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15.02.2024 Allgemein

Wels: Grü­ne Of­fen­si­ve zum Spiel­sucht­the­ma

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Die Fraktion der Grünen Wels hat für die Gemeinderatssitzung am 26.2.2024 eine Aktuelle Stunde zum Thema "Spielsucht" beantragt. Nach dem medialen Erfolg der letzten Aktuellen Stunde zum Thema „Jugendnotstand“ wollte die FPÖ wohl einem Thema der Grünen nicht schon wieder zu viel Aufmerksamkeit zugestehen und beantragte schnell noch selbst eine Aktuelle Stunde.

Gut, dass die Grünen Wels das Thema auch als Initiativantrag eingebracht haben.

Der Initiativantrag richtet sich an das Land Oberösterreich und fordert eine Evaluierung und Erhöhung der Lustbarkeitsabgabe, mit der die Kommunen die Wettterminals und Spielapparate besteuern. Im Vorfeld wurde ein möglichst parteienübergreifendes Vorgehen angestrebt. Der Antrag wird auch unterstützt von den Fraktionen FPÖ, SPÖ, ÖVP, GRÜNE sowie der MFG. Bei der aktuellen Stunde werden alle Fraktionen ihre Statements zum Thema „Spielsucht und Handlungsmöglichkeiten“ abgeben. Berichterstatter wird das grüne Fraktionsmitglied Ralf Drack sein.

Bei der Lustbarkeitsabgabe schöpft Wels die maximalen Möglichkeiten bereits aus. Diese fallen nach Ansicht der Grünen zu gering aus und sollen deswegen erhöht werden. “Es kann nicht sein, dass die Steuer- und Abgabenlasten für fast alles steigen, nur für die Wettanbieter nicht”, so Ralf Drack.

Sportwetten gelten in Österreich nicht als Glücksspiel. Online-Angebote, aggressives Marketing und Influencer führen zu einem Anstieg der Spieler:innen. Vulnerable Gruppen wie Kinder, Jugendliche, Armutsgefährdete und bildungsferne Milieus sind besonders von der Suchtgefahr betroffen.

40 000 bis 60 000 Menschen gelten in Österreich als spielsüchtig, nochmal so viele als online-spielsüchtig. Die finanziellen und in weiterer Folge sozialen Folgen sind gravierend. Nicht nur die – meist männlichen – Spieler zerstören ihre Existenz, oft sind ganze Familien mit betroffen.
Zunehmend werden auch Kinder und Jugendliche zur Zielscheibe illegaler Angebote im Internet. Glücksspielexperten wie die Grazer „Fachstelle Glückspielsucht“ wissen von gravierenden Problemstellungen zu berichten. 85% der Kinder und Jugendlichen haben im Internet bereits Spiele mit In-Game-Käufen konsumiert. Die Hälfte davon hat Käufe getätigt. Häufig mit der Google-Playcard.
“Es wird in Wels zu wenig gegen die Gefahr der Spielsucht unternommen. Es braucht ein Spielsucht-Monitoring, mehr Prävention und Bewusstseinsarbeit in den Communities oder Sportvereinen“, meint Gemeinderat Ralf Drack, der als Streetworker die Problematik sehr gut kennt.

 

Rückfragen an Gemeinderat Mag. Ralf Drack 0677 / 64423543

Ralf Drack
Ralf Drack

Parteifreier Gemeinderat

[email protected]
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