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am 20. Oktober

Bodenschutz: Kein 4. Supermarkt in Wallern

Ulrike Böker - Die Entscheidung des Landes muss der Startschuss für starken Bodenschutz in Oberösterreich sein. Der Druck der Bevölkerung hat sich ausgezahlt. Die Menschen haben das Problem der Bodenverschwendung erkannt.

Die BürgerInnen von Wallern und der Bodenschutz haben sich letztendlich durchgesetzt. Denn der so heftig kritisierte 4. Supermarkt in Wallern wird nicht kommen. Das ist erstens ein Erfolg für die Bevölkerung von Wallern, die sich in der BürgerInnen-Befragung mehrheitlich gegen dieses überflüssige Projekt ausgesprochen hat. Es ist zweitens ein Erfolg für unsere Grünen KollegInnen in Wallern als InitiatorInnen der Befragung. Und es drittens vor allem ein wichtiger Etappenerfolg für den Bodenschutz. Mit dieser Entscheidung hat das Land erstmals den längst überfälligen Wendepunkt im Kampf gegen die Bodenverschwendung markiert. Das könnte der Wendepunkt sein, nach dem Bauprojekte auf der grünen Wiese nicht mehr einfach durchgewunken werden. Wir begrüßen die Entscheidung des Landes, einer Bauwidmung nicht zu zustimmen.

Wir fordern seit Jahren, die massive Bodenversiegelung im Land zu stoppen. In der Bevölkerung hat es einen Bewusstseinswandel gegeben. Immer mehr Menschen sehen, dass unsere Böden zugebaut und zubetoniert werden. Das immer mehr wertvoller Boden verloren geht. Und sie stellen sich – wie eben die BürgerInnen in Wallern - gegen diese Entwicklung und gegen unsinnige Bauprojekte. Hat die Politik bisher leider gebremst, scheint zumindest bei den Landverantwortlichen nun das Problembewusstsein gestiegen zu sein. Dese Entscheidung zu Wallern darf keinesfalls eine Ausnahme sein, sondern vielmehr der Startschuss zu einem Kurswechsel. Darauf werden wir schauen und weiter hinarbeiten.

Denn das Beispiel Wallern steht stellvertretend für die bedenkliche Situation beim Bodenschutz. Jeden Tag werden in Oberösterreich 2 Hektar Boden versiegelt, jeden Tag gehen wertvolle Grünflächen verloren. Immer mehr Ortskerne veröden, weil die Geschäfte im Ort gegen die Anziehungskraft der Shopping-Center keine Chance haben. Es ist höchste Zeit, dem Einkaufscenter-Wildwuchs einen Riegel vorzuschieben und die wertvolle Ressource Boden zu schützen. Mit der Entscheidung zu Wallern ist der Anfang gemacht. Diese Entscheidung muss jetzt Beispielswirkung für andere Bauprojekte haben. Und sie muss ein Signal für alle sein, die sich noch gegen starken Bodenschutz sträuben.

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