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14.08.2025 Allgemein

Chronik der Grünen Wels 1985 - 2025

Zusammengestellt von Walter Teubl

1980er - 1999

Die Anfänge der Welser Grünen liegen in verschiedenen Bürgerinitiativen zu Beginn der 1980er
Jahre: der Bürgerinitiative gegen Fluglärm (bestehend aus Flugplatzanrainer:innen), der Hainburg-
Demonstration in Wels mit rund 300 Teilnehmer:innen am 22. Dezember 1984 oder der Bürgerinitiative gegen den Westspangenbau.

Bereits vor ihrem Einzug in den Gemeinderat ließ die Gruppe immer wieder durch Leserbriefe in
verschiedenen Zeitungen oder Aktionen von sich hören. In einem Leserbrief am 14. Juli 1983
erschienen in der Welser Zeitung prangern Peter Gengler, Günter Ecker und Kornelia
Bankhammer den Umgangston im Welser Gemeinderat und die Ahnungslosigkeit mancher
Gemeinderät:innen an. Darüber hinaus wird ein fehlendes Umweltbewusstsein der Stadtpolitiker:innen
kritisiert, welches sie an der fehlenden bzw. gar nicht vorhandenen Stadtplanung (z.B. die
Osttangente, die mitten durch Wohngebiete geht, die wenigen sicheren und abgasfreien
Radwege etc.) festmachen.

Im April 1984 wird am Stadtplatz ein Baum gepflanzt. In einem Flugblatt heißt es dazu:

 

„Es war der erste und letzte Stadtplatzbaum. Denn der Stadtplatz wird verbetoniert. Unter den Pflastersteinen ist Beton. Da sickert kein Regenwasser durch für nachträglich gepflanzte Bäume oder Sträucher. … An Bäume wurde nicht gedacht. Auch richtige Grünflächen sind nicht vorgesehen. Die im Rathaus sitzenden Parteien wollen kein Grün in der Stadt! …. Diese Betoniererei (Stadtplatz, Tierpark, Messegelände, Kinderspielplätze, …) muss endlich ein Ende haben.“

Juli 1985: Die Grünalternative Bürgerliste tritt erstmals bei der Gemeinderatswahl mit acht Kandidat:innen an. Erstgereihter ist der Chemiker Günther Ecker, an zweiter Stelle steht die Diplomkrankenschwester Monika Kreutzer, gefolgt vom HTL-Lehrer Winfried Jiresch.

Die GAL fordert unter anderem: die Kürzung der Bezüge der Politiker:innen um ein Fünftel, ein Frauenhaus, den Vorrang von Bus und Rad vor dem motorisierten Individualverkehr, Ausbau des Recycling, die Verhinderung der Westspange wie auch die Einbeziehung der Welser Bevölkerung in die Stadtplanung.

August 1985: Neben der Grünalternativen Bürgerliste kandidieren in Wels auch die „Vereinigten Grünen Österreichs“, obwohl es zuerst so ausgesehen hat, als ob die GABL die einzige Grünpartei bei der Gemeinderatswahl bliebe. Durch diese Entwicklung wird eine Verunsicherung der Wähler:innen befürchtet und damit eine Aufteilung des grünen Potentials in der Stadt.

13.09.1985: Die Grünen rufen zur Fahrrad-Demonstration unter dem Motto „Vorrang für Rad und Bus“ auf. Sie setzen sich damit für ein Radwegnetz für die Innenstadt, Radfahrstreifen entgegen Einbahnen, Vorrang für Radfahrer, die im Zuge eines Radweges die Straße queren müssen, den Ausbau des Linienverkehrs und billigere Fahrttarife ein.

06.10.1985: Die Grünalternative Bürgerliste kann bei den Gemeinderatswahlen ein Mandat mit 1.237 (4,4%) der Wähler:innenstimmen erringen.

04.11.1985: In der konstituierenden Gemeinderatssitzung wird Günther Ecker als Mandatar der GABL angelobt. Er sorgt bereits nach der Angelobung für mediales Aufsehen, als er gegen die Wahl Karl Bregartners zum Bürgermeister stimmt.

Am 05.11.1985 erfolgt die offizielle Gründung der Partei „Die Grünen – Die Grüne Alternative Wels (Grüne Wels)“.

17.12.1985: Die Grünen stimmen im Gemeinderat gegen das Budget für das Jahr 1986. Sie argumentieren damit, dass darin zu viele Schulden gemacht werden.

Februar 1986: In einer Presseaussendung werfen die Grünen die Frage auf, was mit dem Lichtenegger Schlosspark passiert. Sie fordern die Öffnung eines Teils des Parks für die Öffentlichkeit und die Sperre der Durchfahrt für sämtliche Kraftfahrzeuge. Es soll jedoch zwischen Schul- und Stefanstraße ein Rad- und Fußweg durch den Park geschaffen werden.

01.06.1987: Die Grünalternative Bürgerliste bezieht ihr Parteilokal in der Dragonerstraße 38.

1988: Der beabsichtigte Bau der sogenannten Westspange, einer Autobahntrasse mitten durch das Wohngebiet Noitzmühle, ist immer noch ein großes Thema.

 

Im Vorfeld der GR-Wahl wird grünintern ein Wahlübereinkommen geschlossen. Danach verpflichten sich die künftigen Mandatar:innen 50% ihrer Einkünfte aus ihrer Tätigkeit als Mandatar:in an die Grünen Wels abzuführen. 20% dieser Summe sollen für soziale Zwecke verwendet werden. Weiters wird festgehalten, dass die aktiven Gemeinderatsmitglieder sich nach der Hälfte der Gemeinderatsperiode einer Wahl durch die Hauptversammlung der Grünen Wels über ihren weiteren Verbleib im Gemeinderat stellen müssen.

 

15.01.1990: Die Grünen kritisieren in einer Presseaussendung die zunehmende Versiegelung des Messegeländes.

29.08.1991: Die Grünen führen eine Ozonmessung im Stadtgebiet von Wels durch. Die dabei festgestellten hohen Werte bestätigen die Forderung nach einer autofreien Innenstadt. Des Weiteren verlangt die GAL laufende Ozonmessungen im Stadtgebiet und die Veröffentlichung der Ergebnisse.

06.10.1991: Bei den Gemeinderatswahlen 1991 treten die Grünen als „Grünalternative Liste (GAL)“ unter dem Slogan „Man(n) kann auch Frau wählen“ mit Eva-Maria Hebel und Friedburg Öfferlbauer als Spitzenkandidatinnen an. Die wichtigsten Themen für die GAL in diesem Wahlkampf waren: Müll, Lärm, Verkehr, Wohnen, Soziales, Stadtgestaltung und Ökologie.

 

Am Wahltag wird die GAL von 5,8% der Wähler:innen gewählt, was zwei Gemeinderatsmandate ergibt. Eva-Maria Hebel und Friedburg Öfferlbauer ziehen in den Gemeinderat ein.

16.11.1994: Der neue Vorstand besteht aus Friedburg Öfferlbauer, Isabella Irnstorfer, Eva-Maria Hebel, Hannelore Thannesberger und Christoph Spalt.

