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Do, 17.05.2012

Autor

GRüNER LANDESSPRECHER

Rudi Anschober

11.08.2008 11:00

Nationalratswahl 2008: Wolfgang Pirklhuber auf Platz 2 der Grünen Landesliste

Steyrer Reinhard Kaufmann als Listenvierter auf Grünem Kampfmandat für Einzug in den Nationalrat – „Change“ als Ziel

Foto: „Jetzt im Traunviertel grün wählen“ (v.li.): Kurt Apfelthaler (Fraktionsobmann Grüne Steyr und Vorstandsmitglied Grüne OÖ.), Reinhard Kaufmann, Spitzenkandidat Traunviertel Wolfgang Pirklhuber, Ulrike Feichtinger und Landessprecher Rudi Anschober. (Fotonachweis: Grüne/Spöcker)

„Möglichst starke Grüne“ und einen „politischen Richtungswechsel in Österreich herbeiführen“ sind die Wahlziele der Grünen OÖ

Jetzt ist das Team der Grünen OÖ. für die Nationalratswahl 2008 komplett: Nach dem bereits im Nationalrat vertretenen Dreierteam mit der neuen Grünen Spitzenkandidatin Dr.in Ruperta Lichtenecker, DI Dr. Wolfgang Pirklhuber und Dr.in Gabriela Moser folgen auf den weiteren Plätzen: 4. Mag. Reinhard Kaufmann, 5. DSA Efgani Dönmez, 6. Doris Eisenriegler, 7. Mag. DI Manfred Hackl, 8. DIin Dr.in Ulrike Feichtinger. Aus Sicht des Traunviertels kann Wolfgang Pirklhuber seine erfolgreiche Arbeit im Nationalrat fortsetzen, dazu hat Steyr mit dem Juristen und Unternehmensberater Kaufmann ein „heißes politisches Eisen im Feuer des Nationalratswahlkampfes“: Kaufmann steht als Listenvierter auf einem Kampfmandat, denn bisher sind die Grünen OÖ. mit drei MandatarInnen im Nationalrat vertreten. „Dafür müssten wir bei dieser für Österreich so richtungweisenden Wahl entsprechend dazu gewinnen“, hofft der Grüne Landessprecher Rudi Anschober auf möglichst viele Grüne Stimmen aus dem Traunviertel, damit der „Grüne Steyrer Nationalrat Wirklichkeit wird.“

Übrigens hat mit DIin Dr.in Ulrike Feichtinger auf Platz 8 auch eine Gmundnerin den Sprung auf die Grüne Landesliste geschafft.

DI Dr. Wolfgang Pirklhuber
Landesliste Platz 2 / Wahlkreis: Traunviertel

Erfolgreich Zukunft gestalten!

Die politische Stagnation in Österreich ist unerträglich. Die Chance auf einen sozial-ökologischen Kurswechsel in Österreich lebt – vorausgesetzt die Grünen gehen gestärkt aus dieser Wahl hervor. Diejenigen, die die Ängste der Menschen schüren und missbrauchen, haben nur verstaubte Konzepte aus den vorigen Jahrhunderten anzubieten, während die Grünen derzeit die einzige politische Kraft in Österreich sind, die das „Prinzip Hoffnung“ auf ihre Fahnen geschrieben haben. Ich halte den radikalen Umbau unserer Gesellschaft für die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts.

Dazu braucht es eine handlungsfähige Politik, die die Menschen engagiert einbindet und einen gesellschaftlich-politischen Dialog beginnt, der aus der Sackgasse des neoliberalen Ökonomismus herausführt und neue Wege in eine sozialökologische Zukunftsgesellschaft eröffnet.

Kernelement einer Grünen Politik ist daher die Energiewende, die den Ausweg aus der „Erdölfalle“ aufzeigt und gleichzeitig die lokalen und regionalen Wirtschaftskreisläufe und damit die Arbeitsmöglichkeiten direkt vor unserer Haustüre wieder stärkt. Die Ernährungssicherheit ist langfristig nur durch eine ökologische und regionale Lebensmittelproduktion abzusichern. Die Verringerung des weltweiten Hungers eine moralische Verpflichtung für alle EuropäerInnen. Eine Wende hin zur Solargesellschaft bis hin zu solarer Mobilität ist angesagt.

Verteilungsgerechtigkeit, Menschenrechte und kulturelle Freiheit

Als Politiker sehe ich darüber hinaus die zwingende Notwendigkeit Verteilungsgerechtigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen anzustreben – vom Steuerrecht bis zu den Pensionen, vom Agrar- bis zum Gesundheitssektor. Die Privilegien der Superreichen und Top-Manager im Lande sind einfach inakzeptabel.

Weiters muss es uns auch gelingen, die BürgerInnen in Österreich davon zu überzeugen, dass ausländerfeindlicher Rassismus, wie ihn die ewig-gestrigen Populisten zu schüren versuchen, in eine gefährliche Sackgasse führt und dass die Vielfalt der kulturellen Lebensformen und PartnerInnenschaften eine Bereicherung unseres Zusammenlebens darstellt.

Meine politische Arbeit habe ich immer gesehen als Beitrag zur Zusammenarbeit und als Prozess zur Einbindung möglichst vieler Menschen. Von der Stadt- und Regionalebene über den Landtag bis hin zu europäischen Netzwerken. Mit dieser politischen Erfahrung stehe ich gerne zur Verfügung.

Zur Person Wolfgang Pirklhuber

Geb. 1961 in Linz, Studium der Landwirtschaft (BOKU), Philosophie und Germanistik (Universität Wien), Lebensgemeinschaft mit Christine Manner, gemeinsame Tochter Lena.

