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03.05.2022 Allgemein

Ener­gien­ge­mein­schaf­ten: Ein Weg zur lo­ka­len Ener­gie­ver­sor­gun

Photovoltaik auf einem Stadl

Was steckt hinter einer Energiegemeinschaft?

Mit dem Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG), das seit Juli 2021 in Kraft ist, gibt es eine neue Form der lokalen bzw. der regionalen Energiekooperation. Die Gemeinschaft, sie besteht aus mindestens zwei oder mehr Mitgliedern, hat das Ziel Strom-Einspeiser aus erneuerbarer Erzeugung und Abnehmer lokal bzw. regional zusammen zu bringen. Man könnte es auch als eine virtuelle Marktgemeinschaft bezeichnen. Der Hauptzweck, so im EAG dargelegt, darf nicht im finanziellen Gewinn liegen. Die Gemeinschaft hat ihren Mitgliedern vorrangig ökologische, wirtschaftliche oder sozialgemeinschaftliche Vorteile zu erbringen. 

 

Welche Rolle kann hier die Gemeinde einnehmen? 

Sie kann nicht als Betreiber einer Gemeinschaft, sondern als Initiator und in weiterer Folge als Mitglied bzw. auch als Einspeiser in der Gemeinschaft auftreten. Wenn nun die Gemeinde Alkoven auf ihre öffentlichen Gebäude verstärkt PV-Anlagen errichtet, würde sie vielleicht mehr Strom erzeugen als sie eigens verbraucht, könnte damit Strom an die Gemeinschaft (Haushalte oder Betriebe) abgegebenen werden. Genauso können sich Betriebe oder Haushalte mit größeren Dachflächen als Erzeuger einbringen. 

 

Rechtsform der Gemeinschaft und erforderliche Organisation

Die Gemeinschaft bedarf einer eigenen Rechtsform. Bei lokalen Gemeinschaften innerhalb einer Gemeinde ist es in der Regel ein Verein, bei etwas größeren Gemeinschaften eine Genossenschaft oder GmbH. Die Rechtsform muss immer in Abwägung zwischen Verwaltungsaufwand und vorhandenen Risiken getroffen werden. 

Zur Abrechnung muss natürlich der Stromfluss innerhalb der Gemeinschaft bilanziert werden. Diese Leistung sowie die Abrechnungen erfordern eine externe Dienstleistung. Energieversorger aber auch andere Abrechnungsdienstleister versuchen bereits Lösungen zu entwickeln.

 

Finanzielle und ideelle Vorteile

Der finanzielle Anreiz beim Verbraucher besteht darin, dass der Arbeitspreis der Netznutzungsgebühr reduziert wird – bei einer lokalen Gemeinschaft sind dies 57 %. 

Es geht aber vor allem um ideelle Zielsetzungen wie einen lokalen Zusammenhalt schaffen, unabhängiger von großen Energielieferanten zu werden, aber auch das Energiebewusstsein zu fördern und schließlich einen wichtigen Beitrag zum örtlichen Klimaschutz zu leisten. 

Die Energiegemeinschaft könnte sich zB in weitere Folge auch der regionalen Lebensmittelversorgung annehmen. 

 

Wenn sie an der Energiegemeinschaft Interesse haben, so melden sie sich bei uns unter folgender E-Mail: 

[email protected]

Reinhold Huber
Reinhold Huber
Fraktionsobmann, Bezirkssprecher
[email protected]
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