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08.07.2022 Allgemein

Per­ger "Stif­ter­straße"

Stifterstraße in Perg

Die Stifterstraße bildet die mittlere Nord-Südachse der Stadt, die eine direkte Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und der Südstadt samt EKZ herstellt. Diese innerstädtische Lage begünstigt die Benützung der Straße zum Durchfahren, wenngleich sie ursprünglich als reine Anrainer-Zufahrtsstraße angelegt wurde. Die südlich und entlang der Stifterstraße neu entstandenen Wohnsiedlungen erhöhen neben der allgemeinen Zunahme des Individualverkehrs zusätzlich die Verkehrsfrequenz.  

 

Die Anrainer:innen der Stifterstraße sind daher zusehends mit einer Verkehrsbelastung konfrontiert, die für sie schwer erträglich ist. 

Zusätzlich wird die vorhandene 30km/h-Beschränkung viel zu oft nicht eingehalten.

Es gäbe eine Vielzahl von Möglichkeiten verkehrspolizeilicher Maßnahmen zur Eindämmung und Beruhigung des Verkehrs: Einbahn, bauliche Maßnahmen; Umwidmung der Straße zur Straße für alle Verkehrsteilnehmer:innen “shared space = Begegnungszone”, Herabsetzung der Fahrgeschwindigkeit auf 20km/h,  etc…

 

Gerade im innerstädtischen Verkehr sollte Verkehr nicht ausschließlich und überwiegend über die fossile Mobilität gedacht sein, sondern vielmehr auf sämtliche Verkehrsteilnehmer:innen erweitert sein. Begegnungszonen (shared space) sind gemeinsame Verkehrsflächen für sämtliche Mobilitätsformen im gleichen Rang für alle Verkehrsteilnehmer:innen. 

 

In Zukunft sollen schwache Verkehrsteilnehmer:innen wie Fußgänger:innen und Radfahrer:innen als gleichwertige Partner im Straßenverkehr erachtet werden. 

Da die Fahrbahnbreite in der Stifterstraße sehr gering ist, wäre es naheliegend, ein solches Konzept umzusetzen. Daher haben wir unter anderem dieses Modell der Gemeinschaftsstraße bzw. Begegnungszone zur Umsetzung vorgeschlagen. 

 

“Shared Space” als Begegnungszone ist ein Verkehrsgütesiegel, auf der das wünschenswerte Verkehrsverhalten der Zukunft abgebildet ist. 

Auch in der Stifterstraße wäre es nicht nur im zentrumsnahen Bereich anwendbar. Weiters ist vor allem bei der künftigen Verkehrsgestaltung des Stadtzentrums (Hauptplatz, Herren- bzw. Linzerstraße) der Beruhigung mittels Begegnungszonen und Ähnlichem der Vorrang einzuräumen. 

 

Ortschaften, die ein solches Verkehrs- und Planungskonzept vermehrt anwenden, berichten von einer wirtschaftlich-geschäftsanregenden, kulturellen und sozialen Belebung des öffentlichen Verkehrsraumes.

Den politisch Verantwortlichen wurde bereits die Anrainerinitiative aus der Stifterstraße mit Forderungen nach Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung vorgelegt, weshalb im Verkehrsausschuss Beratungen dazu stattgefunden haben. Eine Entscheidung steht noch aus. 

Die Zeit, den Verkehr so entwickeln zu lassen, wie er sich eben entwickelt, ist vorbei. Lenkungsmaßnahmen sind erforderlich, alles andere läuft der Lebensqualität der betroffenen Menschen zuwider und wäre unverantwortlich.  

Gerhard Hofstetter
Gerhard Hofstetter

Anrainer der Stifterstraße

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