Skip to main content
24.10.2022 Presse

Ge­schlos­sen gegen die stei­gen­de Ge­walt gegen Frau­en

Dagmar Engl und Anne-Sophie Bauer beim Lokalaugenschein im Gewaltschutzzentrum Linz

Grüner Lokalaugenschein im Linzer Gewaltschutzzentrum - eklatanter Anstieg bei Betretungs- und Annäherungsverboten, sowie bei Klient:innenanzahl – auch Land OÖ muss Unterstützung für Gewaltschutz und die Gewaltprävention weiter ausbauen

Informationen sammeln, Entwicklungen aufzeigen und Aufgaben an die Politik mitnehmen – das waren die Eckpunkte eines Lokalaugenscheines der Grünen Sicherheitssprecherin LAbg. Anne-Sophie Bauer und der Grünen Frauensprecherin LAbg. Dagmar Engl im Linzer Gewaltschutzzentrum. Intensive Gespräche mit Geschäftsführerin Eva Schuh brachten eine Bestandsaufnahme und einen Eindruck von steigenden Herausforderungen.

Immer sorgen erst Femizide für Erschütterung – doch sie sind bereits die maximale Eskalation von Gewalt gegen Frauen und erschütternder Ausdruck einer fatalen Entwicklung. Denn die Gewalt gegen Frauen im Allgemeinen steigt weiter stetig an. 2021 wurden 2.972 Klient:innen durch das Gewaltschutzzentrum beraten. Rund Zweidrittel der Betroffenen wurden von der Polizei im Zusammenhang mit einem Betretungs- und Annäherungsverbot vermittelt. Im ersten Halbjahr 2022 kam es sowohl bei den Betretungs- und Annäherungsverboten, als auch bei der Klient:innenanzahl zu einer massiven Steigerung. Es wurden 1184 Betretungs- und Annäherungsverboten ausgesprochen, im 1. Halbjahr 2021 waren es 980, die Gesamtzahl der Klient:innen betrug 1825 im Vergleich zu 1538 im 1. Halbjahr 2021.

Die Grüne Sicherheitssprecherin LAbg. Anne-Sophie Bauer. „Die Krisen, von Corona-bis Teuerung, befeuern häusliche Gewalt und damit diese fatale Entwicklung. Ihr müssen wir uns mit allen Mitteln entgegenstellen. Das Gewaltschutzzentrum leistet hier unschätzbar wertvolle Arbeit. Es gibt den betroffenen Frauen Rückhalt, Sicherheit und eine Perspektive. Frauen zu schützen heißt aber auch die Präventionsarbeit massiv zu stärken. Und das geht vor allem gemeinsam mit der Exekutive. Die neu eingeführten Präventionsbeamten, die nun an jeder Polizei-Dienststelle vor Ort stationiert sind, haben hier eine ganz wesentliche Rolle. Ziel es ist, häusliche Gewalt früher erkennen und reagieren zu können. Klar ist aber auch, dass die Präventionsarbeit weiter ausgebaut werden muss, etwa auch im Bildungsbereich. Denn der beste Schutz für Frauen ist Gewalt gar nicht erst zuzulassen“.

Die Grüne Frauensprecherin LAbg. Dagmar Engl: „Was wir mitgenommen haben aus den Gesprächen ist auch der klare Auftrag an die Politik, den Schutz der Frauen und Mädchen mit allen Kräften auszubauen. Der Bund macht das bereits. Erstens durch die Novellierung des Gewaltschutzgesetzes auf Druck der Grünen. Denn damit wird die Arbeit der Gewaltschutz- und Gewaltpräventionseinrichtungen vor Ort maßgeblich unterstützt. Zweitens durch erhebliche Finanzmittel wie eben jüngst aus dem erhöhten Frauenbudget, die auch den Gewaltschutzzentren zugutekommen. Aber auch das Land Oberösterreich ist hier gefordert die notwendigen Mittel für weitere Verbesserungen zur Verfügung zu stellen und die wichtige präventive Arbeit der Frauenberatungsstellen zu sichern. Für den Schutz von Frauen und Mädchen zu sorgen und Gewalttaten zu verhindern, ist eine gemeinsame Aufgabe. Der Politik, der Behörden, der entsprechenden Institutionen und auch der Zivilgesellschaft“.

 

Foto vlnr.: LAbg. Dagmar Engl, Geschäftsführerin Eva Schuh, LAbg. Anne-Sophie Bauer

Dagmar Engl
Dagmar Engl

Landtagsabgeordnete und Stellvertretende Landessprecherin

[email protected]
Anne-Sophie Bauer
Anne-Sophie Bauer

Landtagsabgeordnete

[email protected]
Beitrag teilen
1
2
3
4
5
6
7
8