberösterreich in rasantem Tempo. Das müssen wir stoppen!

Unimarkt in Raab
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