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am 26. Juli

Equal Pension Day: gerechte Altersvorsorge

Maria Buchmayr - Frauen erledigen die Kinderbetreuung und bekommen um 43 Prozent weniger Pension als Männer.

verzweifelte alte Frau

Es kann doch nicht sein, dass Frauen fast die Hälfte weniger Pension bekommen als die Männer. Es kann nicht sein, dass Frauen die Kinderbetreuung übernehmen, daher auch vor allem Teilzeit arbeiten und dadurch solche Nachteile bei der Altersversorgung haben. Das muss sich ändern. Die Möglichkeit des Pensionssplittings gehört stärker gefördert. Eltern sollten echte Wahlfreiheit haben. Ohne Pensionsnachteile können sie sich frei entscheiden, wie sie sich die Kinderbetreuung aufteilen bzw. organisieren. Wir werden daher im Herbst eine Initiative zum Pensionssplitting starten.

Es ist leider Realität: In Österreich bekommen Frauen um 43 Prozent weniger Pension als Männer. Im Vergleich ist rein rechnerisch ihre Jahrespension bereits am 27. Juli aufgebraucht. In Oberösterreich ist die Situation sogar noch trister als im österreichischen Durchschnitt, hier waren die durchschnittlichen Frauenpensionen sogar bereits am 8. Juli verbraucht.

Das ist eine riesige Ungerechtigkeit. Frauen erhalten für die gleiche Arbeitsleistung noch immer deutlich weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen, sie leisten zudem den überwiegenden Teil der Kinderbetreuung und zwei Drittel der unbezahlten Haushalts- und Pflegearbeiten.

Für Frauen mit lückenhaften und durch Teilzeit geprägten Berufskarrieren hat sich die Verlängerung des Durchrechnungszeitraums massiv negativ auf ihre Pensionsbezüge ausgewirkt. Um die Nachteile für jenen Elternteil abzufedern, der sich überwiegend der Kindererziehung widmet, gibt es seit 2005 das sogenannte Pensionssplitting – für die ersten 7 Jahre nach der Geburt des Kindes kann der erwerbstätige Elternteil bis zu 50 Prozent seiner Pensionskonto-Teilgutschriften auf das Pensionskonto des betreuenden Elternteiles übertragen. Davon machen Eltern aber nur selten Gebrauch. Eine finanzielle Absicherung des überwiegend in der Kindererziehung tätigen Elternteiles wäre ein großer und wichtiger Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit im österreichischen Pensionssystem.

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