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03.05.2022 Allgemein

Ener­gie­po­li­tisch nach­ge­dacht …

Erdgas Abbau

Wie kann es sein, dass hochentwickelte Staaten wie Österreich und Deutschland in eine Abhängigkeit bei der Erdgasversorgung von bis zu 80 % von einem Lieferanten in den letzten Jahrzehnten von Politik und hochrangigen Managern manövriert wurden? 

 

Muss nicht nun unsere Energieministerin Leonore Gewessler ein Krisenmanagement anwenden und eine Suppe auslöffeln, die ihre Vorgänger in der Politik eingebrockt haben? 

 

Die Erdgasversorgung kommt einer „Nabelschnur“ gleich, wenn diese reißt, würde momentan unsere Wirtschaft und damit unser Lebensstandard in eine noch nie dagewesene Talfahrt der Rezession münden – manche Volkswirte sprechen von Auswirkungen wie in den 30er Jahren. Eine Erdgas-Abhängigkeit zu einem Land, das weit weg ist von demokratischen Regeln, müsste doch der vergangenen Politik von rot und schwarz/blau bewusst gewesen sein. Selbst der Kniefall einer blauen Außenministerin rüttelt niemand auf. Zu der Zeit genauso wie heute predigte die grüne Politik die erneuerbaren Energien auszubauen und generell unabhängiger von Risiko-Länder wie Russland zu werden. Hätte man in regelmäßigen Abständen eine sorgfältige Risikobewertung mit den geopolitischen Gegebenheiten vorgenommen, wäre eine Diversifizierung bei der Gaslieferung und der massive Ausbau von erneuerbaren Energien schon längst fällig gewesen. Das billige Gas der vergangenen Jahre war doch zu verlockend um eine Wende einzuleiten.  

 

Die Kosten für diese Fehler der Vergangenheit zahlen wir jetzt noch dazu in dem Bewusstsein, dass mit unseren Zahlungen der Gaslieferungen ein blutiger Krieg vor unserer Haustür geführt wird. 

 

Die Energiepolitik wird sich daher gründlich ändern müssen, damit eine derartige Katastrophe nie wieder eintreten kann.  

Reinhold Huber
Reinhold Huber
Fraktionsobmann, Bezirkssprecher
reinhold.huber@gruene.at
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