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Neue Transit-Autobahn durch das Mühlviertel ist ein Irrwitz für Mensch und Umwelt

Mit Mega-Projekt „Waldviertel-Autobahn“ droht OÖ noch mehr Transit - Verkehrsgau im Zentralraum vorprogrammiert - fünf Milliarden Euro Gesamtkosten, bis zu 2.000 Hektar Bodenverbrauch, tausende zusätzliche PKW und LKW im Linzer Zentralraum

„Noch mehr Verkehr, noch mehr Stau, noch mehr Abgase: Wir stecken bereits in der schlimmsten Klimakrise.  Aber die FPÖ ist bereit, eine neue Transit-Schneise durch unser Land zu treiben, eine noch größere Blechlawine auszulösen und vor allem noch mehr LKW nach Oberösterreich zu holen.  Das ist höchstgradig verantwortungslos und geradezu ein Irrwitz. Ich fordere von FP- Verkehrslandesrat Steinkellner jetzt Geheimniskrämerei und Relativierung zu beenden und alle Fakten auf den Tisch zu legen. Die OberösterreicherInnen müssen umfassend über dieses Projekt informiert werden“, fordert der Grüne Verkehrssprecher LAbg. Severin Mayr eine klare Stellungnahme von LR Steinkellner. 

Konkret treibt das Land Niederösterreich den Bau einer Autobahn durchs Waldviertel bis nach Oberösterreich voran. Diese soll das nördliche Niederösterreich queren und eine hochrangige Straßenverbindung zwischen der S 3 Weinviertel Schnellstraße und der S 10 Mühlviertler Schnellstraße bilden. Der Korridor verläuft von Stockerau über Hollabrunn, Horn und Gmünd bis nach Freistadt.

Mehr Verkehr, mehr Stau, schlechtere Luft

Diese neue Autobahn bedeutet tausende zusätzliche PKW und LKW aus dem Waldviertel.  „Die Folgen werden nicht nur das untere Mühlviertel, sondern auch Linz mit voller Wucht treffen. Schon jetzt ist der Zentralraum heillos überlastet.  Man kann sich leicht ausmalen, was eine zusätzliche Blechlawine aus dem Waldviertel bedeutet“, kritisiert Mayr, der auch auf die enormen Kosten von fünf Milliarden Euro für diese Autobahn verweist.  „Um dieses Geld könnte man alle wichtigen Öffi-Projekte in Oberösterreich verwirklichen. Und zwar nicht nur einmal, sondern gleich drei Mal. Aber Asphalt ist ganz offensichtlich noch immer vielfach wichtiger als Schiene“, betont Mayr. 

Ebenso enorm ist der Bodenverbrauch für dieses Mega-Projekt. Bis zu 500 Hektar Boden könnten dadurch allein in Oberösterreich betroffen sein. „Das entspricht zusammengerechnet etwa allen (!) Fußballfeldern in unserem Bundesland. Der Kampf gegen die ohnehin schon massive Bodenversiegelung wird durch solche Projekte zum Hohn“, kritisiert Mayr. 

Mayr: „In Zeiten der Klimakrise eine völlig neue Autobahn zu planen, geht an der Realität vorbei. Wir erwarten von Landesrat Steinkellner eine klare Stellungnahme zu diesem Projekt. Er muss sich erklären, ob Oberösterreich bereit ist, diese klima- und umweltschädlichen Pläne zu unterstützen oder sich den wirklich zukunftstauglichen Verkehrslösungen widmet“.

04.02.2019


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