22.03.1995: In einer Klausur werden einzelne Arbeitsgruppen mit Themenschwerpunkten installiert. Die Gruppen haben dazu jeweils ein Budget von 5.000 Schilling zur Verfügung und werden von einer/m Verantwortlichen geleitet, welche/r auch im Grünen Plenum berichtet. Die folgenden vier Arbeitskreise werden eingeführt: Kinder und Jugend, Verkehr, Öffentlichkeitsarbeit und Stadtentwicklung, Wohnen.

05.04.1995: Der Streit mit Friedburg Öfferlbauer über den Zeitpunkt, wann sie ihr Gemeinderatsmandat zurücklegt, eskaliert. Ein Antrag, Öfferlbauer das Vertrauen zu entziehen, wird angenommen, was zur Folge hat, dass sie nicht länger als Mitglied der Grünen Wels gilt und auch nicht mehr im Vorstand vertreten ist.

10.12.1996: Erneut wird ein neuer Vorstand gewählt. Er besteht aus: Eva-Maria Hebel, Günther Ecker, Hermann Rainer, Peter Gengler und Hannelore Thannesberger.

Gemeinderatswahl 1997: Der Wahlkampf dieses Jahres steht unter dem Motto: Vision einer echten Ökostadt – „Wels leben“. Die Grünen überlegen, Mike Springer als eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen, entscheiden sich jedoch schlussendlich dagegen. Sie geben aber auch keine Empfehlung für einen der Kandidaten ab.

 

Mit 6,9% der Stimmen verzeichnen die Grünen ein leichtes Plus. Im Gemeinderat blieben sie weiterhin mit zwei Mandatar:innen vertreten: Michael Springer und Eva-Maria Hebel.

14.05.1998: In einer Presseaussendung fordern die Grünen ein Leihradsystem für die Welser Innenstadt zur Förderung einer sanften Mobilität in der Stadt. Eine weitere Forderung ist die Öffnung der Einbahnen für Radfahrer (Gegenverkehrsradler).

2000 - 2009

10.01.2000: Die Mitgliederversammlung wählt einen neuen Vorstand: Er besteht aus: Thomas Stadlbauer (Geschäftsführer), Michael Springer (Finanzreferent), Herbert Anreitter (Pressereferent) und den beiden Gemeinderäten Peter Gengler und Hannelore Thannesberger.

Frühjahr 2000: Am 5. April soll mit dem Bau der Westspange begonnen werden. Daher wird von den Grünen Wels ein sonntägliches Spazierengehen in der Au organisiert. Mit Flugblättern machen die Grünen auf diese Aktion aufmerksam.

26.06.2000: Nach Beratung und Abstimmung in der Mitgliederversammlung entschließt sich die Partei zum Kauf eines eigenen Parteilokals in der Rainerstraße.

18.09.2000: Peter Gengler, der Eva-Maria Hebel in ihrer Karenz 1998 abgelöst hat, scheidet wieder aus dem Gemeinderat aus. Das Mandat wird von Herbert Anreitter übernommen. Schwerpunkte seiner Arbeit werden Stadtentwicklung, Verkehrspolitik sowie Kultur und Medien.

25.09.2000: Aufgrund des Gemeinderatsmandats von Herbert Anreitter ist seine Funktion im Vorstand vakant. Die Mitgliederversammlung wählt Otto Bauer als neues Vorstandsmitglied.

17./18.05.2001: Nach Renovierungsarbeiten, bei denen vor allem der persönliche Einsatz von Thomas Stadlbauer und Otto Bauer hervorzuheben ist, wird das Lokal der Grünen Wels durch Bundessprecher Alexander Van der Bellen offiziell eröffnet. Dazu gibt es ein Großaufgebot von Veranstaltungen anlässlich der Eröffnung des Grünen Lokals.

 

Am 18. folgt ein Tag der Offenen Tür mit Infostand zum Thema „Initiative Zukunft“. 40–50 Gäste feiern mit den Grünen die Eröffnung des neuen Lokals. Zu Journalisten der Welser Rundschau sagt Thomas Stadlbauer: „Dieses Büro soll nicht nur Sekretariat, sondern auch offenes Forum für Diskussionsrunden sowie Kunst- und Kulturaktivitäten sein.“ (BRS, 24.05.2001)

September 2001: Hannelore Thannesberger, die Michael Springer während seiner Karenzzeit vertreten hat, scheidet aus dem Gemeinderat aus.

23.09.2002: Bei der Neuwahl des Vorstands wird die Anzahl der Vorstandsmitglieder von vier auf drei Personen reduziert. Den neuen Vorstand bilden Alois Schmidt (Geschäftsführer) und die beiden Gemeinderäte Michael Springer (Finanzreferent) und Herbert Anreitter.

 

Auf der Mitgliederversammlung wird auch die Neufassung der Parteistatuten beschlossen.

06.05.2003: Die Mitgliederversammlung wählt einen neuen Vorstand: Thomas Stadlbauer (Geschäftsführer), Alois Schmidt (Finanzreferent) und die beiden Gemeinderäte Michael Springer und Herbert Anreitter.

Mai 2003: Präsentation der SORA-Potential-Analyse für die Grünen in Wels. Ca. 40% der Befragten geben an, dass sie sich vorstellen könnten, die Grünen zu wählen. Das Potential liegt dabei vor allem bei Stammwähler:innen, aber auch und vor allem bei Erstwähler:innen.

28.09.2003: Bei der Gemeinderatswahl erreichen die Grünen 9,13 % der Stimmen und ziehen erstmals mit drei Mandatar:innen in den Gemeinderat ein: Der Postbedienstete Herbert Anreitter (35), seit zwölf Jahren bei den Grünen aktiv, wird Fraktionsvorsitzender. Die 57-jährige Pensionistin Theresia Landauer, die mit ihrem Verein „Mieterinitiative OÖ“ eine gerichtliche Überprüfung der Jahresabrechnungen der Heimstättengenossenschaft erreicht hat, kandidiert auf dem zweiten Platz. Ihr folgt der 36 Jahre alte Student und Musiker Michael „Mike“ Springer, der schon seit 1997 im Gemeinderat gewesen ist (unterbrochen durch zwei Jahre Vaterschaftskarenz).

Ende 2003: Die bisher für die Bezirke Wels-Stadt und Wels-Land zuständige Bezirkspartei wird in die Bezirksorganisationen „Die Grünen Wels“ und „Die Grünen Wels-Land“ aufgeteilt.

08.03.2004: In der Gemeinderatssitzung stellen die Grünen den Antrag, dass der Gemeinderat eine Resolution an den OÖ. Landtag beschließen möge, ein Baumschutzgesetz ähnlich jenem in Wien und der Steiermark zu erlassen. Anlass für diesen grünen Vorstoß sind einmal mehr die „Baumpflegearbeiten“ von Stadtgärtnerei und Heimstätte, die Bewohner oftmals als Kahlschlag bezeichnen. Der Antrag wird von SPÖ, ÖVP und FPÖ gegen die Stimmen der Grünen abgelehnt. Weitere Anläufe für ein Baumschutzgesetz starten die Grünen 2017, 2021 und 2023, leider immer erfolglos.

10.03.2005: Ein Streit mit der grünen Gemeinderätin Theresia Landauer wegen mehrfacher Äußerungen, die den Grünen Grundsätzen zuwiderlaufen (z.B. in der Integrationsfrage) führt zu ihrem Ausschluss aus der Fraktion und im September zum Parteiausschluss.
Landauer bleibt aber „wilde“ Gemeinderätin. 2008 verzichtet sie auf das Gemeinderatsmandat. Statt Landauer zieht Andrea Bauer in den Gemeinderat ein.

