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03.05.2022 Allgemein

Stell dir vor es ist Krieg, und kei­ner geht hin.

Sonnenblumenfeld und blauer Himmel

Wenn es doch in Wirklichkeit auch so leicht gehen würde. Kaum vorstellbar, aber doch ist in unserer Nähe ein Krieg ausgebrochen und dieser hat natürlich auch unser Leben auf den Kopf gestellt.

 

Wie in einem Schock-Zustand hatten wir alle einige Zeit nichts anderes im Kopf als diesen grausamen Krieg in der Ukraine. Jede alltägliche Tätigkeit kommt einem, im Angesicht des großen Leids in einem nahegelegenen Land, unwichtig und belanglos vor. Und so ging es auch uns allen bei den Grünen Alkoven. 

Eine Woche nach Kriegsbeginn haben wir uns dann zusammengefunden (wiedermal nur online) um zu klären, wie wir helfen können. Innerhalb kürzester Zeit haben wir ein (kleines) Netz an Dolmetschern aufgebaut, Sachspenden besorgt und organisierten ein Treffen für bereits geflohene Ukrainer*innen im  Pfarrheim Alkoven. Durch die Zusammenarbeit konnten wir auch Geflohene vermitteln und so ein Dach über den Kopf schenken. 

Das Treffen zum Austauschen war vor allem für Unterkunftsgeber*innen interessant, denn mit der Aufnahme von Geflohenen entstehen auch sehr viele Fragen. 

 

Hier möchten wir allen, die Schutz angeboten haben ein großes DANKE aussprechen – es ist nicht selbstverständlich und zeigt in dieser grausamen Zeit, dass wir alle ein großes Herz haben, wo auch gerne für ein paar mehr Leute Platz ist.  Und ebenfalls DANKE möchten wir für alle Sach-, Geld- und Zeitspenden sagen – jeder kleinste Beitrag hilft. 

 

Keiner kann sagen, wie lange der Krieg noch andauern wird, darum ist nachwievor jede Hilfe gefragt.

Außerdem werden immer wieder Sach- bzw. Geldspenden gebraucht – am besten bei offiziellen Einrichtungen (Volkshilfe, Caritas, Nachbar in Not, Rotes Kreuz usw.) nachfragen und je nach Bedarf spenden. Denn eines ist klar – selbst wenn der Krieg schon vorbei sein sollte, es wird in der Ukraine an sehr vielem fehlen. 

 

Solltest du als Unterkunftsgebende Person Fragen haben oder Unterstützung brauchen, kannst du dich gerne bei mir melden. Ich hatte selber über 4 Wochen lang eine kleine Familie bei mir im Haus und kann mittlerweile bei der einen oder anderen Frage behilflich sein.  

 

Eines kann ich aus eigener Erfahrung sagen: das Anpacken, das Mithelfen, das Sammeln von Sachspenden oder auch die Aufnahme von geflüchteten Menschen gibt Zuversicht, lässt einen nicht mehr nur tatenlos zusehen und gibt ein wenig das Gefühl, dass endlose Leid lindern zu können. Und es gibt nichts Schöneres als das DANKE von jemanden, dem geholfen wurde. 

 

Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass allen geflohenen Menschen so unbürokratisch und schnell geholfen werden würde. Denn Krieg ist Krieg, ganz egal in welchem Land er stattfindet. Frieden braucht die Welt. 

Tanja Kraska
Tanja Kraska
Ersatzgemeinderätin
tanja.kraska@gmx.at
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