Region Attersee: Schönheit erhalten, Zukunft gestalten

Der Grüne Plan für die Perle des Seegebiets

Rudi Hemetsberger, Claudia Hauschildt-Buschberger

Es ist ein großes Glück, in unserer Heimat – der Attersee-Region – leben zu dürfen. Der See, die Berge, die Landschaft, die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt machen die Region zu einer zu einer wahren Schatzkammer und ermöglichen uns ein vielfältiges Naturerlebnis zu jeder Jahreszeit, die Jahr für Jahr auch immer mehr Besucher*innen und Tourist*innen in ihren Bann zieht. Aber auch die Attersee-Region steht vor zahlreichen Herausforderungen, die einer Politik bedürfen, die diesen unglaublichen Reichtum und die damit einhergehende Lebensqualität schützt und bewahrt.

Grüne am Attersee

vlnr: Claudia Hauschildt-Buschberger, Rudi Hemetsberger, Irina Janssen, Nikolas Bracher

5 Punkte Plan der Grünen zum Erhalt der Lebensqualität in der Region Attersee

  1. Bodenschutz – Stopp dem Raubbau an Grund und Boden
  2. Region Attersee als Taktgeber beim Klimaschutz – vom Verkehr bis hin zum Energieverbrauch
  3. Naturräume erhalten und Privatisierung von Seezugängen stoppen
  4. Bezahlbares Wohnen und ortsbildverträgliches Bauen sicherstellen
  5. Nachhaltiger Ganzjahrestourismus

 Grünland retten: Die Attersee-Region darf keine Region ohne Boden werden!

„Wenn wir jetzt die richtigen Weichen stellen“, sagt Rudi Hemetsberger, Grüner Landtagskandidat im Hausruckviertel und Spitzen- sowie Bürgermeisterkandidat der Grünen Attersee, „hat unsere schöne Region, die ja wahrhaft die Perle des Seengebiets ist, alle Chancen der Welt. Wir setzen auf einen Kurswandel und neue Prioritäten zum Erhalt unserer Heimat, denn uns ist bewusst: Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt und es liegt in unserer Hand, alles dafür zu tun, dass auch sie eine intakte Umwelt vorfinden.“

Als wesentlichste Herausforderungen nennt Hemetsberger für die Region die Klimakrise und den enormen Bodenverbrauch: „Ich halte den Bodenverbrauch für einen der immer noch am meisten unterschätzen Problemfelder. Wir wollen den sorgsamen Umgang mit unseren wertvollen Böden auf die Liste der Top-Prioritäten für Oberösterreich und ganz vorne in die Auftragsbücher der Politik bringen. Wir Grüne verstehen uns jedenfalls als Sprachrohr all jener, die den Boden schützen wollen“, so Hemetsberger.

„Auch bei uns können wir täglich beobachten, wie landwirtschaftlich genutzte Flächen, zubetoniert werden und die Versiegelung munter voranschreitet. Damit müssen wir endlich Schluss machen – es braucht eine Trendumkehr“, fordert er. Dazu sollen Gemeinden nicht mehr an den Rändern wachsen, sondern sich in erster Linie nach innen entwickeln. „Das kann durch qualitätsvolle Nachverdichtung, die Nutzung von Leerstand und Brachflächen passieren – und vor allem auch durch das Verfügbarmachen von bereits gewidmetem Bauland. Shoppen und gutes Wirtschaften geht auch ohne zusätzlichen Bodenverbrauch!“

Region Attersee wird klimaneutral – Mehr Tempo beim Klimaschutz!