17.05.2005: Die Mitgliederversammlung wählt einen neuen 5-köpfigen Vorstand: Das Gremium besteht aus Herbert Anreitter, Andrea Bauer, Steffen Hinz, Peter Schernhuber und Michael Springer.

26.10.2005: Michael Springer übernimmt von Herbert Anreitter das Amt des Fraktionsobmanns der Grünen Wels im Gemeinderat. Dieser bleibt als einfacher Mandatar weiterhin im Gemeinderat.

15.02.2007: Von der Mitgliederversammlung wird ein neuer Vorstand gewählt: Michael Springer (Bezirkssprecher), Walter Teubl (Finanzreferent) und Herbert Anreitter.

Die Grünen präsentieren für den Welser Linienverkehr ein Doppelknotenkonzept, das die “Wurstinsel“ auf dem Kaiser-Josef-Platz überflüssig machen würde. 2008 wird ein diesbezüglicher Antrag im Gemeinderat eingebracht und in weiterer Folge immer wieder daran erinnert. Der Betreiber hält dennoch am „Rendezvous-Konzept“ fest, das Grüne Konzept wird 2019 endgültig ad acta gelegt.

 

Zum Schutz des Erholungsgebiets Traunau schlagen die Grünen die Verabschiedung einer Audeklaration, die weiter Umwidmungen verhindern soll. Auch dies ohne Erfolg.

04.09.2007: Die Grünen Wels präsentieren der Öffentlichkeit ihre Vorstellungen für ein Integrationsleitbild der Stadt Wels. Das Erlernen der deutschen Sprache soll durch den Ausbau des Angebots an Sprachkursen für alle Altersstufen weiter gefördert werden. Überdies umfassen die grünen Überlegungen den Ansatz, dass Qualifikation Integration fördert und daher ein Schwerpunkt auf ausreichende Berufsinformation und -beratung gesetzt werden muss. Die Grünen schlagen einen höheren Anteil von Migrant:innen im öffentlichen Dienst vor, was durch eine Quote, die in etwa dem Anteil in der Bevölkerung entspricht, erreicht werden könnte.

Grundsätzlich gelten die gleichen Rechte und Pflichten. Migrant:innen sollen den gleichen Zugang zu Sozialleistungen haben, ebenso wie das Wahlrecht auf kommunaler Ebene. Gleichzeitig wird festgestellt, dass auch für diese Bevölkerungsgruppe die österreichischen Gesetze gelten. Es können daher auch nicht kulturelle und religiöse Freiheiten als Begründung für die Verletzung von Menschenrechten und insbesondere Frauenrechten geltend gemacht werden.

Ganz klar abgelehnt wird von den Grünen aber ein „Pflichtenkatalog für Ausländer“, wie er von ÖVP und FPÖ gefordert wird.

17.12.2007: Das Integrationsleitbild der Stadt Wels wird im Gemeinderat beschlossen.

07.05.2008: Die Grünen Frauen Wels (Sprecherin: Andrea Bauer) werden gegründet, die in Folge jedes Jahr mit einem Frauenfrühstück und weiteren Aktivitäten zum Internationalen Frauentag auf sich aufmerksam machen.

10.11.2008: Die Stadt Wels startet mit finanzieller Unterstützung von LR Rudolf Anschober das Projekt „Energiestadt Wels“, das 2013 in einem Endbericht einen umfangreichen Maßnahmenkatalog zum Thema Energiesparen präsentiert. Dann passiert lang nichts. 2017 urgieren die Grünen daher die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen, die aber weiterhin größtenteils nicht umgesetzt werden.

09.12.2008: Von der Mitgliederversammlung wird ein neuer Vorstand gewählt, welcher wieder aus fünf Personen besteht: Herbert Anreitter, Andrea Bauer, Michael Springer, Andrea Svoboda, Walter Teubl. Michael Springer wird zum Bezirkssprecher, Andrea Bauer zur stellvertretenden Bezirkssprecherin und Walter Teubl zum Finanzreferenten gewählt.

29.01.2009: In der ersten Sitzung des Gemeinderates im neuen Jahr wird Andrea Bauer als Nachfolgerin Theresia Landauers für die Grüne Gemeinderatsfraktion angelobt.

26.03.2009: Die Mitgliederversammlung wählt die Liste für die Gemeinderatswahl.
Spitzenkandidat wird Michael Springer (42). Hinter ihm kandidieren Andrea Bauer (28), die im Landesbüro der Grünen arbeitet, der BHS-Lehrer Walter Teubl (54), die VS-Lehrerin Andrea Svoboda (41), die Umweltexpertin Renate Leitinger (49) und Geschäftsleiter Matthias Kefer (23). Noch-Mandatar Herbert Anreitter verlässt berufsbedingt Wels und kandidiert nicht mehr.

Das vor Wahlen übliche Fairness-Abkommen wird vor der Gemeinderatswahl 2009 von den Grünen nicht unterzeichnet. Spitzenkandidat Michael Springer bezeichnet es als „Farce“, da Großflächenplakate davon ausgenommen sind, und wirft der SPÖ Machtmissbrauch bei der Einteilung der Wahlinfostände vor.

Mit der Aktion Betteln für die Bahn machen die Grünen Wels auf einen Missstand am Welser Bahnhof aufmerksam: Mehrere Monate schon hat eine der großflächigen Glasscheiben am Übergang des Welser Bahnhofs gefehlt und ist nur notdürftig durch eine Holzplatte ersetzt worden. Mit der Bettelaktion wird große Aufmerksamkeit erzielt, daraufhin wird die Scheibe auch bald ersetzt.

Juli 2009: Zu Beginn des Sommers 2009 treten die Grünen Wels mit dem Projekt an die Öffentlichkeit, im Norden der Stadt einen Badesee zu errichten. Diese Idee stößt in weiten Kreisen der Bevölkerung auf begeisterte Zustimmung. Über 1000 Unterstützer:innen sprechen sich innerhalb kürzester Zeit im Internet für diesen Vorschlag aus und auch das Medienecho in den lokalen Zeitungen ist äußerst positiv. Die Kampagne „Wels braucht einen Badesee“ kulminiert in einem formellen Gemeinderats-Antrag im darauffolgenden Jahr, der aber von allen anderen Fraktionen abgelehnt wird.

Anfang September 2009 startet der Intensivwahlkampf mit einem Wahlkampfauftakt im Sound Theatre. Dort werden nochmals die Wahlziele und der WT1-Werbespot präsentiert.

Thematische Schwerpunkte sind die Erweiterung des Liniennetzes im Stadtbusverkehr, ein kürzerer Takt von 5-10 Minuten, Bau eines S-Bahn-Netzes mit Haltestellen im Westen, Norden und Osten der Stadt, sowie generell die Attraktivierung von Bahn-, Bus- und Fahrradverkehr.

27.09.2009: Die Grünen erreichen bei der Gemeinderatswahl 9,83% der gültigen Stimmen. Das entspricht einem Plus von 0,70% gegenüber der Wahl 2003. Es bleibt bei 3 Mandaten.
Die ambitionierten Wahlziele, 10% der Stimmen und einen Stadtrat zu erreichen, werden damit aber um 95 Stimmen verfehlt.

