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Vortrag: NS Aufarbeitung und Rechte Szene

Mai 2019
17
Freitag
Zeit:
19:30 Uhr

Ort: St. Martin im Mühlkreis - Pfarrsaal, Markt 1, 4113 St.Martin im Mühlkreis

Rechte Hasspostings überfluten das Internet, rechstextreme Postionen erobern den Mainstream. Neurechte Bewegungen wie die Identitären dringen immer mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft und in die Zentren der Macht vor. 70 Jahre nach Ende des NS-Regimes, des größten Verbrechens der Menschheitsgeschichte, erstarkt der Rechtsextremismus wieder in Österreich. Dabei zeigt sich die rechte Szene als inhomogen und diffus und schwer zuzuordnen.
Als Historikerin und Expertin für den wieder erstarkenden Rechtsextremismus zeigt Ludmilla Leitner auf, welcher Codes, Symbole, Kleider und Musik sich die rechtsextreme Szene bedient. Mit ihrem Vortrag möchte sie die Leute sensibilisieren, solche Zeichen zu erkennen, um aktiv dagegen zu wirken.

Im zweiten Teil ihres Vortrags widmet sie sich der Aufarbeitung der NS Vergangenheit in Österreich nach 1945, einer diffusen Geschichte von Verdrängung, Opferthese, kollektiver Schuld und bleibender Verantwortung. Auch wenn sich die Geschichte nicht wiederholt - die Fragen nach gesellschaftlicher Verantwortung, nach einer "Vergessensschuld" bleiben in jeder Generation.

"Aufklärung und Prävention sind im Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus entscheidend. Besonders wichtig sind Sensibilisierung von Jugendlichen auf 'Fake News' und rechtsextreme Inhalte in Social Media-Plattformen", so Michael Wöss von den Grünen St.Martin.
Wie stark in diesem Feld der Handlungsbedarf ist, zeigt eine aktuelle Anfragebeantwortung des Bundesinnenministeriums. Demnach nimmt Oberösterreich bei den rein rechtsextremen Tathandlungen mit 152 der österreichweit 732 Delikten zum wiederholten Male das traurige Spitzenfeld ein.
"Rechstextremismus darf nicht länger ignoriert oder verhamlost werden. Er stellt eine ernsthafte Gefahr für den sozialen Frieden, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und in letzter Konsequenz Rechtsstaat und Demokratie dar. Schweigen hilft hier, wie so oft, nur den TäterInnen", warnt Ulrike Schwarz, Grüne Bezirkssprecherin für Rohrbach.​

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