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10.07.2022 Allgemein

Kin­der­be­treu­ung: Wo es Un­ter­stüt­zung braucht!

Kinder lernen

„Kinder sind unsere Zukunft!“ – das hören wir oft, und es stimmt ja auch! Familien müssen daher aus dem Steuertopf entsprechend unterstützt werden. Und jene, die es schwierig haben, umso dringender, unbürokratischer und großzügiger. Auch in Vorchdorf ist das immer wieder Thema: aktuell in der Gemeinderatssitzung vom 5. Juli 2022.

 

In Vorchdorf sind die Kinderbildungs- und betreuungseinrichtungen im August geschlossen. Der Bedarf wird jährlich abgefragt bzw. erhoben. Kommt, so wie auch in diesem Jahr, eine Mindestanzahl an Kindern nicht zustande, gibt es eine Kooperation mit Laakirchen. Konkret beginnt das Arbeitsjahr der Krabbelstube in der Fischböckauer Straße am ersten Montag im September und dauert bis zum letzten Freitag im Juli. Der Besuch der Krabbelstube ist nach den Bestimmungen des Oö. Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes für Kinder mit Hauptwohnsitz in Oberösterreich ab dem vollendeten 30. Lebensmonat vormittags elternbeitragsfrei. ÖVP und FPÖ haben in Oberösterreich jedoch entschieden, dass seit 1. Februar 2018 nachmittags, sprich ab 13:00 Uhr, ein Elternbeitrag zu leisten ist. Der Vorchdorfer Gemeinderat bekannte sich auf Initiative der Grünen dazu, soziale Härtefälle zu vermeiden. Einkommensnachweise für die Berechnung des Elternbeitrages sind bei der Gemeinde abzugeben. Diese Regelung entspricht auch der Situation in den drei Kindergarten-Standorten M. Kitzmantelstraße, Kapellenweg und Fischböckauer Straße. Wichtig: In den Herbst- und Semesterferien der Schulen ist der Kindergarten mit Bedarfserhebung geöffnet – Voraussetzung mindestens zehn Kinder –, und die Erziehungsberechtigten bzw. -verantwortlichen verpflichten sich, dass das Kind insgesamt mindestens fünf Wochen pro Jahr, davon mindestens zwei Wochen durchgehend, Ferien außerhalb des Kindergartens verbringt.

 

Hort wird zur Nachmittagsbetreuung

Der Mangel an Hortpädagog:innen führt dazu, dass ab September der Vorchdorfer Hort in eine Nachmittagsbetreuung umgewandelt wird. Die Kinder bekommen in der Lernzeit Unterstützung durch ausgebildete Lehrer:innen bei der Bearbeitung von Hausübungen, der Festigung der Unterrichtsinhalte und individuelle Förderung. Im anschließenden Freizeitteil werden dann die bestehenden Horthelfer:innen eingesetzt. Die Betreuungszeit soll bis 17:00 Uhr laufen, freitags bis 16:00 Uhr und auch an nur einem Wochentag möglich sein. Zudem wird eine Betreuung an schulfreien Tagen sowie im Juli angestrebt. Um auch einkommensschwächeren Familien eine Betreuung bieten zu können, soll der Tarif – wie bisher beim Hort – einkommensgestaffelt festgesetzt werden.

 

Wir Grüne wissen, dass Kinderbetreuung ein emotionales Thema ist. Umso wichtiger, offen und wertschätzend zum Wohle unserer Kleinsten im Gespräch zu sein.

Reinhard Ammer
Reinhard Ammer

Landtagsabgeordneter, Fraktionsobmann Grüne Vorchdorf, Gemeindevorstand, Bezirkssprecher

[email protected]
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