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24.11.2022 Presse

16 Tage gegen Ge­walt gegen Frau­en: Be­such bei Ein­rich­tun­gen

Dagmar Engl, Meri Disoski und Stefan Kaineder

Deutliche Kritik an verweigerter Budgeterhöhung für Gewaltschutzeinrichtungen -höchste Anerkennung für die wichtige Arbeit in den Einrichtungen – Gewalt gegen Frauen zu stoppen, ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft

Stoppen wir die Gewalt gegen Frauen. Dies ist dringendste Aufgabe für Politik, Behörden und Gesellschaft. Dies ist auch die klare Botschaft der am Freitag startenden „16 Tagen gegen Gewalt an Frauen“. Bereits im Vorfeld haben sich die Grüne Frauen- und stellv. Landessprecher LAbg. Dagmar Engl und die Grüne Bundesfrauensprecherin NAbg. Meri Disoski, eingehend diesem gravierenden Thema gewidmet. Bei einem mehrtägigem Besuch von Gewaltschutz- und Gewaltpräventionseinrichtungen in Oberösterreich konnten sie sich ein umfassendes Bild über Arbeit, Herausforderung und Anliegen dieser so wichtigen Einrichtungen verschaffen.

Bei intensiven Gesprächen haben Mitarbeiterinnen der Einrichtungen aus ihrem Arbeitsalltag berichtet. Deutlich war das Unverständnis darüber zu vernehmen, dass die Gelder für Gewaltschutzeinrichtungen im Frauenbudget neuerlich nicht erhöht werden. Die Auswirkungen haben die so engagierten Mitarbeiterinnen deutlich dargelegt. Dieser Schritt ist auch für Engl enttäuschend und nicht nachvollziehbar. „Gleichbleibende Budgets bedeuten Finanzierungslücken und gefährden so die wichtige Präventions- und Beratungsarbeit. Frauen, die im Gewaltschutz und in der Gewaltprävention tätig sind, zählen einmal mehr zu jenen, die unser System in prekären Arbeitsverhältnissen am Laufen halten. Ihnen eine solide finanzielle Basis zu verwehren, ist nicht nachvollziehbar“, betont Engl und findet klare Unterstützung bei Meri Disoski, die die Landeskoalition in die Pflicht nimmt und auch grobe Versäumnis in der Vergangenheit ortet.

„In Österreich ist jede fünfte Frau von Gewalt betroffen. Trotzdem haben vergangene Bundesregierungen beim Gewaltschutz und bei der Gewaltprävention weggeschaut. Statt dringend notwendiger Budgeterhöhungen gab es Kürzungen. Mit Grüner Regierungsbeteiligung sind diese Zeiten vorbei. Zum vierten Mal in Folge haben wir die Budgets für Gewaltschutz- und Gewaltpräventionseinrichtungen erhöht. Dass das Land Oberösterreich hier nicht mitzieht, gefährdet wichtige Beratungsangebote und Jobs von Beraterinnen. Dieses Verhalten ist schlichtweg unverantwortlich“, sagt Disoski.

Vollste Unterstützung für alle Maßnahmen, um die Gewalt gegen Frauen zu stoppen, kommt vom Grünen Landessprecher LR Stefan Kaineder. „Gewalt gegen Frauen beschäftigt Politik, Behörden und selbstverständlich die so wichtigen Gewaltschutzeinrichtungen. Es ist aber auch ein Problem, dem wir als gesamte Gesellschaft geschlossen entgegentreten müssen. Durch Aufklärung, Bewusstseinsbildung und Aufbrechen von Rollenbildern. Es geht um null-Toleranz gegen Gewalt an Frauen, gegen Frauenverachtung, Sexismus und Gewaltverharmlosung. Das heißt auch, dass es kein Wegschauen und Weghören geben darf. Und eines ist auch klar. Gewalt gegen Frauen ist ein Männerproblem. Und daher müssen insbesondere wir Männer besondere Verantwortung übernehmen“.

Foto: vlnr.: LAbg. Dagmar Engl, NAbg. Meri Disoski, LR Stefan Kaineder

Dagmar Engl
Dagmar Engl

Landtagsabgeordnete und Stellvertretende Landessprecherin

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