Neben dem Bodenverbrauch muss auch das Thema Klimaschutz in der Region auf die Liste der Top-Prioritäten. Die GRÜNE Bundesrätin Claudia Hauschildt-Buschberger, Bezirkssprecherin und Fraktionsvorsitzende der Grünen Seewalchen, sagt: „Wir wollen die Region in eine klimaneutrale Zukunft führen und zum oberösterreichischen Taktgeber in Sachen Klimaschutz machen – vom Verkehr über den Tourismus und den Energieverbrauch müssen wir alle Bereiche einbeziehen! Es ist schließlich die große Verantwortung unserer Generation, das Klima zu schützen. Damit auch unsere Kinder und Enkelkinder noch ein lebenswertes Oberösterreich vorfinden.“

Gerade in puncto Mobilität besteht großer Handlungsbedarf: „Tag für Tag stauen sich die Pendler*innen durch die Region. Und im Sommer bietet sich sowieso Jahr für Jahr das gleiche Bild um den Attersee: Kilometerlange Blechkolonnen, die sich gerade an den Wochenenden rund um den See stauen.  Die Menschen wollen an diese grandiosen Plätze, das ist ja verständlich und völlig in Ordnung. Aber wir müssen die touristische Mobilität auf neue Beine stellen. Denn mit ‚sanft‘ oder ‚nachhaltig‘ hat das momentan nichts zu tun“, betont Hauschildt-Buschberger.

Die Förderung von sanfter Mobilität in der stark durch den Verkehr beeinträchtigten Region ist notwendig: Von der Erweiterung der Angebote für Pendler*innen, des Radwegesystems, der Sicherheit von Radfahrer*innen, des Ausbaus des Öffentlichen Verkehr und dem Transport von Radfahrer*innen und deren Rädern. „Wir müssen runter mit den Emissionen im Verkehr und rauf mit der Lebensqualität! Die Lösungen kennen wir seit Jahren – jetzt müssen endlich Taten folgen“, so die Grüne Bezirkssprecherin. „Mit der neuen Taktung der Regionalbahn Kammerer-Hansl wurde eine langjährige Forderung von uns endlich umgesetzt. Gerade für Pendler sind die neu angebotenen Verbindungen in der Früh reizvoll“, so Hauschildt-Buschberger, die jahrlange für den Ausbau des Takts gekämpft hat. Nun müsse noch ein Shuttleservice zu den Badeplätzen umgesetzt werden.

Für die Zukunft des oberösterreichischen Wirtschaftsstandortes und unsere Versorgungssicherheit braucht es eine massive Ausbauoffensive für die Erneuerbaren Energieträger (Umweltwärme, Biomasse, Biogas, Geothermie, Photovoltaik, Solarthermie, Wasser- und Windkraft), welche wiederum als Konjunktur- und Jobmotor wirkt. Das Erneuerbare Ausbau-Gesetz des Bundes bietet dafür eine hervorragende Grundlage. „Das EAG bietet für die Gemeinden in der Region große Chancen. Durch die Förderungen können wir zukunftstaugliche Anreize für klimafreundliche Investitionen schaffen“, betont Hauschildt-Buschberger.

Naturräume erhalten, freien Seezugang sichern!

Ein wichtiges Anliegen sind Rudi Hemetsberger auch der Erhalt sowie der weitere Ausbau des öffentlichen Zugangs zu Seen, Wäldern und Naturräumen.  „Wir Grüne bekennen uns seit jeher zum Zugang der Allgemeinheit zu Wäldern, Bergen, Seen, Flüssen und anderen Naturschönheiten. So sieht es aufgrund unserer Initiative auch die Landesverfassung vor – dieses Bekenntnis nehmen wir sehr ernst“, betont Hemetsberger. Er spricht sich gegen weitere Privatisierungen von Seegrundstücken aus und für den Erhalt von öffentlichen Seezugängen erhalten.

„Die öffentliche Hand kann privatisierte Grundstücke zurückkaufen und generell Privatisierungen von Seegrundstücken im öffentlichen Eigentum deutlich erschweren“, so der Grüne Landtagskandidat. Es könne nicht sein, dass wertvolle Naturräume kurzsichtigen Bauprojekten geopfert würden: In Zukunft müssten Raumordnung und der naturschutzrechtliche Rahmen weitere Verbauungen von naturnahen Lebensräumen, beispielsweise von Uferzonen, ausschließen.

