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26.02.2024 Allgemein

Wie sieht Al­bern­dorf in 15 Jah­ren aus?

Aktuell wird in der Gemeinde Alberndorf am Örtlichen Entwicklungskonzept gearbeitet. Im Interview mit Hannes Mossbauer gehen wir den wichtigsten Fragen dazu auf den Grund. 

Was ist das Örtliche Entwicklungskonzept (kurz ÖEK)?

Das örtliche Entwicklungskonzept ist Grundlage und Bestandteil der Flächenwidmungsplanung. Es skizziert die Entwicklung der Gemeinde für die nächsten 15 Jahre. Das wird auf einem Entwicklungsplan dargestellt und beschrieben. Es ist vom Gemeinderat zu beschließen und wird von der Landesregierung als Aufsichtsbehörde genehmigt. 

Warum ist das ÖEK für eine Gemeinde so wichtig?

Mit dem ÖEK wird festgelegt, wie und wo sich unsere Gemeinde weiterentwickeln soll, wo es neues Bauland und Betriebsbaugebiete geben soll, was soll Grünland bleiben, wo sind wichtige Flächen für die Land- und Forstwirtschaft, wo gibt es wichtige Grünzüge, Verkehrsflächen usw. Es ist also die Grundlage für den Flächenwidmungsplan und die Weiterentwicklung von Alberndorf. 

Welche Themen enthält das ÖEK bzw. werden im Zuge dessen bearbeitet?

Es gibt eine Bestandsaufnahme für das Gemeindegebiet, Grundlagenpläne zu den Themen Siedlungsstruktur, Freiraumstruktur und Verkehrsstruktur und darauf aufbauend einen Entwicklungsplan für das ganze Gemeindegebiet und einen noch genaueren Plan für die Entwicklung im Ortszentrum. Dazu kommt dann noch der neu überarbeitete Flächenwidmungsplan.

Wo liegen die größten Herausforderungen im Rahmen des ÖEK für unsere Heimatgemeinde?

Alberndorf ist eine flächenmäßig recht große Gemeinde mit 29 Ortschaften. Die Bevölkerung hat sich seit 1981 fast verdoppelt und ist in den letzten 20 Jahren fast um ein Viertel gewachsen. Damit wir weiterhin eine gute Lebensqualität haben, sollte es keine weitere Zersiedelung geben. Es sollte das Zentrum gestärkt werden. Das weitere Wachstum muss gut überlegt sein. Eine gute Infrastruktur, eine gute Kinderbetreuung und Schulen, Kanal- und Wasserversorgung etc. müssen gesichert werden. Wir haben eine relativ große Baulandreserve (etwa den Bedarf für 15 Jahre), die aber nicht verfügbar ist, weil kaum Grundeigentümer verkaufen wollen. 

Wofür setzen sich die Alberndorfer Grünen im Rahmen des ÖEK ein?

Klima – und Umweltschutz in der Gemeindeentwicklung stärker berücksichtigen, weniger Bodenversiegelung, neues Bauland nur dort, wo eine gute Erschließung da ist, vor allem auch beim öffentlichen Verkehr. Wir sollten alles tun, damit der motorisierte Verkehr nicht weiterwächst. Bestehende Fußwege sollen erhalten werden und attraktive neue Fuß- und Radwege sollen geschaffen und im ÖEK auch dargestellt werden. Bei der Erstellung hätten wir uns einen transparenteren Prozess mit breiterer Beteiligung gewünscht. Leider wurden die wesentlichen Fragen nur im Planungsausschuss in kleinem Kreis diskutiert. Aber immerhin konnten wir erreichen, dass es vor Beschlussfassung eine etwas vertiefte Information des Gemeinderates gab.

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