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am 9. Dezember 2019

Leerstandsnutzung von Ausnahme zu Regel machen

Ulrike Böker - Verstärkte Nutzung von Gebäude-Leerstand und Brachflächen braucht eine ehrgeizige Raumordnungsnovelle und Begleitregelungen auf Bundesebene.

Wir fordern bereits seit Jahren, brachliegende Industrie- und Gewerbeareale sowie Gebäudeleerstände verstärkt zu nutzen. Das ist ein ganz wichtiger Beitrag zum Bodenschutz und zur Belebung der Ortskerne. Es darf allerdings nicht bei einzelnen Projekten bleiben. Wir müssen konkrete Schritte setzen, um die Leerstandsnutzung von der Ausnahme zur Regel zu machen.

Wir wollen daher folgende Schritte:

  • Aufbau einer Leerstands-Datenbank und deren rechtliche Verankerung. Dies könnte etwa im Rahmen der aktuellen oberösterreichischen Raumordnungsgesetznovelle erfolgen
  • Schaffung eines wirtschaftlichen Anreizsystems, das Sanierung und Nachnutzung attraktiver macht, zum Beispiel durch Anpassungen im oberösterreichischen Wohnbauförderungsgesetz
  • Steuerliche Anreize auf Bundesebene zur Revitalisierung alter, leerstehender Bausubstanzen, die eine Verbauung auf der grünen Wiese unattraktiver machen.  Wir fordern wir eine Differenzierung bestehender Steuern, Abgaben und Gebühren auf Grund und Boden je nachdem, ob revitalisiert oder neu gebaut wird.

Es liegt eigentlich auf der Hand, Leerstände wieder zu nutzen - Gemeinden wie auch Unternehmen können davon profitieren. Durch Nachnutzungen können sich Kosteneinsparungen ergeben, da Investitionen für neue Infrastrukturanbindungen wegfallen und sich auch die laufenden Erhaltungskosten von Infrastruktureinrichtungen reduzieren.

Leerstand Losenstein
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