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16.01.2026 Allgemein

Finanzierung "STOP-Stadtteile ohne Partnergewalt" sichern

Von Grünen initiierte gemeinsame Forderung an den Bund - bereits zwei Femizide im noch jungen Jahr – Projekte gegen Gewalt an Frauen dürfen nicht am Geld scheitern

Wichtige Projekte gegen Gewalt an Frauen dürfen nicht am Geld scheitern. STOP – Stadtteile ohne Partnergewalt ist ein solches innovatives und bewährtes Projekt. Aber mit Ende Mai läuft die Bundesfinanzierung aus und eine Verlängerung ist völlig offen.

„Wir fordern vom Bund die Gelder bereit und damit eine Fortführung des Projekts sicherzustellen. Bereits zwei Femizide schockieren im noch jungen Jahr das Land. Immer folgen dann Forderungen etwas zu tun. Dieses Projekt tut und bewirkt etwas. Und der Bund muss dafür sorgen, dass es das auch weiter tun kann. Es ist höchst erfreulich, dass sich die anderen Fraktionen unserer Forderung angeschlossen haben und wir damit breitest mit einer Resolution an den Bund herantreten können“, betont die Grüne Frauensprecherin LAbg. Dagmar Engl nach der jüngsten Ausschussrunde.

Etabliert seit 2006 in Deutschland ist es mittlerweile auch in Österreich erfolgreich umgesetzt. Mit 41 Standorten bundesweit und sechs Standorten in Oberösterreich (Linz Urfahr, Linz Franckviertel, Leonding, Wels Pernau, Wels Neustadt und Perg). Es basiert auf dem Konzept des Community Organizings. Menschen in den Stadtteilen finden sich etwa bei Nachbarschaftsrunden zusammen, um Gewalt gegen Frauen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

Engl: „Dieses Konzept geht direkt in das Lebensumfeld der Menschen. Es setzt auf Zivilcourage. Auf Augen, Ohren und die Sensibilität gegenüber offenkundigen Zeichen von Gewalt gegen Frauen. Ein hochengagiertes Team geht Hand und Hand mit der Bevölkerung gegen Gewalt an Frauen vor. Das ist vorbildlich, muss weitergeführt und daher finanziell abgesichert werden. Es ist erfreulich, dass wir dabei in Oberösterreich alle an einem Strang ziehen“.

Dagmar Engl
Dagmar Engl

Landtagsabgeordnete und Stellvertretende Landessprecherin

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