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15.09.2022 Presse

Schwarz-Blau soll Rad­ver­kehr end­lich ernst neh­men

Symbolbild Fahrrad

Ohne überfällige Radoffensive ist eine wirkliche Verkehrswende nicht möglich – wo bleiben die nötigen und vor allem auch sicheren Radwege in Oberösterreich – Potential des Radverkehrs wird nicht ansatzweise genutzt

„Unsere Mobilität muss und wird sich ändern. Die kommende Mobilitätswoche wird uns das wieder dringlich nahelegen. Wir werden auch hier im Land wieder große Worte und Bekenntnisse der Landesverantwortlichen hören. Aber angekommen ist die dringend nötige Verkehrswende nicht ansatzweise. Der PKW-Verkehr dominiert, die Schiene dümpelt hinterher und vor allem der Radverkehr wird komplett vernachlässigt. Eine Radverkehrsoffensive mit einem umfassenden Radwegeausbau ist seit Jahren überfällig. Auf unsere Forderungen und Anträge ernten wir Grüne nur schwarz-blaue Beschwichtigung, Ausreden und Ablehnung. Eine neue, klimafreundliche Mobilität kann es aber nur geben, wenn endlich auch das Potential des Radverkehrs wirklich genutzt wird“, meint die Grüne Mobilitätssprecherin LAbg. Dagmar Engl anlässlich der startenden europäischen Mobilitätswoche.

Die Schieflage ist evident: Laut aktueller OÖ. Verkehrserhebung werden 69 Prozent der Wege mit dem motorisierten Individualverkehr, neun Prozent mit dem öffentlichen Verkehr und nur sechs Prozent mit dem Fahrrad zurückgelegt. Zudem sinkt der Radverkehrsanteil in OÖ, während er in anderen Bundesländern, Städten bzw. Gemeinden steigt und diese massiv in den Ausbau investieren.
„Aber die Landeskoalition reagiert nicht. Unser Antrag auf eine Radoffensive wurde kurzerhand abgelehnt. Wenns um den PKW-Verkehr geht, müssen Radprojekte weichen. Man ignoriert Radfahren als wichtigen Teil der Mobilitätswende. Man ignoriert die Bereitschaft der Oberösterreicher:innen das Rad zu nutzen und auch deren Sicherheitsbedürfnis“, betont Engl und weist darauf hin, dass jeder dritte tödliche Unfall mit Fahrrädern oder E-Bikes im Vorjahr in Oberösterreich passiert ist.

„Die Leute steigen aufs Rad, wenn sie sich ungefährdet fühlen auch wenn auf der Landstraße die Autos vorbeidonnern. Wir brauchen daher mehr und vor allem sichere Radwege. Nicht nur in den Städten, sondern auch Überland. Ein dichtes Radwegenetz, sichere Landesradwege entlang von Landesstraßen und Hauptradrouten sowie breite und kreuzungsfreie Wege. Die Mobilitätswoche zu beklatschen, reicht dafür nicht. Das alles gehört endlich umgesetzt“, betont Engl.

Dagmar Engl
Dagmar Engl

Landtagsabgeordnete und Stellvertretende Landessprecherin

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