15.10.2009: Michael Springer gibt seinen Rücktritt als Bezirkssprecher der Grünen Wels bekannt. Anlass für diesen Schritt ist für ihn das Verfehlen der Wahlkampfziele. In Folge nimmt er auch sein Mandat im Gemeinderat nicht an, welches Andrea Svoboda übernimmt.

Die Grünen geben in der Bürgermeisterstichwahl am 11.10. eine Wahlempfehlung für den amtierenden Bürgermeister Peter Koits ab, mit der Begründung, dass es um das Image der Stadt Wels gehe, wenn die Gefahr eines FPÖ-Bürgermeisters drohe.

10.11.2009: In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates werden die Grünen Gemeinderät:innen Andrea Bauer, Walter Teubl und Andrea Svoboda angelobt. Andrea Bauer wird zur Fraktionsvorsitzenden der Grünen GR-Fraktion gewählt. Ihr Stellvertreter wird Walter Teubl, welcher auch den Vorsitz im Kontrollausschuss übernimmt. Andrea Bauer wird auch Vorsitzende des erstmals installierten Frauenausschusses.

18.11.2009: Die Mitgliederversammlung wählt einen neuen Vorstand, welcher nunmehr aus sechs Personen besteht: Andrea Bauer, Elke Mayerhofer, Andrea Svoboda, Stefan Svoboda, Walter Teubl und Moritz Florian Witti. Des Weiteren wird eine Doppelspitze beschlossen, wonach das Amt des Sprechers fortan von Andrea Bauer und Walter Teubl gemeinsam ausgeübt wird.

14.12.2009: Die Grünen stellen im Gemeinderat eine Anfrage an Bürgermeister Peter Koits bezüglich der Sinnhaftigkeit der seit Juni 2009 in Wels aktiven Ordnungswache.

2010 - 2014

Januar 2010: Das Flugplatzgelände schafft es mit dem AC/DC-Konzert und später durch die Überlegungen, auf Teilen des Areals ein Betriebsansiedlungsgebiet zu machen, in die Schlagzeilen. Die Grünen positionieren sich klar für den Naturschutz und bekommen dabei mit der Weißen Möwe einen unerwarteten Bündnispartner.

Februar 2010: Die von FP-Stadtrat Andreas Rabl geplanten Deutschtests bei der Vergabe von stadteigenen Wohnungen sorgen für reichlich Diskussionsstoff. Die Grünen Wels sprechen sich entschieden gegen die Einführung solcher Tests aus. Die Erfüllung des Grundbedürfnisses Wohnen dürfe nicht von sprachlichen oder anderen Kriterien abhängig gemacht werden. Außerdem erachten die Grünen Wels diese Regelung als diskriminierend, da nur Nicht-EU-Bürger:innen von ihnen betroffen sein sollen. Wichtig für die Grünen Wels ist hingegen ein ausreichendes Angebot von Sprachkursen.

22.02.2010: Im Gemeinderat stellen die Grünen Anfragen zu den Themen Website der Stadt und zum Integrationsleitbild und zu geplanten Integrationsmaßnahmen.

Von den Grünen werden in dieser Gemeinderatssitzung Anträge zu folgenden Themen eingebracht: gegen vorsorgliche Salzstreuung beim Winterdienst, für die Erstellung eines umfassenden Parkraumkonzeptes und eine Busanbindung des Herminenhofs. Die ersten beiden Anträge werden jeweils abgelehnt, letzterer zur weiteren Beratung an den Verkehrsausschuss verwiesen.

05.03.2010: In einer Entscheidung des VfGH wird das Ergebnis der Welser Gemeinderatswahlen und der Ausschluss der rechtsradikalen Liste „Die Bunten“ bestätigt. Die Grünen Wels sind erleichtert über das Urteil. Andrea Bauer fordert außerdem den Rücktritt von Vizebürgermeister Bernhard Wieser, der im Vorfeld der Gemeinderatswahlen sowohl die NVP als auch „Die Bunten“ mit seiner Unterschrift unterstützt hat.

06.03.2010: Die Grünen Frauen Wels laden bereits zum dritten Mal zum Frauenfrühstück ins Gasthaus Divan ein. Den Frauen wird dabei ein gemütliches Beisammensein und eine Gelegenheit zum Netzwerken geboten. Neben den grünen Gemeinderätinnen Andrea Bauer und Andrea Svoboda sind mit Doris Eisenriegler (Grüne 50+) und Maria Buchmayr (Grüne Frauen OÖ) dieses Jahr auch prominente Politikerinnen zu Gast.

22.03.2010: In der Gemeinderatssitzung stellen die Grünen zwei Anfragen. Einerseits zu Kosten und Nutzen des Infopoints und andererseits zu den Inseratkosten der Stadtsenatsmitglieder im Wahljahr 2009. Außerdem werden Initiativanträge gestellt zur Nachnutzung von Schloss Pollheim und zur Erstellung eines Nutzungskonzepts für die Grundstücke, die für den Stadionbau vorgesehen waren.

24.04.2010: Mit einer Zukunftswerkstatt in den Minoriten beginnt der Agenda 21-Prozess, den sich die Stadt Wels verordnet hat. Es entstehen 17 Agendagruppen, die verschiedene Projekte verfolgen, u.a. die Gruppen FreiRaum, Energieweg, Erinnerungsweg, Pollheimerpark, Gaswerkpark, Baden am Zwinger und radfahrfreundliche Stadt. Die Grünen arbeiten in einigen Gruppen, v.a. aber im Kernteam intensiv mit.

10.05.2010: Die Grünen stellen im Gemeinderat eine Anfrage bezüglich des Nichtraucherschutzes im Magistrat Wels. Beim FPÖ-Antrag über ein Bettelverbot in Wels gehen die Wogen hoch. Andrea Bauer legt die grüne Position dazu dar. Sie argumentiert, dass der öffentliche Raum für alle da sei und mit dem Verbieten des Bettelns nur eine Verdrängung, nicht aber eine Lösung des Problems stattfinde.

29.05.2010: Als einzige Partei sprechen sich die Grünen klar gegen das von Horst Felbermayr geplante Messehotel an der Traun aus. Sie argumentieren, dass das Projekt vollkommen überdimensioniert sei und der Bedarf eines weiteren 4-Stern-Hotels nicht ersichtlich sei. Sie fordern ein Gesamtkonzept für das betroffene Messeareal. Im Herbst 2011 wird schließlich die Erstellung eines Masterplans für das Messegelände beschlossen.

01.07.2010: Im Gemeinderat werden von den Grünen Anträge zu den Themen Freizeitanlage mit Badesee, Nichtraucher:innenschutz und zur Geschäftsordnung eingebracht, die allesamt von den anderen Parteien abgelehnt werden.

August 2010: Wieder beschäftigt das Flughafenareal die Welser Stadtpolitik. Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner hat die Umwidmung von 40 ha Grundstücksfläche in Betriebsbaugebiet in die Wege geleitet. Die Grünen sprechen sich vehement gegen die Ansiedlung von Betrieben am Flughafengelände aus und pochen auf dessen Deklarierung als Naturschutzgebiet, wie sie das auch schon im Rahmen um die AC/DC-Diskussionen vorgeschlagen und auch beim Land OÖ bereits beantragt haben.

