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14.06.2022 Presse

Zu­kunfts­ver­ges­sen­heit bei Sa­nie­rungs­pro­jekt Volks­schu­le

Baustelle Stadt Paura

Grüne & Bürgerliste: 8,4 Millionen Euro teure Sanierung Volksschule Stadl Paura setzt auf Gas statt auf zukunftsfähige erneuerbaren Energien

Ganz Europa will sich von Putins Gas unabhängig machen. Ganz Europa? Nein, in Stadl Paura scheinen die Uhren anders zu ticken. Die Bürgerliste Stadl Paura und die Grünen Wels Land kritisieren das Projekt von TEAM POPP (Einheitsliste aus FPÖ und ÖVP) in Stadl Paura scharf: bei der zuletzt mit 8,4 Millionen Euro bezifferten Sanierung der örtlichen Volksschule soll auf eine Solaranlage am Schuldach verzichtet, und gleichzeitig weiterhin auf Gas in der Wärmeversorgung gesetzt werden.

Der Grüne Bezirkssprecher NAbg. Ralph Schallmeiner zeigt entsprechendes Unverständnis: „Eine neue Gasheizung bei einer Sanierung eines öffentlichen Gebäudes ist längst nicht mehr zeitgemäß und zeugt von Zukunftsvergessenheit. Nicht nur aus umweltpolitischer Sicht ist dies in Zeiten der Klimakrise absolut untragbar, sondern auch aus ökonomischer Sicht völlig undurchdacht, wenn man sich die Preisentwicklung für Gas anschaut.“. Der Fraktionssprecher der Bürgerliste Stadl Paura Christian Raidl dazu: „Anstatt ein modernes und nachhaltiges Gebäude für die Zukunft unserer Kinder auf den Boden zu bringen, regieren bei Bgm Popp und Co immer noch Technologien von vorgestern. Und das in einer Zeit, wo ganz Europa raus aus Gas und fossilen Brennstoffen will.“.

Unter anderem ausschlaggebend für diesen Weg dürfte auch die immer noch nicht vorhandene Landes-Richtlinie für nachhaltiges Bauen im öffentlichen Bereich sein. Eine solche wurde von den Grünen zwar mehrfach vorgeschlagen, aber von Schwarz und Blau bisher abgelehnt.

Derzeit fallen nämlich Baumaßnahmen, die über den üblichen Rahmen gehen, dem Sparstift bzw. nicht gewährten Förderungen durch das Land zum Opfer. Anstatt sich an zukunftsfähigen Alternativen zu orientieren, setzen Gemeinden allzu oft auf veraltete, rückwärtsgewandte Technologie. Mögliche Alternativen zu einer Gasheizung müssten so von den Gemeinden entweder ganz oder zumindest teilweise aus eigener Tasche bezahlt werden. Das wollen Raidl und Schallmeiner aber nur eingeschränkt als Grund gelten lassen: „Auch wenn das Land hier keine Förderungen ausschüttet, so kann die Gemeinde das aus eigener Kraft aufzahlen. Wenn man ein Gebäude mit Zukunftstauglichkeit und Nachhaltigkeit will, dann wird man das auch finanzieren können.“, zeigt sich Christian Raidl überzeugt. Schallmeiner sieht das ähnlich: „Mir ist bewusst, dass es ohne Vorschrift vom Land immer eine Ausrede gibt. Diese wollen wir aber nicht gelten lassen. Wer sich als zukunftsorientiert geriert, muss auch entsprechend handeln. Da gehört eine Solaranlage ebenso dazu wie alternative Heizsysteme ohne Gas . Für eine Gemeinde, die bald Stadt sein will, sollten die einhergehenden Mehrkosten bei der Errichtung nicht das Problem darstellen. Es ist wohl vielmehr eine Frage des Wollens, nicht des Könnens.“.

Raidl und Schallmeiner fordern von der Gemeinde Stadl Paura ein Ende der fossilen Abhängigkeit, gerade bei einem so wichtigen Zukunfts-Projekt wie der Sanierung der Volksschule.

Ralph Schallmeiner

Abgeordneter zum Nationalrat
Bezirkssprecher

Vizebürgermeister

[email protected]
Christian Raidl
Christian Raidl
Bürgerliste Lebensraum Stadl Paura
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