25.11.2025
Allgemein
Bessere Bahn-Anbindung in Wels
Welser Grüne begrüßen bessere Anbindung an die Westbahn - Erhalt der Almtalbahn bleibt "unumgänglich" - Zweifel an Fahrgastzahlen
Die Westbahn Management GmbH verkehrt ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember verstärkt in Wels. Tagsüber wird die Verbindung weiter nun im Halb-Stunden-Takt bedient, insgesamt erhöht sich die Anzahl der Direktverbindungen nach Wien von 54 auf 58. Umwelt- und Klimastadtrat Thomas Rammerstorfer von den Welser Grünen begrüßt dies ausdrücklich: “Zug fahren wird für viele Menschen immer selbstverständlicher. Und es ist oft auch die günstigere Alternative zum Auto – trotz der Teuerungen beim Klimaticket.” Was im Zentralraum nach wie vor fehle sei ein Nachtzug. Zwischen Mitternacht und den Morgenstunden ist oft stundenlang Stillstand. “Das ist ein ungelöstes Problem, etwa für Schichtarbeiter:innen oder Konzertbesuchende“, so Rammerstorfer.
Wichtig sei es, auch die Attraktivität des Öffentlichen Verkehrs im ländlichen Raum zu steigern. Dabei sei er Erhalt der Almtalbahn unumgänglich. “Wels wird sich zu einem absoluten Bahnknotenpunkt entwickeln. Die Pläne für den neuen Bahnhof sind konkret, Haltestellen für die S-Bahn ebenso, langfristig wird uns die Verbindung nach München endgültig in den Mittelpunkt der gesamten Region rücken.“
Eingedenk dessen wäre es nachgerade “verheerend” Nebenbahnen aufzugeben. Argumente des Verkehrsministeriums bezüglich niedriger Fahrgastzahlen kann Rammerstorfer nicht nachvollziehen. Durch die seltenen Kontrollen würden Reisende mit Klimaticket kaum erfasst. Auch die langfristigen Streckensperren im Sommer, heuer zwei Monate von 7. Juli bis 5. September wegen “Service- und Reparaturarbeiten” würden die Fahrgastzahlen nach unten drücken. Für den boomenden Radtourismus werde die an sich sehr beliebte Strecke durch den Einsatz von Schienenersatzverkehr oder Uralt-Garnituren nur sehr eingeschränkt nutzbar. “Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man fast meinen, die Verantwortlichen würden die Almtalbahn bewusst unattraktiv machen um deren Einstellung zu argumentieren“, so der Klima- und Umweltstadtrat abschließend.