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18.08.2021 Allgemein

Die Wei­chen stel­len für die ent­schei­den­den Kli­ma­schutz-Jahre

Symbolbild Solaranlage

Gmunden kann was beitragen und einiges besser machen!

Überflutungen gab es schon immer, ebenso Hagelunwetter, Stürme und Hitzeperioden – ja, das stimmt. Aber die Klimawissenschaft ist sich einig: der menschengemachte Klimawandel existiert und zeigt sich auch in einer Zunahme der Häufigkeit und Heftigkeit von solchen Ereignissen. Dieser Sommer hat das in vielen Teilen der Erde und auch bei uns zuhause in Gmunden schmerzhaft unter Beweis gestellt. Das Hagelunwetter im Juni hat in der Region fast niemanden völlig unbeschadet lassen, ein Tornado tobte an der Grenze zu Österreich, in Kanada gab es Rekordtemperaturen von 50 Grad Celsius, in Deutschland und Belgien waren durch Überflutungen über hundert Tote zu beklagen und nicht weit von uns, in Hallein, verursachten die Wassermengen viel Unheil. Es gibt nur noch wenige Menschen, denen damit nicht bewusst wird: das ist kein Sommer wie damals, sondern die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels.

Die entscheidenden Jahre für den Klimaschutz

Auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen wurde in Paris 2015 die erste rechtsverbindliche und weltweite Klimaschutzvereinbarung getroffen. Sie legt fest, dass die Erderwärmung auf 1,5°C begrenzt werden muss, um die Risiken und Folgen des Klimawandels zu vermindern und zu kontrollieren. Doch leider ist seit 2015 nicht viel passiert, um dieses Ziel zu erreichen und wir steuern eher auf eine Erwärmung von 3 bis 4 Grad mit fatalen Folgen zu. Derzeit verzeichnen wir einen Temperaturanstieg von 1,2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau. Das 1,5-Grad-Limit wird ohne radikale Emissionsminderungen bereits in ein bis zwei Jahrzehnten überschritten werden. Der Kampf gegen den Klimawandel braucht also einen Turbo, denn die Zeit zur Stabilisierung wird knapp. Das heißt: wir müssen es JETZT schaffen umzusteuern – auf allen Ebenen. Auch den Gemeinden kommt hier eine wichtige Rolle zu. Die nächsten Jahre sind entscheidend!

Gmunden kann was beitragen und einiges besser machen!

Die gute Nachricht ist: es ist möglich und dafür stehen die Grünen. Umsteuern bedeutet auch auf der Gemeindeebene hier in Gmunden die Umstellung auf eine CO2 neutrale Energieversorgung aus erneuerbaren Energien wie der Photovoltaik, die Etablierung von umweltfreundlichem Verkehr – öffentlich und privat, regionale Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfgesellschaft, entgegenwirken der Bodenversiegelung, Anpassung an die unvermeidbaren Auswirkungen der Klimaerwärmung durch die Schaffung von kühlen Schattenplätzen durch Bepflanzung, Unwetter Schadensprävention, ….

Zumindest bei Experten gibt es auch weitgehend Einigkeit dazu, dass Klimaschutz kein Rückschritt ist, sondern unsere Lebensgrundlage sichert, höhere Lebensqualität bringt, Perspektiven für nachfolgende Generationen und Impulse für die heimische Wirtschaft schafft. Also auf geht’s in diese lebenswerte Zukunft!

Martina Prechtl-Grundning
Martina Prechtl-Grundning

Gemeindegruppenmitglied

m.prec[email protected]
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