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26.02.2024 Allgemein

EIN­FACH? Ja, ein­fach ZU­VIEL!

Old woman hand planting a fresh young plant on soil

Fast wöchentlich werden Zahlen zum Bodenverbrauch und zur Bodenversiegelung in OÖ bzw. Österreich veröffentlicht, und je nach Verfasser gehen die Daten fast diametral auseinander.

Aber ganz egal, wer den Anspruch auf Richtigkeit erhebt, mit offenen Augen unterwegs, fällt eines auf – es ist EINFACH ZUVIEL.

  • ein Zuviel an überdimensionierten Straßen, Linksabbiegern, Parkplätzen…
  • ein Zuviel an Kreisverkehren mit angeschlossenen Shoppingmeilen, die die Ortskerne verarmen und verkümmern lassen.
  • ein Zuviel an Leerstand – unabhängig ob alt oder neu

Früher waren Dörfer Selbstversorger. Geschäfte, Gewerbe und Wohnen fanden innerhalb eines definierten Raumes statt. Dann wurden im Zuge der modernen Raumplanung diese Bereiche sehr strikt voneinander getrennt. Irgendwann war dann auch das Lebensmittelgeschäft im Dorf zu klein. Der Umbau am Standort zu teuer, neues Bauen auf der grünen Wiese wesentlich günstiger. Und damit wurde das „Hinfahren“ statt „Hingehen“ ein MUSS.

Aktive Ortskerne

Unter dem Titel „Ortskernaktivierung – Region Gusental“ erfolgt jetzt aber ein Schritt Richtung „Wiederbelebung“ der Ortskerne. In dem vom Land OÖ geförderten Aktionsprogramm wird von den fünf Gusental-Gemeinden ein regionales Maßnahmenkonzept zur Aktivierung von Leerständen und Brachen und zur Belebung von Orts- und Stadtkernen erarbeitet. Mitte November ist das gemeinsame Projekt angelaufen. Ziel ist qualitätvolles Wachstum der Gemeinden nach innen, dies soll zur Eindämmung des Bodenverbrauchs beitragen. (Quelle: /www.rmooe.at/aktuelles/ortskernaktivierung-region-gusental) Wir GRÜNEN der Region Gusental werden von unserer Kollegin Martina Eigner aus Katsdorf vertreten.

Bodenverbrauch, Versiegelung, Leerstand, das sind alles unmittelbar zusammenhängende Thematiken, die letztlich mit unserem in den letzten Jahrzehnten übermäßigen Anspruch an Wachstum und Wohlstand korrelieren.

Neue Leitsätze

Aufgrund einer GRÜNEN Initiative von uns im Finanzausschuss, fand im September erstmals eine fraktionsübergreifende Gemeindebudgetklausur statt (Teilnehmer: Bürgermeister, Amtsleiter, Sachbearbeiter:innen, Gemeinderät:innen). Im Zuge der Diskussion wurden die von uns eingebrachten Themen „Redimensionierung“ sowie „Prüfung auf Notwendigkeit“ zur Formulierung von zwei Leitsätzen herangezogen, die für die Zukunft aber auch für laufende Projekte heranzuziehen sind. Erfreulich ist die hohe Zustimmung bei allen Fraktionen und Beteiligten.

Alexandra Leeb
Alexandra Leeb

Gemeinderätin

Mitglied Raumplanungsausschuss

Mitglied Finanzausschuss

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