„Außerdem müssen wir die Mietpreisentwicklung in den Griff bekommen und den weiteren Ausbau der Zweitwohnsitze stoppen“, betont Hemetsberger. „Wir müssen diesen Entwicklungen der vergangenen Jahre endlich etwas entgegensetzen. Bestehende Zweitwohnsitze sollen bleiben können, aber es gibt auch Grenzen. Die Entwicklung bei den Grundstücks- und Immobilienpreise hat inzwischen Maß erreicht, wo Grenzen der Verträglichkeit klar überschritten“, warnt er eindringlich vor dem Ausverkauf der Region Attersee. Erfreut zeigt sich Hemetsberger darüber, dass die Umwidmung für das umstrittene Wohnbauprojekt im Ortsteil Oberbach vorerst im Gemeinderat gescheitert ist. Konkret wären drei neue Wohnblöcke mit 51 Wohneinheiten auf der grünen Wiese errichtet worden.  Das vorgesehene Areal besteht unter anderem aus feuchten Wiesen und einem Quellsumpfgebiet. „Der Widerstand der Bevölkerung hat sich gelohnt – diese Bausünde konnte gestoppt werden. Nach der Wahl werden wir uns für eine Überarbeitung des Ortsentwicklungskonzeptes einsetzen“, so der Grüne Bürgermeisterkandidat.

Bauwahnsinn in Weyregg stoppen: „Weyregg ist kein Kapital-Parkplatz!“

Ein Lied von dieser Entwicklung kann nicht nur der Atterseer Rudi Hemetsberger singen, sondern auch die Weyregger Grünen, die sich 2021 neu gegründet haben und erstmals bei einer Gemeinderatswahl antreten: „Was wir in Weyregg in den letzten Jahren gesehen haben, ist ein Bauwahnsinn, der den Ort vollkommen zerstört! Wir setzen uns dafür ein, dass Umwidmungen zugunsten profitgieriger privater Investoren und Bauträger, die mit dem Ort nichts zu tun haben, ein Ende gesetzt wird“, sagen Nikolas Bracher, Spitzenkandidat der Grünen Weyregg, und Irina Janssen, Listenzweite. Auch im Zweitwohnsitz-Wildwuchs sieht Bracher ein großes Problem: „Wir haben sehr viele versteckte Hauptwohnsitze, die aber in Wahrheit Zweitwohnsitze sind. Der Bürgermeister als Meldebehörde muss hier endlich tätig werden, und die rechtskonforme Nutzung der Wohnsitze kontrollieren“, fordert er. Schließlich sei „Weyregg kein Kapitalparkplatz“.

Bezahlbares Wohnen und ortsbildverträgliches Bauen müssen in Weyregg wieder einziehen!

Statt Baulandwidmungen für Spekulanten solle es in Zukunft nur mehr Umwidmungen für Einheimische sowie für Gemeinnützige Wohnbaugesellschaften geben dürfen, die für bezahlbares Wohnen sorgen. Mit einem kompetenten Gestaltungsbeirat soll dafür gesorgt werden, „dass ortsbildverträgliches, ökologisches und sozial verträgliches Bauen endlich wieder in Weyregg einzieht“, so Irina Janssen, Kandidatin der Grünen Weyregg. „Wir müssen endlich beginnen, unser kleines Paradies im Attersee mit allen Mitteln zu schützen!“

Weyregger Grüne wollen sanften Tourismus zum Leben erwecken

Auch der Tourismus, der in Weyregg am Attersee eine zentrale Rolle spielt, liegt der Gemeindegruppe am Herzen: „Es ist an der Zeit, dass wir den Tourismus bei uns im Ort stärker nach ökologischen und nachhaltigen Kriterien ausrichten. „Der Tourismus in Weyregg ist nicht tot, wie viele behaupten. Weyregg hat ein unglaubliches Zukunftspotenzial, das es zu heben gilt“, sagt Bracher. So kann mit einem Bündel an Initiativen der Tourismus als identitätsstiftender Faktor im Ort wiederbelebt werden. „Statt weiterer Zweitwohnsitze wollen wir wieder mehr Gäste willkommen heißen, die Sommerfrische feiert ein Comeback“, sagt Janssen. Auf dem Areal der “Haushaltungsschule” könne mit einer Kombination aus Hotel, Kongresszentrum und Denkfabrik etwa ein innovatives, ökologisch gebautes Vorzeige-Projekt für die Attersee-Region entstehen, so die Vision der Grünen Weyregg.

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