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29.04.2024 Allgemein

Kon­flikt in der Um­welt­kom­mis­si­on der „­Müll­ver­bren­nung“

Luftbild Welser Abfallverwertung

„Vorgehen der Energie AG ungeschickt“

Die “Umweltkommission der Welser Abfallverwertung (WAV)” ist ein Beteiligungsverfahren, dass seit 1992 die Angelegenheiten der Anrainerinnen und Anrainer der WAV aus Wels, Schleißheim, Marchtrenk und Thalheim, der Gemeindevertreter:innen  und der Energie AG regelt. Moderiert wurde das Modell von Beginn an vom Institut Retzl des DDr. Helmut Retzl. Die Umweltkommission arbeitete allgemein anerkannt mit großem Erfolg und konnte die langjährigen Konflikte um die Müllverbrennung deutlich entschärfen. Ganz deutlich muss hier gesagt werden, dass die Umweltkommission keine freiwillige Serviceeinrichtung oder dergleichen der WAV/Energie AG ist, sondern ein komplexes Bürgerbeteiligungsverfahren mit einer klaren Geschäftsordnung. Anfang April beendete die Energie AG überraschend die Zusammenarbeit mit DDr. Retzl.

Dazu Umwelt- und Klimastadtrat Thomas Rammerstorfer:

„Dieses einseitige Vorgehen stößt offenbar bei vielen Anrainer*innen auf Unverständnis. Eine Begründung für das Verhalten der Energie AG erschließt sich mir bis dato nicht. Ich halte das Vorgehen der Energie AG nicht nur für politisch unklug, es entspricht auch nicht der Geschäftsordnung der Umweltkommission. Die Beunruhigung bei den Anrainer*innen ist groß. Eine Entschärfung des Konfliktes ist meines Erachtens nur möglich, wenn sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und das weitere Vorgehen von der Geschäftsordnung der Umweltkommission gedeckt ist.“

Eine Reform der Kommissionsarbeit kann sich Rammerstorfer grundsätzlich vorstellen: „Natürlich kann und soll man solche Foren auch verändern und anpassen können. Dabei muss man aber sensibel vorgehen und die Menschen von Anfang an miteinbeziehen.“ Der Umweltstadtrat bleibt aber positiv: „Wir haben eine langjährige gute Partnerschaft mit der Energie AG. Jetzt ist ein Fehler passiert, aber wir werden eine Lösung finden.“ Es sei auch durch die Styrol-Sache eine gewisse Verunsicherung in der Pernau spürbar. Für 21. Mai plant Rammerstorfer dort eine Bürgerfragestunde zu den aktuellen Problemstellungen.

Thomas Rammerstorfer
Thomas Rammerstorfer

Stadtrat

[email protected]
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