27.09.2010: In der Gemeinderatssitzung beziehen die Grünen Wels entschieden Stellung gegen die geplante Novelle zur Parkgebühren-Verordnung. Diese lasse weiterhin ein Gesamtkonzept vermissen, das auch die Tiefgaragenparkplätze mit einbezieht. Weiters lohne sich durch den niedrigen Tarif eine Bewirtschaftung der Oberflächenparkplätze kaum noch.

Des Weiteren stimmen die Grünen gegen die Initiativanträge der FPÖ über eine Videoüberwachung der Welser Innenstadt und der Schaffung einer rechtlichen Grundlage zur Unterbindung des Bettlerunwesens. Letzterer wird mit den Stimmen von FPÖ und VPÖ angenommen.

Die Grünen wenden sich auch gegen die Umwidmung von Teilen der Traunau von Wald in Bauland/Wohngebiet. GR Teubl bezieht sich in seiner Argumentation auf ein Gutachten des Umweltanwalts des Landes OÖ und fordert, dass die Traunau den Welserinnen und Welsern gehöre und kein Spielball von Investoren werden dürfe.

08.11.2010: In dieser Gemeinderatssitzung folgt ein personeller Wechsel in der Fraktion. Andrea Svoboda verzichtet aus privaten Gründen auf ihr Mandat. Ihre Nachfolgerin wird Renate Leitinger, die in den Sozial-, Gesundheits- und Jugendausschuss, den Umwelt-, Energie- und Abfallwirtschaftsausschuss sowie den Bau- und Wohnungsausschuss entsandt wird.

11.11.2010: Renate Leitinger wird als neue Gemeinderätin auch in den Vorstand aufgenommen.

Der neue Integrationsmaßnahmenkatalog, der über den Sommer ausgearbeitet worden ist und eine deutlich grüne Handschrift trägt, wird mit Stimmen der Grünen, sowie der SPÖ und ÖVP beschlossen. Auf Initiative der Grünen wird eine Resolution an die Bundesregierung betreffend der ÖBB-Verbindung zwischen Linz und Graz verabschiedet.

29.11.2010: Wegen der anhaltenden medialen Diskussionen über die künftige Nutzung des Messegeländes gründen die Grünen einen Arbeitskreis Stadtplanung, in dem zunächst die bislang kommunizierten Ideen vorgestellt und diskutiert werden. Dabei ergibt sich schon bald das Bild, dass alle Konzepte eine weitere Verbauung des Areals vorsehen. Für die Grünen ist das inakzeptabel, weshalb sie mit der Forderung an die Öffentlichkeit gehen, den Grünraum in der Stadt zu erhalten und zu erweitern. Darüber hinaus fordern sie einen EU-weiten Ideenwettbewerb, um einen bestmöglichen, visionären Masterplan für das Messegelände zu finden.

13.12.2010: In der Gemeinderatssitzung steht das Budget im Mittelpunkt. Trotz vieler unterstützenswerter Projekte fehlen den Grünen „mutige Ansätze bezüglich Energiezukunft, öffentlicher Verkehr, Integration und Grünräume“, weswegen die Fraktion dem Vorschlag nicht zustimmt und sich der Stimme enthält.

20.12.2010: Ein Beitrag, den Christina Sonntag auf WT1 über die Grüne Kritik am geplanten Messehotel gestaltet hat, fällt nach einem Tag Ausstrahlung der Zensur durch den WT1-Chef zum Opfer, Sonntag kündigt daraufhin ihre Tätigkeit für den Sender auf.

11.01.2011: Die Grünen kritisieren den „provinziellen Busverkehr in Wels“, nachdem dem Abend- und Sonntagsbus von der Stadt und der Fa. SAB neuerlich eine Absage erteilt worden ist.

18.01.2011: In einer Presseaussendung bekräftigen die Grünen ihre Position in der Flugplatz-Debatte und fordern erneut ein Naturschutzgebiet auf dem gesamten Areal des Welser Flugplatzes.

03.02.2011: Von Stadtrat Rabl werden erneut Deutschtests für Wohnungswerber gefordert, die Grüne Position ist unverändert ablehnend.

15.02.2011: In der Gemeinderatssitzung wenden sich die Grünen gegen den Verkauf von Schloss Pollheim an private Investoren und bringen einen Antrag auf Einführung einer Citybus-Linie ein.

05.03.2011: Beim Frauenfrühstück stellt Claudia Glössl mit Andrea Bauer das Programm des Frauenausschusses vor.

25.03.2011: In einer Vorstandsklausur werden offene Treffen unter dem Titel „Grün am Montag“ beschlossen. Eine Kampagne zum Öffentlichen Verkehr soll ausgearbeitet werden.

28.03.2011: Grüne Anträge zur Öffnung der Einbahnstraßen in der Roseggerstraße und in der Eisenhowerstraße werden eingebracht. Diese werden mehrheitlich abgelehnt.

Herbst 2011: Im Herbst 2011 werben die Grünen Wels mit einer umfangreichen Öffi-Kampagne für Verbesserungen im Welser Linienverkehr (Citybus, Nachtbus, Sonntagsbus).

Ab September thematisieren vier verschiedene Plakatsujets das Öffi-Thema öffentlichkeitswirksam in der Welser Innenstadt. Ein Infostand informiert die Bevölkerung.
Bei einer Podiumsdiskussion am 12.10. diskutieren SAB-Chef Stöttinger, Studienautor Schrögenauer, „Fahrgast“-Vertreter Höbarth und GR. Walter Teubl über die Zukunft des Stadtverkehrs.
Am 14.10. findet eine Pressekonferenz statt, die ein beachtliches Medienecho findet.
Am 28.10. findet das „Bussi-Fest“ mit der Wiener Linien Blues Band statt.

Die Thematik bleibt ein Dauerbrenner der Politik der Grünen Wels, da von den anderen Parteien alle diese Forderungen immer wieder abgelehnt werden. Erst 2019 kommt es mit der Einführung der Abendbuslinien zu einem ersten kleinen Erfolg

26.09.2011: Nach dem Verzicht von Andrea Bauer auf ihr Mandat zieht Elke Mayerhofer in den Gemeinderat ein. Walter Teubl wird Fraktionsobmann.

22.11.2011: In einer Mitgliederversammlung steht die Neuwahl des Vorstands auf dem Programm, es erfolgt eine Reduzierung auf die drei Gemeinderät:innen, Rechnungsprüfer bleiben Michael Springer und Steffen Hinz.

Dezember 2011: Die Grünen legen im Gemeinderat ihre Position zum Budget dar. Gerade im Bereich der Verwaltung ließe sich Sparpotential finden (Personalkosten), die Stadt dürfe aber auch nicht kaputtgespart werden. Projekte wie der geplante Autobahnanschluss Wimpassing oder die Unterdotierung des Agenda 21-Prozesses finden keine Zustimmung der Grünen, weswegen man dem Budget als Ganzem nicht zustimmt. Der Übernahme des Welios durch die Stadt Wels stimmen die Grünen hingegen zu, da sie weiterhin hinter diesem zukunftsträchtigen Projekt stehen.

Anfang 2012: Seit Jahresende beschäftigt die Welser Politik die Bestellung des Magistratsdirektors. Die Grünen stimmen dagegen, da sich herausstellt, dass es sich dabei um einen FP-nahen Kandidaten handelte, der auch Mitglied einer schlagenden Burschenschaft ist.

