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02.05.2022 Presse

Eva­lu­ie­rung des klei­nen Glück­spiels kommt

Symbolbild Spielautomaten

Grüne Forderung nach Evaluierung des kleinen Glücksspiels wird umgesetzt – Oberösterreich weiter Hotspot des illegalen Zockens - auf Basis von ExpertInnen-Wissen Situation genau analysieren und die Konsequenzen ziehen

„Es ist längst überfällig, dass das Thema Glückspiel aus dem Hinterzimmer wieder ins politische Rampenlicht kommt. Die Legalisierung im Jahr 2011 wurde seither nie evaluiert. ExpertInnen sollen das kleine Glücksspiel in Oberösterreich genau unter die Lupe nehmen, das Gesetz durchleuchten. Genau das haben wir Grüne mit unserem Antrag eingefordert und ist durch die Erkenntnisse des Vereins Spielerhilfe unumgänglich geworden. Dass das illegale Zocken in Oberösterreich ein Problemfall ist, ist wohl bekannt. Die Legalisierung des kleinen Glücksspiels hat daran offensichtlich wenig ändert. Darum sollte am Ende des Diskussionsprozesses auch ein neuerliches Verbot des kleinen Glücksspiels geprüft werden“, meint die Grüne Sicherheitssprecherin LAbg. Anne-Sophie Bauer zum angekündigten Hearing.

Seit über 10 Jahren ist das kleine Glücksspiel in Oberösterreich erlaubt. Man wollte einen kontrollierbaren Bereich schaffen, in dem der SpielerInnen- und Jugendschutz besser wahrgenommen werden kann und damit das illegale Glücksspiel zurückdrängen. „Aber das illegale Zocken ist nicht unter Kontrolle und Oberösterreich vielmehr Hotspot des illegalen Glücksspiels, hinter dem organisierte, kriminelle Banden stehen. Auf Basis von genauen Fakten und ExpertInnen-Wissen müssen wir die Situation jetzt neu bewerten und die Konsequenzen daraus ziehen“, betont Bauer.

Die Erhebungen des Vereins Spielerhilfe haben Folgen des Gambelns ebenso drastisch aufgezeigt wie die Notwendigkeit zu handeln. „Glücksspiel ist eine Droge, die leider viel zu oft in die Sucht führt, Existenzen bedroht und zerstört. Eine Sucht, an der Kriminelle massiv verdienen. Oberstes Ziel muss sein, die Menschen in OÖ vor Spielsucht und massiver Verschuldung zu schützen. Welche Gesetzeslage das am besten leisten kann, muss evaluiert werden“, betont Bauer.

Anne-Sophie Bauer
Anne-Sophie Bauer

Landtagsabgeordnete

anne-sophie.bauer@gruene.at
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