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21.09.2022 Presse

Weltalz­hei­mer­tag: Ein­bin­dung Be­trof­fe­ner und An­ge­hö­ri­ger

Symbolbild mit vier Händen die ineinander greifen

Oberösterreich braucht eine Selbsthilfeorganisation in denen sich Betroffene sowie Angehörige organisieren, austauschen und ihre Interessen vertreten können

„Demenz wird zur immer größeren Herausforderung für unser Gesundheits- und Pflegesystem. Es ist jede Einrichtung zu begrüßen, die hilft, diese enorme Herausforderung zu bewältigen. Aber es ist auch unverzichtbar, die Betroffenen selbst und auch deren Angehörige einzubinden. Eine unterstützte Selbsthilfe und Selbstvertretung der Betroffenen aufzubauen und zu etablieren, wie wir Grüne das seit geraumer Zeit fordern. Denn eine Einbindung der Betroffenen und Angehörigen müsste eigentlich selbstverständlich sein“, betont die Grüne Gesundheitssprecherin LAbg. Ulrike Schwarz anlässlich des heutigen Weltalzheimertages.

Servicestellen für Betroffen und Angehörige sind gut. Aber es geht um den Alltag der Betroffenen und dessen bestmöglicher Bewältigung. „Es gilt Lebensqualität, Lebensbedingungen, soziale Teilhabe und Wertschätzung für die Demenz-kranken Menschen zu verbessern und auszubauen. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten Selbsthilfeorganisationen in denen sich Betroffene sowie Angehörige organisieren, austauschen und auf diesem Wege ihre Interessen vertreten können“, betont Schwarz und verweist die Erfolge von „PROMENZ“ in Wien und Niederösterreich – der ersten österreichischen Selbsthilfegruppe für Menschen mit Vergesslichkeit oder beginnender Demenz.

Schwarz: „Genau eine solche Selbsthilfeorganisation brauchen wir auch in Oberösterreich. Eine Struktur, die den Betroffenen und Angehörigen nicht nur Raum für Austausch, sondern auch Stimme für ihre Anliegen gibt. Nur wenn man ihre Anliegen hört und ernst nimmt, kann man deren Situation auch verbessern. Die Lebensbedingungen für Betroffene können vor allem durch Dialog mit der Gesellschaft verbessert und so der Stigmatisierung entgegengewirkt werden. Sonst bleibt jedes politisches und pflegerisches Bemühen lückenhaft und eine Einbahnstraße“.

Ulrike Schwarz
Ulrike Schwarz

Landtagsabgeordnete

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