Januar/ Februar 2012: Die Grünen protestieren als einzige gegen den Bau der Autobahnabfahrt Wimpassing und unterstützten auch die Bürgerinitiative der Anrainer:innen mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit.

11.02.2012: In einer Vorstandsklausur wird eine Grünraum-Kampagne für 2012 beschlossen und darüber diskutiert, wie man neue Mitstreiter:innen gewinnen kann.

13.02.2012: Die Themen Verwaltungsreform und Magistratsdirektor dominieren diese GR-Sitzung, die Grünen bringen Anfragen zu Bürger:innen-Kraftwerken und zur Frauen-Gleichstellung im Magistrat ein.

Frühjahr 2012: Die Grünen Wels starten eine Grünraum-Kampagne und machen auf die Tatsache aufmerksam, dass die Stadt viel zu wenig Grünräume zur Verfügung hat.

In einer Broschüre wird dargestellt, wie das Grün im Laufe der Zeit mehr und mehr aus der Stadt verdrängt wurde. Insbesondere wird gefordert, dass der Welser Volksgarten wieder auf seine ursprüngliche Größe erweitert werden soll.

Erst im Jahr 2025 kommt es tatsächlich mit dem Projekt „Neuer Volksgarten“ zur Realisierung dieser Forderung.

02.10.2012: Der Bundesschwerpunkt „Bio macht schön“ wird auch in Wels propagiert. Landwirtschaftssprecher der Grünen im Nationalrat Wolfgang Pirklhuber informiert in einem Vortrag über die Vorteile von Bio-Lebensmittel.

29.10.2012: Die Grüne Fraktion stellt den Antrag, den Stadtplatz generell vom Autoverkehr zu befreien. In der Folgezeit wird die Forderung nach einem autofreien Stadtplatz immer wieder erhoben, es gibt viel Zustimmung, aber keine Gemeinderatsmehrheit für einen solchen Schritt.

08.04.2013: Die Grünen starten eine Radfahrkampagne. Ein Folder informiert über die wichtigsten Grünen Positionen zum Thema Radfahren, in einer Umfrage werden die Wünsche der Bevölkerung zu diesem Thema erhoben. Zudem werden insgesamt 6 Anträge zum Thema Radfahren im Gemeinderat eingebracht.

07.09.2013: Der Grüne Antrag auf drastische Reduzierung des Preises der Öffi-Jahreskarte von € 410,- auf € 250,- wird einstimmig angenommen.

25.11.2013: Bei der Vorstandswahl wird Walter Teubl erneut zum Sprecher gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind seine Stellvertreterin Renate Leitinger und Elke Mayerhofer.

11.03.2014: Die Grünen kämpfen mit einem Flugblatt und intensiver Pressearbeit gegen die Umwidmung von Grünland in Puchberg zum Bau der Wohnsiedlung Sonnenpark, die wirtschaftlichen Interessen obsiegen allerdings auch in dieser Frage.

24.03.2014: Zum wiederholten Male machen die Grünen einen Vorstoß für einen autofreien Stadtplatz. Der Antrag schlägt ein Pilotprojekt in der Adventzeit vor, wird aber dennoch abgelehnt.

22.09.2014: Die Grünen Wels haben im Wahlkampf 2009 die Idee eines Welser S-Bahn-Konzeptes präsentiert. Dieses Thema wird 2014 wieder aufgegriffen und in einem Gemeinderatsantrag weiter präzisiert. Inzwischen existiert bereits ein konkretes Realisierungskonzept für S-Bahn-Haltestellen. Eine der vielen Grünen Ideen, die später auch von anderen Parteien aufgegriffen werden.

28.10.2014: Der Agenda 21 –Prozess wird mit einer Abschlussveranstaltung mit Spaziergang offiziell beendet.

2015 - 2019

12.01.2015: Bei der Wahl der Grünen Kandidat:innen für die Gemeinderatswahl 2015 setzt sich Elke Mayrhofer mit ihrem Slogan „Lieber eine junge Frau als ein alter Mann“ als Spitzenkandidatin durch.
Walter Teubl, Stefanie Rumersdorfer, Peter Sönser und Kathi Deibler folgen auf den weiteren Plätzen.

02.02.2015: Der Gemeinderat beschließt die Erarbeitung eines Öffi-Konzepts. In intensiven Diskussionsrunden wird unter Anleitung eines deutschen Experten über die Verbesserung des Welser Stadtbusverkehrs diskutiert. Die Grünen bringen sich intensiv ein und vertreten die über die letzten Jahre immer wieder aufgestellten Forderungen. Das Ergebnis ist mager. 2017 wird die Einführung eines Abendbusses beschlossen. Sonntagsbus, Citybus und Doppelknotensystem finden keine Mehrheit.

Der Welldorado-Skandal erschüttert die Öffentlichkeit. Die Veruntreuung von 270.000 Euro durch eine Welldorado-Mitarbeiterin wird im Kontrollausschuss unter dem Vorsitz von Walter Teubl akribisch untersucht und führt zu einer gerichtlichen Aufarbeitung dieses Skandals. In weiterer Folge werden die Kontrollmechanismen im betrieblichen Ablauf verbessert.

27.09.2015: Die Gemeinderatswahl 2015 mit Elke Mayrhofer als Spitzenkandidatin bringt nach einem missglückten Wahlkampf für die Welser Grünen ein ernüchterndes Ergebnis: Der Grüne Stimmenanteil sinkt von 9,8% auf 8%, hat sich also um fast 20% verringert Die erklärten Wahlziele, ein zweistelliges Ergebnis zu erzielen, einen Mandatszuwachs zu erreichen und in den Stadtsenat einzuziehen, werden damit glatt verfehlt.

Die drei Gemeinderatsmandate können jedoch gehalten werden. Neben Elke Mayrhofer ziehen Walter Teubl und Stefanie Rumersdorfer in den Gemeinderat ein.

27.10.2015: Am diesem Tag konstituiert sich die Grüne GR-Fraktion neu: Walter Teubl wird zum Fraktionsvorsitzenden gewählt, Stefanie Rumersdorfer zur Stellvertreterin.

11.10.2015: Die Bürgermeisterwahl beschert der Stadt erstmals einen blauen Bürgermeister. Andreas Rabl kann sich in der Stichwahl mit 63% gegen den SPÖ-Kandidaten Hermann Wimmer durchsetzen.

02.02.2016: Nach Kritik an ihrem Wahlkampf erklärt Elke Mayrhofer ihren Rückzug aus dem Vorstand. Sie werde in der Partei nicht mehr mitarbeiten und sich ausschließlich auf ihr Gemeinderatsmandat konzentrieren.

 

Am 04.11.2016 legt sie schließlich auch ihr Mandat zurück und macht damit den Weg für eine Neuzusammensetzung der Fraktion frei. Als Listennächster folgt ihr Peter Sönser nach.

17.11.2016: Bei der Vorstandswahl wird Walter Teubl zum Bezirkssprecher gewählt.
Mit Stefanie Rumersdorfer, Miriam Faber und Thomas Rammerstorfer besteht der neue Vorstand aus vier Mitgliedern. Renate Leitinger möchte aus dem Vorstand ausscheiden und stellt sich daher nicht mehr der Wahl.

