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am 18. September

Bienen, Hühner, Hasen im Wohngebiet erlauben

Ulrike Böker - Kleintiere sind eine Bereicherung. Wir beantragen daher eine entsprechende Anpassung im oberösterreichsichen Rechtsrahmen.

Bienen, Hasen, Hühner und ähnliche Kleintiere sollten im Wohngebiet erlaubt sein; in geringem Umfang, mit bestimmen Einschränkungen und für den Eigenbedarf. Diese Kleintiere im eigenen Garten sind für immer mehr Menschen eine Bereicherung und fördern für unsere Kinder den Kontakt zu Tieren und zur Natur. Die Haltung solcher Kleintiere nur mit den NachbarInnen zu vereinbaren, ist einfach zu vage. Wir müssen dies auf eine solide rechtliche Basis stellen. Das werden wir im kommenden Landtag beantragen.

In der Widmungskategorie "Wohngebiet" im Bauland ist derzeit jede Haltung von Nutztieren verboten, weil die NachbarInnen beeinträchtigt werden könnten. Der Verwaltungsgerichtshof hat diese Rechtsauslegung bestätigt. Demnach ist entscheidend, ob solche Tiere typischerweise in einem Haushalt im Wohngebiet gehalten werden und daher üblicherweise bauliche Anlagen zu deren Haltung von der Wohnbevölkerung errichtet werden.

Früher wurden in vielen Gärten auch Hühner, Kaninchen oder Bienen zur Deckung des Eigenbedarfs gehalten und im ländlichen Raum wird das auch jetzt noch oft so gehalten. Diese Kleintiere tun dem Menschen gut, wir profitieren in jeder Hinsicht vom Zusammenleben mit den Tieren. Bienen, Hühner und andere Kleintiere sollen in Zukunft in kleinem Umfang genauso erlaubt sein, wie es jetzt Katzen und Hunde ganz selbstverständlich sind.
Natürlich müssen NachbarInnen vor überdurchschnittlicher Lärm- und Geruchsentwicklung geschützt werden. Aber genau dafür soll es bestimmte Regeln und Einschränkungen geben, beispielsweise durch eine Beschränkung der Anzahl bei Kleintieren (zum Beispiel maximal 10 Hühner, kein Hahn) und bei Bienen durch Mindestabstände und eine Beschränkung der Zahl an Bienenstöcken (zum Beispiel maximal 5 Bienenvölker).

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