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am 18. November

Pension: Armut verhindern, Existenzen sichern

Ulrike Schwarz - Wir brauchen ein Pensionssystem, von dem alle profitieren und nicht nur wenige. Der Frühstarterbonus geht in die richtige Richtung.

Das Pensionssystem ist in Schieflage. Es muss verändert, verbessert und vor allem gerechter gemacht werden. Statt Regelungen, die wenige bevorzugen, brauchen wir ein System, von dem alle profitieren. Ein System, das Armut im Alter verhindert und hier vor allem den vielen Pensionistinnen eine gesicherte Existenz bietet. Der Frühstarterbonus ist hier der erste richtige Ansatz für ein gerechteres Pensionssystem, dem noch weiter Schritte folgen müssen..

Die Zahlen belegen den dringenden Handlungsbedarf – vor allem bei den Frauen-Pensionen:

  • Die durchschnittliche Pension (Alterspension und Invalididätspension) lag 2019 bei 1.313 Euro.
  • Die durchschnittliche Pension von Männern beträgt 1.769 Euro, jene von Frauen 1.171 Euro.
  • Die durchschnittliche Langzeitversichertenpension beträgt 2.425 Euro, betrifft ausschließlich Männer und davon auch nur sieben Prozent.
  • 200.000 PensionistInnen-Haushalte sind armutsgefährdet, 300.000 Frauen haben eine Pension unter 1.000 Euro.

Dieses System hinkt und zeigt auch klar, warum der Gender-Gap bei den Pensionen immer weiter aufgeht. Wir brauchen eine Gesamtschau des Pensionssystems und müssen an den Rädern drehen, die das ganze Werk derzeit zum Stottern bringen.

Mit dem Frühstarterbonus hat man nun den Weg zu mehr Pensionsgerechtigkeit eingeschlagen. Es werden niedrige und mittlere Pensionen profitieren - deutlich mehr Menschen als von der Langzeitversichertenpension - und es werden Lehrlinge und vor allem die Frauen profitieren. Gerade in dieser Zeit der Krise wird wieder deutlich sichtbar, welche Doppelbelastung Frauen und Mütter bewältigen müssen. Daher ist es vorrangige Aufgabe, der Altersarmut gerade bei Frauen mit allen Mitteln gegenzusteuern.

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