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„Waldviertel-Autobahn“ wird Thema im Landtag

Neun Fragen an Verkehrslandesrat Steinkellner – die Menschen sollen erfahren, was sich da zusammenbraut!

Schriftliche Anfrage der Grünen – Megaprojekt quer durch das Mühlviertel bringt zusätzlichen Verkehr ins Land - während zehntausende Jugendliche in ganz Europa für Klimaschutz demonstrieren, plant Österreich Autobahnen

„Was ist jetzt mit dieser Autobahn, Herr LR Steinkellner? Jenem Transit-Projekt, das Oberösterreich massiv treffen wird? Wir Grüne sorgen jetzt mit neun Fragen an Steinkellner für Aufklärung. Die Menschen sollen erfahren, was sich da zusammenbraut“, betont der Grüne Verkehrssprecher LAbg. Severin Mayr und kündigt eine schriftliche Anfrage an FP-Verkehrslandesrat Steinkellner an. 

Mitten in der größten Klimakrise beantragte das Land Niederösterreich letzte Woche die Strategische Umweltprüfung und treibt damit das Projekt einer neuen Transit-Schneise voran. Diese soll die S 3 Weinviertel Schnellstraße mit der S 10 Mühlviertler Schnellstraße verbinden und verläuft von Stockerau über Hollabrunn, Horn und Gmünd bis nach Freistadt. „Für Oberösterreich bedeutet das noch mehr Verkehr, noch mehr Abgase und noch mehr Umweltbelastung. Gleichzeitig geht bei den wichtigen Schienenprojekten im Mühlviertel nichts weiter und die täglichen Staus rund um Linz werden immer länger“, kritisiert Mayr. 

Mit ihrer Anfrage wollen die Grünen aufklären, seit wann das Land OÖ von diesem Projekt informiert ist und welche Studien es zu diesem Projekt gibt. Zudem wollen die Grünen Informationen zum aktuellen Stand im Planungs- bzw. Genehmigungsverfahren, zu Zeitplan, Verkehrsanstieg, Flächenverbrauch und Kosten, die bei rund fünf Mrd. Euro liegen sollen. 

Auch wollen die Grünen wissen, ob LR Steinkellner dieses Projekt unterstützt. „Das wird die Nagelprobe für Steinkellner. Ihm müsste klar sein, dass eine neue Autobahn inmitten der Klimakrise ein No-Go ist. Dass man mit dieser Autobahn abertausende Fahrzeuge aus dem Waldviertel zusätzlich in das Untere Mühlviertel und nach Linz lotsen würde. Man kann doch nicht sehenden Auges das bestehende Stauchaos weiter anheizen“, betont Mayr. 

Mayr: „Jetzt müssen alle Daten und Fakten auf den Tisch. Wir wollen detaillierte Informationen darüber, wie weit diese irrwitzige Idee fortgeschritten ist und welche Folgen Oberösterreich, der Umwelt und den Menschen drohen. Wir sind gespannt auf die Antworten und die Erklärung von LR Steinkellner, auf welcher Seite er steht.“

05.02.2019  

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