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am 11. März

Campingplatz Hinterstoder: Augenmaß verloren

Ulrike Schwarz - Landesrat Achleitner ignoriert die Kritik der Menschen im Stodertal am geplanten Campingplatz-Großprojekt. Das Land Oberösterreich muss alternative Lösungen finden.

Der geplante Campingplatz in Hinterstoder ist überdimensioniert. Hier hat man das Augenmaß verloren. Er passt nicht zum sanften Tourismus, den eigentlich auch das Stodertal vorantreiben möchte. Daher ist die Haltung von Tourismuslandesrat Achleitner nicht nachvollziehbar. Er sieht dieses Großprojekt weiter als naturverträglich. Das ist es aber nicht und die Proteste der Bevölkerung sind daher absolut verständlich. Das Land muss jetzt eine angemessene Lösung finden, damit dieser Campingplatz den Zielen eines nachhaltigen Tourismus entsprich.

Die Dimensionen des kurz vor der Genehmigung stehenden Campingplatz sind beachtlich. Soll er doch 93 Stellplätze, 4 Campingfässer, 10 Suiten, 2 Chalets, 24 Zeltplätze, ein Gastronomiegebäude und einen Außenpool umfassen. Und dies in einem naturräumlich sensiblen Gebiet in der Nähe des Schiederweiher und der Polsterlucke am Fuße des Großen Priel.

Dieses Projekt hat mittlerweile zu einem großen Riss zwischen den GemeindebürgerInnen in Hinterstoder geführt. Der Protest ist nachvollziehbar. Die Menschen suchen intakte Naturräume und Ruhe, um abschalten zu können. Dafür muss aber die Natur erhalten bleiben, denn sonst kann sie nicht ohne Lärm, Abgase und Landschaftsverschandelung erlebbar sein. Ein Großcampingplatz passt definitiv weder in dieses Bild noch in ein nachhaltiges Tourismuskonzept.

Es müssen im konkreten Fall von den Landesverantwortlichen andere Lösungen gefunden werden. Entweder wird das Projekt am jetzigen Standort deutlich abgespeckt und mit einem nachhaltigen Verkehrskonzept versehen. Oder es muss ein anderer Standort gefunden werden, der aber auch naturverträglich sein muss. Hinterstoder präsentiert sich als "Alpine Pearl" und es wurden in den letzten Jahren viele Zukunftsdialoge geführt. Es wird Zeit, dass sich diese auch in der praktischen Tourismuspolitik wiederfinden.

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