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02.04.2024 Allgemein

Be­treu­ungs­platz - Kom­pro­miss

Eine Antwort auf die wachsende Nachfrage nach Betreuung von Kindern unter dem 3. Lebensjahr

Der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen wie Krabbelstuben und Kindergärten wird oft vernachlässigt. Das Thema wird verharmlost, betrifft jedoch viele von uns. Obwohl die Geburtenrate scheinbar stabil bleibt und somit ein zusätzlicher Bedarf an Betreuungsplätzen nicht offensichtlich erscheint, werden die Wartelisten dennoch immer länger, aber wieso?

Behörden verlassen sich oft auf statistische Daten, während die realen Bedürfnisse der Eltern und Kinder übersehen werden. Dass Kinderbetreuung in Österreich auch ein politisches Thema ist, macht das Ganze nicht leichter. Die Anzahl der Kinder variierte kaum in den letzten Jahren, das Alter der zu betreuenden Kinder jedoch schon, denn sie werden immer jünger. Kleine Gruppengrößen und erweiterte Betreuungsmöglichkeiten sind notwendig, um den individuellen Bedürfnissen der Kleinsten gerecht zu werden. Diese Entwicklung führt zu einem akuten Mangel an Betreuungsplätzen in vielen Gemeinden.

In Schwertberg wurde für den kommenden Herbst ein Kompromiss gefunden, nachdem sowohl die Leitungen der beteiligten Einrichtungen als auch betroffene Eltern das Thema hartnäckig angesprochen haben. Bei der Informationsveranstaltung am 9. Februar im Volksheim, zu der die jeweiligen Leiterinnen der beiden Kindergärten und der Krabbelstube als auch der Bürgermeister und der Sozialausschussleiter einluden, konnten die unterschiedlichen Bedürfnisse, Bedenken und auch Ängste offen besprochen werden. Die momentan geplante Lösung für den Herbst sieht eine Erweiterung der Krabbelstube um eine Gruppe vor, während der Caritas-Kindergarten eine Gruppe abgeben wird, um den öffentlichen Kindergarten Bunte Welt zu erweitern. Die Möglichkeit zur Erweiterung wurde durch einen Grundankauf der Gemeinde geschaffen, da ein zukünftiger Bedarf vermutet wurde. Wie rasch zukünftig zu akut werden kann, beweisen die aktuellen Wartelisten. 

Die Diskussion um den Kompromiss in Schwertberg verdeutlicht, dass die Bedürfnisse der Eltern und Kinder nicht allein durch statistische Zahlen erfasst werden können. Obwohl der Weg zu mehr Kinderbetreuungsmöglichkeiten komplex sein mag, ist der gefundene Kompromiss ein erster Schritt in die 

richtige Richtung. Er zeigt, wie wichtig es ist, sich aktiv in der Gemeinde mit einzubringen und Bedürfnisse zu äußern, um die Lebensqualität in Schwertberg zu verbessern. Nur gemeinsam kann dies gelingen!

Sarah Loch
Sarah Loch

Gemeinderätin

Stv. Fraktionsobfrau

[email protected]
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