Durch gezieltes Einschreiten ist effektiver Gewaltschutz möglich

Bundesrätin Claudia Hauschildt-Buschberger fordert klare Verantwortlichkeiten in der Prävention von Frauenmorden.

Eine 46-jährige Frau aus dem Bezirk Vöcklabruck ist tot. Ihr Ehemann schoss ihr in den Hinterkopf, während sie am Küchentisch saß. Der erste Frauenmord im neuen Jahr setzt die Reihe der ermordeten Frauen nahtlos fort: 2021 waren es 31 Frauen, die von ihren (Ex-) Partnern getötet wurden. Ähnlich hoch waren die Zahlen in den Vorjahren: 2020 wurden ebenfalls 31 Frauen ermordet, 2019 waren es 39 und 2018 starben 41 Frauen durch ihnen nahestehende Männer.[1]

„Ich bin zutiefst betroffen über den brutalen Mord bei uns im Bezirk Vöcklabruck“, sagt Bundesrätin Claudia Hauschildt-Buschberger. „Wichtig ist, dass wir auf diese Gewalttat genau hinschauen und für die Zukunft lernen. Gewaltprävention muss effektiver werden, indem es klare Verantwortlichkeiten und ein rasches Einschreiten gibt – nämlich bevor etwas passiert.“

Es gibt viele Organisationen wie z.B. Polizei, Gewaltschutzzentren, Frauenhäuser etc., die mit dem Thema Gewaltschutz befasst sind. „Der multidisziplinäre Ansatz ist wichtig, um die Komplexität des Phänomens Gewalt gegen Frauen abzubilden. Es braucht jedoch eine klare Verantwortlichkeit im Sinne der Koordination, um ein gezieltes Einschreiten sicherzustellen und das sehe ich am ehesten bei der Polizei, die einerseits über speziell geschulte Präventionsbeamtinnen und -beamte verfügt und andererseits im Krisenfall Annäherungsverbote und Wegweisungen aussprechen kann“, so Hauschildt-Buschberger.

 

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