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12.05.2022 Presse

Der Na­tion­al­park Kalka­lpen droht zu schrumpfen

Wenig ermutigende Antworten von LR Haimbuchner – Land hat sich weder um die Alpe am Kampachtal bemüht, noch ist eine Erweiterung geplant, obwohl das im Nationalparkgesetz steht

„Der Nationalpark OÖ Kalkalpen droht zu schrumpfen und Naturschutzlandesrat Haimbuchner schaut zu. Das legen zumindest seine Antworten auf unsere mündliche Anfrage zur verkauften Laussabauernalm nahe, die Teil der Alpe am Kampachtal ist. Er hat weder versucht diese Alm für das Land zu kaufen, noch will er das bei anderen Flächen machen, um sie für den Nationalpark zu erhalten. Damit droht ein Präzedenzfall, der am Ende zu einer Verkleinerung des Nationalparks führen könnte. Dass zumindest der Abbau von Aussichtsplattformen sowie Erlebnisstationen des Nationalparks auf der Laussabauernalm vorerst verhindert wurde, ist nur ein kleines Trostpflaster“, kommentiert der Grüne Naturschutzsprecher Rudi Hemetsberger die Auskünfte von LR Haimbuchner.

Bekanntlich verlangen die neuen Eigentümer der Alpe am Kampachtal einen Abbau der Nationalpark-Infrastruktur. Den Eingang dieses Schreibens der Grundeigentümer an den Nationalpark bestätigt LR Haimbuchner, ebenso, dass man sich in ersten Gesprächen auf ein vorläufiges Moratorium gegen diesen NP-Infrastrukturrückbau-Schritt geeinigt hat.

 

„Das ändert nichts daran, dass der mögliche Verlust dieser Alpe für den Nationalpark abwendbar gewesen wäre. Bereits im Jahr 2020 haben die Grünen auf die drohende Gefahr hingewiesen. Das Land hätte sich um dieses Gebiet bemühen, es kaufen können. Aber das hat es nicht getan und jetzt ist die Misere augenscheinlich. Da LR Haimbuchner einen Grundflächenkauf durch das Land auch bei künftigen Verkaufs-Projekten nicht in Betracht ziehen will, schwebt über dem Nationalpark eine dauerhafte Verkleinerung“, befürchtet Hemetsberger.

 

„LR Haimbuchner will nicht nur keine Nationalpark-Flächen erwerben, die zum Verkauf stehen. Er will den Nationalpark auch grundsätzlich nicht erweitern. Aber diese Erweiterung auf Bereiche der Haller Mauern und das Tote Gebirge steht bereits seit 25 Jahren im Oö. Nationalpark-Gesetz. Diese Naturschutzperle darf nicht weiter schrumpfen, sie muss wachsen. Das ist kein hehrer Wunsch, sondern ein gesetzlich verankerter Auftrag, an den wir Grüne LR Haimbuchner gerade anlässlich des heurigen 25-Jahre-Jubiläums des NP Kalkalpen mit aller Vehemenz erinnern werden“, betont Hemetsberger.

 

Rudi Hemetsberger

Landtagsabgeordneter und Bürgermeister

rudi.hemetsberger@gruene.at
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