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06.09.2022 Allgemein

Zsaum heign – beim As­ber­ger

Gleich geht's los
Dieses Mal ging es auf der sauren Asberger-Wiese nicht ums „Heign“, sondern darum, das Mähgut aus der Wiese zu entfernen. Die freiwilligen Helfer hatten sichtlich wieder Spaß dabei.
Am Samstag, 3. September trafen wir uns zum zweiten Mal zum „Zsaum heign“. Wir unterstützten den Asberger-Bauern bei der Wiesen-Pflege. Das Heu wurde zwar als Futter nicht gebraucht, aber für die Wiese ist es wichtig, dass sie nach dem Abblühen gemäht wird und das Mähgut aus der Wiese wegtransportiert wird. Aber warum?
Diese spezielle Wiese ist sehr feucht und mager. Und diese Bedingungen ermöglichen eine besondere Pflanzengesellschaft. Dort gedeihen Pflanzen, die sonst im ganzen Gemeindegebiet von Lichtenberg nicht mehr vorkommen. Um diese Pflanzen zu schützen, ist es wichtig, die Bedingungen zu erhalten. Wenn nun das Mähgut liegen bleibt – wie z.B. beim Mulchen, dann würde damit die Wiese gedüngt. Das wiederum würde einigen der seltenen Pflanzen  schaden und sie würden verschwinden.
Und warum war unsere Hilfe vonnöten? Die Wiese ist zum Teil so nass, dass das Mähen mit dem Traktor unmöglich ist. Also muss der Balkenmäher her. Und der Traktor kann dort auch nicht hinfahren, um das Mähgut weg zu transportieren. Und das war unsere Aufgabe. Das Gras dorthin zu schaffen, wo es mit dem Traktor eingesammelt werden konnte.
Die Asberger-Wiese war im Mai auch Station bei unserer Orchideenwanderung. Dort konnten wir Fieberklee, Fettkraut, geflecktes Knabenkraut, Wollgras und Arnika bestaunen. – Und die gäbe es dort nicht mehr, wenn die Wiese nicht achtsam und extensiv bewirtschaftet würde.
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