Die Vorstandssitzungen finden ab diesem Zeitpunkt als offene Sitzungen im Rahmen von Teamtreffen statt, um die Mitwirkung aller Mitglieder möglich zu machen. Neue Formate entstehen (Grüner Treff), das Büro wird renoviert, der Social-Media-Auftritt deutlich verbessert

Das Jahr 2016 ist geprägt von den Präsidentschaftswahlen, die nach mehreren Wahlgängen Alexander Van der Bellen am 04.12.2016 zum ersten „grünen“ Staatsoberhaupt machen. Über 55 % der Menschen stimmen auch im „blauen“ Wels schließlich für den Kandidaten der Grünen – ein großartiger Erfolg.

Frühjahr 2017: Die Grünen werden bundesweit von internen Querelen gebeutelt, die mit der Trennung von der Jugendorganisation und der Gruppe um Peter Pilz enden. Auch in Wels schließen sich die Jungen Grünen der KPÖplus an.

15.10.2017: Die Grünen scheitern erstmals nach 32 Jahren bei der Nationalratswahl an der 4 %-Hürde und sind dort nicht mehr vertreten. Ein schwerer Schlag für alle Aktivist:innen. Dadurch wird außerdem ein rigoroses Sparprogramm auf allen Ebenen der Partei notwendig.

12.11.2018: Die Grünen machen auf die Problematik der sogenannten Maurer-Deponie aufmerksam, bei der Grabungen verdächtige Ablagerungen zutage gefördert hatten.

16.09.2019: Die sich immer mehr verschärfende Klimakrise veranlasst die Grünen auch in Wels verstärkte Bemühungen zum Klimaschutz einzufordern. Diese Klimaoffensive mündet in insgesamt 10 Gemeinderatsanträgen, in denen folgende Maßnahmen gefordert werden: ein Stopp der Bodenversiegelung, die Förderung von Fassaden- und Dachbegrünungen, ein Solarflächenkataster, das Pflanzen von 1000 Bäumen, eine weitere Freizeitanlage, eine autofreie Innenstadt, eine Öffi-Offensive und eine drastische Verbesserung der Fahrradinfrastruktur.

Da die meisten Vorschläge ignoriert worden sind, fordern die Grünen 2021 eine Klimastrategie der Stadt Wels ein. Eine solche wird erst 2025 unter Stadtrat Thomas Rammerstorfer beschlossen. Es bedarf nun der Mitarbeit aller Referate um die Handlungsfelder mit konkreten Maßnahmen zu untermauern.

29.09.2019: Nach der sogenannten „Ibiza-Affaire“ scheitert die schwarz-blaue Bundesregierung und wird durch eine Expertenregierung ersetzt. Daher wird 2019 erneut gewählt. Bei dieser Nationalratswahl 2019 fallen die Wahlerfolge der Grünen spektakulär aus. In Wels erzielen die Grünen 14,3%, das bislang beste Wahlergebnis in der Geschichte der Partei.

8.11.2019: Nach den Jahren des Auf- und Umbaus des Welser Teams präsentiert man sich nach der Vorstandswahl rundum erneuert und bestens aufgestellt für die Wahlen 2021.
Walter Teubl übergibt die Funktion des Parteisprechers nach 10 Jahren an Gemeinderätin Stefanie Rumersdorfer, die Sozialpädagogin Miriam Faber wird ihre Stellvertreterin.
Im Vorstand sind weiters Thomas Rammerstorfer und Marina Wetzlmaier vertreten. Walter Teubl bleibt Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion.

2020 - 2025

07.02.2020: Thomas Rammerstorfer wird von der Mitgliederversammlung zum Spitzenkandidaten für die Gemeinderatswahl 2021 gewählt.

07.07.2020: Silvia Teubl-Neumüller wird in den Vorstand kooptiert.

05.03.2021: Die Grüne Liste für die Gemeinderatswahl 2021 wird gewählt. Nach Thomas Rammerstorfer folgen auf der Liste Stefanie Rumersdorfer und Walter Teubl. Alle Wahlergebnisse waren einstimmig.

 

Marina Wetzlmaier scheidet aus dem Vorstand aus.

26.09.2021: Die Gemeinderatswahl 2021 wird für die Grünen ein großer Erfolg. Sie erreichen mit 10,71% der Stimmen erstmals 4 Mandate (+1) und damit einen Sitz im Stadtsenat.

08.10.2021: Wenig überraschend wird Spitzenkandidat Thomas Rammerstorfer mit großer Zustimmung der Mitglieder zum ersten Stadtsenatsmitglied gekürt. Er übernimmt das Umweltressort und ist obendrein für Abfallwirtschaft, Tiergarten, Tierheim und den Alten Schlachthof zuständig.

Die Listenzweite Stefanie Rumersdorfer legt ihr Mandat aus familiären Gründen zurück. Dadurch kommt es bei den vier Sitzen im Gemeinderat zu einer Umreihung. Fraktionsvorsitzender bleibt Walter Teubl. Dahinter rückt Miriam Faber nach. Auf dem dritten Mandat folgt Ralf Drack, der als Unabhängiger auf der Grünen Liste kandidiert hat. Ines Vukajlovic, die nächste auf der Liste, zieht als erste Welser Grüne in den Landtag ein und verzichtet daher auf ihr Gemeinderatsmandat. Davon profitiert Alessandro Schatzmann. Der 20-jährige wird somit der jüngste Welser Gemeinderat aller Zeiten.

Stefanie Rumersdorfer gibt auch den Parteivorsitz ab, bis zu einer Neuwahl übernimmt ihre Stellvertreterin Miriam Faber. Der Parteivorstand wird um Gemeinderat Alessandro Schatzmann und Markus Faber erweitert, sodass dieser aus sechs Personen besteht.

07.03.2022: Wie schon mehrmals zuvor setzen sich die Grünen für den Schutz der historischen Bausubstanz ein, was schön langsam ein Umdenken der Verantwortlichen bewirkt.

26.09.2022: Nach dem Erfolg der Inititative „G’Rad Jetzt“, die über 1000 Unterschriften gesammelt hat, gelingt es den Grünen, einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss zu einer Radverkehrsoffensive herbeizuführen, die den Anteil des Radverkehrs am Gesamt-verkehrsaufkommen bis 2030 auf 20% verdoppeln soll.

 

Konkrete Anträge zu deren Umsetzung werden jedoch nicht beschlossen, sodass Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Beteuerungen der anderen Parteien angebracht sind.

09.10.2022: Auch bei diesen Präsidentschaftswahlen kann Alexander Van der Bellen in Wels 55% der Stimmen auf sich vereinen.

24.10.2022: Die Grünen verlangen eine Energiesparoffensive der Stadt Wels. Auch dieser mit vielen konkreten Maßnahmen unterfütterte Antrag wird mehrheitlich abgelehnt.

23.11.2022: Die Grünen Wels bekommen eine Doppelspitze. Miriam Faber und Alessandro Schatzmann werden von der Mitgliederversammlung zu gleichberechtigten Sprecher:innen gewählt.

Weitere Vorstandsmitglieder sind: Walter Teubl, Thomas Rammerstorfer, Silvia Teubl-Neumüller, Markus Faber, Nicolina Stöttinger.

06.12.2022: Walter Teubl kündigt an, mit Ende Juni 2023 seine Vorstandsfunktion zurückzulegen und mit Ende September 2023 auch aus dem Gemeinderat auszuscheiden.

