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am 23. Juli

Industriepark: Erweiterung nicht statt Wald

Ulrike Böker - Erweiterung des Industrieparks Braunau-Neukirchen darf nicht auf Kosten eines ganzen Waldgebiets passieren. Die Nutzung und Wiederverfügbarmachung bestehender Gewerbebrachflächen und -leerstände in der Region müssen Vorrang haben.

Wir müssen unseren wertvollen Boden schützen, das muss das Ziel sein. Die geplante Erweiterung des Industrieparks Braunau-Neukirchen steht dem völlig entgegen. Die Bodenversiegelung ist nicht zu stoppen, wenn solche Umwidmungen durchgehen und dabei sogar Waldflächen verloren gehen. Das ist ein Unding und wir appellieren unmissverständlich an die politisch Verantwortlichen in Neukirchen, davon abzusehen.

Denn für diese Erweiterung hat der Gemeinderat von Neukirchen an der Enknach am 10.02.2020 das Verfahren zur Umwidmung der Waldflächen in Industriegebiet eingeleitet. Insgesamt 72 Hektar Wald – der sogenannte "Lachforst" - sollen langfristig für etwaige Bauvorhaben zusätzlich verfügbar gemacht werden. 38 Hektar davon hat sich die AMAG bereits durch einen Optionsvertrag gesichert.

Statt neuer Widmungen im Grünland müssen andere Wege gegangen werden. Es müssen die Nutzung und Wiederverfügbarmachung bestehender Gewerbebrachflächen und -leerstände in der Region vorangetrieben werden. In diesem Sinne fordern wir, dass die zuständigen Behörden im laufenden Umwidmungsverfahren mögliche Alternativstandorte prüfen - einschließlich einer Umweltverträglichkeitsprüfung.

Nur mit einem Umdenken und konsequenten Maßnahmen können wir das im aktuellen Bundesregierungsprogramm vereinbarte Ziel erreichen, den täglichen Flächenverbrauch für Bau- und Verkehrszwecke in Österreich von aktuell 13 Hektar bis 2030 auf 2,5 Hektar zu senken. Nur so kann unser Boden die für uns Menschen lebenswichtigen Funktionen weiterhin erfüllen.

gerodeter Wald im Stadtgebiet
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