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09.09.2022 Presse

Ju­gend­li­che brau­chen Per­spek­ti­ve, wenn sie in Pfle­ge gehen

Symbolbild mit vier Händen die ineinander greifen

Ohne deutlich verbesserter Rahmenbedingungen werden viele junge Interessierte bald und ausgebrannt das Handtuch werfen – Verbesserungen durch Pflegestrategie des Bundes in Oberösterreich umsetzen

Selbstverständlich müssen wir die Jugend für den Pflegeberuf gewinnen und Maßnahmen dafür sind gut und richtig. Aber erstens sind die jungen Interessierten bedachtsam an den so herausfordernden Beruf heranzuführen. Zweitens werden sie sich nur dafür entscheiden und vor allem im Pflegeberuf bleiben, wenn sie dort eine echte Perspektive sehen. Wenn die Rahmenbedingungen passen und sie nicht nach kurzer Zeit ausgebrannt das Handtuch werfen. Wir haben den Pflegeberuf jetzt zu attraktivieren, besser zu entlohnen, den immensen Druck herauszunehmen. Sonst wird jede jugendliche Begeisterung für diesen so wichtigen Beruf rasch verfliegen“, meint die Grüne Gesundheitssprecherin LAbg. Ulrike Schwarz.

Für Schwarz ist es kontraproduktiv, die jungen Menschen zu rasch mit den vollen Belastungen des Pflegeberufs zu konfrontieren. „Da kommt es rasch zur physischen und vor allem psychischen Überforderung. Es muss vielmehr ein Prozess sein, der die Jungen schrittweise an die Herausforderungen heranführt. Sonst geben viele auf und sind für den Pflegeberuf verloren“, meint Schwarz.

Auf die Jugend zu setzen, ist der mittel- bis langfristige Weg gegen den massiven Pflegenotstand. Klar ist, dass auch aktuell dringendst und sofort einsatzfähiges Personal gebraucht wird. Beides ist nur zu schaffen, wenn die Rahmenbedingungen deutlichst verbessert werden. „Die Pflegestrategie des Bundes hat hier die Basis gelegt. Das Land hat dafür zu sorgen, dass die Verbesserungen bei den Pflegekräften auch wirklich ankommen. Von den Lohnsteigerungen, über die Ausbildungsförderungen bis zu den Entlastungen. Dies bedeutet auch, den Mindestpflegeschlüssel zu verbessern und die Pflegekräfte von administrativen Aufgaben zu entlasten. In den Pflegeberuf kommen und bleiben. Das wird es nur mit einer Attraktivierung geben – unabhängig vom Alter“, betont Schwarz.

Ulrike Schwarz
Ulrike Schwarz

Landtagsabgeordnete

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