28.03.2023: Hülya Yilmaz wird in den Vorstand kooptiert

April 2023: 2017 kündigt der Bürgermeister an, den FreiRaum nicht länger unterstützen zu wollen. 2020 kündigt er einseitig den Mietvertrag. Die Grünen setzten sich intensiv für seinen Erhalt ein und tragen auch finanziell dazu bei. Letztlich gibt der Betreiberverein 2022 den Standort in der Altstadt auf. Auf Initiative von Stadtrat Thomas Rammerstorfer findet die verdienstvolle Institution im Alten Schlachthof eine neue Bleibe.

2023 machen die Grünen den Klimawandel zum Schwerpunktthema. Infostände, Flyer und eine spezielle Ausgabe der Zeitung informieren darüber, dazu kamen ein Waldspaziergang, ein Bienenworkshop und eine Veranstaltung mit Landesrat Stefan Kaineder.

12.06.2023: Eva Kalcher wird in den Vorstand kooptiert

19.06.2023: Die Grünen Wels organisieren eine Vorführung der Kurzdokumentation “Tierleid auf Rädern” von MdEP Thomas Waitz mit anschließender Podiumsdiskussion.

31.09.2023: Walter Teubl scheidet aus dem Gemeinderat aus, wo er zuletzt Fraktionsvorsitzender der Grünen war, den Vorsitz im Kontrollausschuss innehatte und für die Partei weiters im Bau- und Stadtentwicklungsausschuss sowie im Mobilitätsausschuss mitwirkte. Auf ihn folgt Hülya Yilmaz, die in der Welser Migrantenszene gut verankert ist.

29.01.2024: Die Grünen thematisieren in einer Aktuelle Stunde die eklatanten Versäumnisse in der Welser Jugendpolitik. Jugendzentren wurden geschlossen, die aufsuchende Jugendarbeit personell ausgedünnt. Ein von den Grünen schon 2022 geforderter Jugendmasterplan ist nach wie vor nicht erstellt worden.

11.03.2024: In einer Presseaussendung kritisiert Gemeinderat Alessandro Schatzmann die Jugendstudie der Stadt. Auch Expert:innen kritisieren in einem offenen Brief die Studie.

27.03.2024: Begleitet von lokalen Grünen besucht Gesundheits- und Sozialminister Johannes Rauch das Welser Klinikum zum Austausch mit den Lehrenden in der Fachhochschule für Gesundheitsberufe und den Freiraum.

08.04.2024: Der Gemeinderat beschließt ein Mobilitätskonzept in Auftrag zu geben und erfüllt damit eine langjährige Forderung der Grünen.

06.05.2024: Die Grünen stimmen gegen die Umwidmung von 64.000 m² Grünfläche in Betriebsbaugebiet in Wimpassing. Gründe sind Schutz der Böden, Verschärfung des Hochwasserrisikos, mögliche Lärm- und Geruchsemissionen.

12.06.2024: Mangels Fortschritt im Pflegebereich fordert Stadtrat Thomas Rammerstorfer eine “Task Force Pflege” in der alle Stakeholder vertreten sein sollen. Im Oktober findet ein Pflegegipfel statt.

08.07.2024: Die Grünen stimmen gegen eine 3-Millionen-Euro-Förderung für die neue Schießhalle des Polizeisportvereins. Der PSV ist ein rein privater Verein, die Polizei hat für Ausbildung und Training eigene Einrichtungen. Präsident des PSV ist FPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß.

03.09.2024: Justizministerin Alma Zadić besucht Wels und schloss sich den Welser Grünen bei einer Flyer-Aktion in der Innenstadt an.

09.09.2024: Die Gründungsversammlung der Generation plus Region Wels wählt einen Vorstand und beschließt das Programm für das nächste Halbjahr.

29.09.2024: Die Nationalratswahl bringt Verluste der Grünen.

Ab Herbst 2024: Zahlreiche neue Mitglieder verstärken das Team der Welser Grünen.

18.11.2024: Der Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Volksgartens und zur Abhaltung der Landesgartenschau 2027 wird vom Gemeinderat einstimmig gefasst. Damit wird eine mehr als 15 Jahre von den Grünen geforderte Entsiegelung des Messegeländes und Erweiterung der Grünanlagen in diesem Bereich demnächst Wirklichkeit.

Ende November 2024 beginnt Georg Höllriegl, Vorstandsmitglied und Energiesprecher der Grünen Wels, mit Stromberatungsterminen im Grünen Büro.

Der Anlass dafür ist das Auslaufen der Strompreisbremse. Alle Welser:innen, die ihre Stromrechnungen mitbringen, erhalten eine kompetente Beratung. Dabei erfahren sie, ob und wie sie Stromkosten sparen können.

16.12.2024: Die Grünen bringen erfolgreich Initiativanträge ein: Evaluierung der über 30 Jahre alten Lärmschutzverordnung und eine Resolution an das Land OÖ zur Verbesserung des Pflegeschlüssels.

 

Ein Abänderungsantrag der Grünen verhindert die Erhöhung der Hundeabgabe von 44 Euro auf 60 Euro.

09.01.2025: Mit einer Diskussion des Grünen Wahlergebnisses bei der Nationalratswahlen und den daraus resultierenden Schlussfolgerungen startet eine Reihe von internen Diskussionsabenden.

 

In weiterer Folge werden die Themen Außenpolitik, Wirtschaftspolitik und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zur Sprache gebracht.

21.02.2025: Die Mitgliederversammlung wählt einen neuen Vorstand. Als Sprecher:innen werden Miriam Faber und Alessandro Schatzmann bestätigt. Markus Faber wird Finanzreferent.

 

Als weitere Vorstandsmitglieder werden Patrick Himpsl, Georg Höllriegl, Eva Kalcher, Thomas Rammerstorfer und Silvia Teubl-Neumüller gewählt.

24.02.2025: Hülya Yilmaz legt aus persönlichen Gründen ihr Gemeinderatsmandat zurück.
Markus Faber wird als neuer Gemeinderat angelobt und bildet somit mit Stadtrat Thomas Rammerstorfer, der Fraktionsvorsitzenden Miriam Faber, ihrem Stellvertreter Alessandro Schatzmann und Ralf Drack die 5-köpfige Grüne Gemeinderatsfraktion.

24.03.2025: Die Grünen verweigern die Zustimmung zum vorgelegten “Masterplan Kinderbetreuung und Schule“. Es wird ein verstecktes Ende der Hortbetreuung und massiver Umstieg auf Ganztagsschulen befürchtet. Das GTS-System hat einen geringeren Betreuungsschlüssel und erlaubt minderqualifiziertes Personal einzusetzen.

 

Der Antrag in Wels wieder eine Jugendherberge zu eröffnen, wird an den zuständigen Ausschuss verwiesen.

28.04.2025: Der Gemeinderat beschließt mehrheitlich die von Stadtrat Thomas Rammerstorfer eingebrachte Klimastrategie. Damit wird erstmals auch von der FPÖ der menschengemachte Klimawandel anerkannt und als Problem wahrgenommen.

30.06.2025: Die Grünen stimmen in der Gemeinderatssitzung als einzige Fraktion gegen das Mega-Wohnbauprojekt in Dickerldorf. In der Presseaussendung kritisiert Fraktionsobfrau Miriam Faber u. a. die Lage im äußersten Osten der Stadt.

Walter Teubl

Rechnungsprüfer

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