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am 16. Mai

Der Asphalt glänzt, die Schienen rosten

Severin Mayr - Investitionen in die Öffis dürfen nicht verschoben, sondern müssen vorgezogen werden. Die Schieflage zwischen Straße und Schiene ist schwerwiegend.

Stillgelegte Weiche

Der Asphalt glänzt, die Schienen rosten. Es ist seit Jahren dasselbe in Oberösterreich. Straßenprojekte werden durchgezogen, für wichtige Öffi-Projekte gibt es nicht einmal Pläne, obwohl der ganze Zentralraum im Stau steht und die Luft immer schlechter wird. Dass die schwarz-blaue Bundesregierung Investitionen in die Bahn jetzt wieder verschoben hat, zeigt einmal mehr die ganze Ignoranz und Kurzsichtigkeit der Verantwortlichen auf. Wir akzeptieren das nicht und werden morgen im Landtag Taten einfordern.

In einem gemeinsamen dringlichen Antrag mit der SPÖ fordern wir den Bund auf, die im ÖBB-Rahmenplan 2018 bis 2023 für Oberösterreich vorgesehen Mittel vorzuziehen und rasch einzusetzen, um weitere Verzögerungen bei wichtigen Bahnprojekten zu vermeiden.

Die Schieflage zwischen Straße und Schiene Schieflage ist mehr als augenfällig:  

  • Die S 10 wurde versprochen und gebaut, die Sanierung der Summerauerbahn nur versprochen.
  • An der Verbreiterung der Voest-Brücke wird gebaut, nicht an der Zweiten Linzer Straßenbahnachse.
  • Die Baustelle für den Westringring ist eingerichtet, keine Spur von einer Attraktivierung der Mühlkreisbahn.
  • Die Bagger fahren für die B147, die Braunauer Bundesstraße auf, die dringendst notwendige Sanierung der Mattigtalbahn ist wieder verschoben worden.

Man arbeitet damit gegen die Bevölkerung, gegen die PendlerInnen. Man verweigert ihnen Alternativen zum Stau und man arbeitet gegen die Umwelt und die Luftqualität. Es muss eine Kehrtwende, ein Umdenken und vor allem Taten geben. Große Worte zum Öffentlichen Verkehr sind zu wenig, ohne konkrete Investitionen bleiben sie nur heiße Luft.

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