Politische Stationen

1982 – 1988 Alternative StudentInnenarbeit, Mandatar und Kulturreferent der ÖH

1989 – 1999 Agrarökologe (Beratung, Bildung, Forschung) im NGO-Bereich

1992 – 1997 Mitarbeit an div. Grünen Projekten, seit 1999 im NR, Sprecher für

Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Regionalpolitik (siehe www.pirklhuber.at

Politisches Credo

Politik muss sozial-ökologisch gestalten. Demokratische und soziale Aspekte der Agrar-, Umwelt-, Lebensmittel- und Regionalwirtschaft (Biolandbau, Gentechnikfreiheit, Ökoenergie) sind meine persönlichen Schwerpunkte.

Mag. Reinhard Kaufmann

Landesliste Platz 4 / Wahlkreis: Traunviertel

„Die schlechte Leistung der Regierungsparteien praktisch seit Angelobung der abtretenden Bundesregierung lässt viele die Entscheidung für rasche Neuwahlen als Befreiung erleben. Allerdings zeichnet sich nach der NR-Wahl am 28. September eine noch kompliziertere politische Landschaft ab, als bereits derzeit. Abgesehen von einer weiteren „großen“ Koalition der Verlierer dürften sich rechnerisch nur Drei-Parteien-Koalitionen ausgehen. Die möglichen Partner sind keineswegs unproblematisch.

Komplizierte Situationen geben geschickt und konsequent agierenden kleineren Fraktionen aber auch neue Chancen, ihre Ziele umzusetzen. Das gilt auch für Ziele der Grünen, wenn wir die richtige Kombination von Grundsatztreue und Flexibilität (wie hier in Oberösterreich) finden. Damit kommen auf die Vertreter/innen der Grünen in der Bundespolitik spannende und anspruchvolle Zeiten zu.

Meine Kompetenz sehe ich besonders in den Bereichen Arbeitsrecht, Sozialpolitik und Justizpolitik. Dabei ist es mir wichtig, Sachgebiete nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit ihren Auswirkungen auf die Gesamtpolitik sowie auf Wirtschaft und Wohlstand aller Menschen zu sehen. Ignoranz gegenüber diesen Zusammenhängen, wie wir sie oft in politischen Debatten vorfinden, ist eine wesentliche Ursache für Entscheidungen, die letztlich zu negativen Ergebnissen führen. So hat z.B. die Entscheidung zur Umstellung eines wachsenden Teils der Pensionsvorsorge auf kapitalmarktgestützte Ansparsysteme durch die exponentielle Zunahme der zu veranlagenden Gelder zu den aktuellen Krisen des Finanzsystems und auf den Rohstoff- und Nahrungsmittelmärkten beigetragen. Dass die mit dem Pensionskassengesetz verbundenen Hoffnungen auf attraktive Zusatzpensionen aus diesem System unter den Bedingungen der volatilen internationalen Finanzmärkte sich in der Wirklichkeit nicht realisieren lassen, wird von deren Verfechtern trotz der Nachrichten von den Kapitalmärkten nach wie vor geleugnet. Ein gut organisiertes umlagefinanziertes Pensionssystem ist wesentlich besser steuerbar und kann zusätzlich durch Elemente der Solidarität wirksam Altersarmut entgegenwirken.

Demokratiepolitisch wäre es mir als Abgeordneter besonders wichtig, einerseits mit den Gemeindegruppen möglichst häufig ins Gespräch zu kommen, um Informationen aus dem Parlament heraus und ins Parlament hinein zu transportieren, andererseits gemeinsam mit Gemeindegruppen und Teilorganisationen bzw. befreundeten Organisationen (z.B. mit den KollegInnen von der AUGE/UG) neue Zielgruppen anzusprechen. Wir können bei der NR-Wahl am 28. September einen wichtigen Schritt weiter kommen.“

Reinhard Kaufmann

P.S.: Besonders stolz bin ich auf die Grünen, weil wir als einzige Partei auch in der „AusländerInnenpolitik“ (Asyl, Migration, Integration) die Menschenrechte vertreten und auch den positiven Beitrag der betroffenen Menschen zu unserer Gesellschaft sehen können/wollen.

Zur Person Reinhard Kaufmann: Geb. am 14. Februar 1955, Jurist mit Spezialgebiet Arbeitsrecht und Unternehmensberater mit Spezialgebiet Non-Profit-Organisationen.

DIin Dr.in Ulrike Feichtinger

Landesliste Platz 8 / Wahlkreis: Traunviertel

„Lange waren wir Grüne mit Umweltschutz, Energiewende und Klimaschutz die Avantgarde der etablierten Parteien. Vermehrt sind andere auf diesen Feldern aktiv – dabei bleiben es unsere Kernthemen und unsere Kernkompetenz.

Lebensqualität

Dieses Wort taucht oft in Grünen Programmen auf: gesunde Umwelt, kurze barrierefreie Wege, gesunde Nahrung, gute Bildungsmöglichkeiten etc. Für „das gute Leben“ braucht es augenscheinlich mehr als objektive Rahmenbedingungen, denn die Zahl der psychisch beeinträchtigten Menschen ist enorm, Tendenz stark steigend.

Doch: „Probleme können nicht mit jenem Denken gelöst werden, durch welches sie entstanden sind.“ (Albert Einstein)

Lasst mich Lebensqualität daher umfassender definieren, nämlich als die individuelle Wahrnehmung der persönlichen Lebenssituation. Für „das gute Leben“ braucht es die Dimension der subjektiven Bewertung der Lebensqualität.

Lebensqualität integriert

Stellen wir Grüne dem oft zitierten Wirtschaftswachstum konkret ein „qualitatives Wachstum“ entgegen, also Wachstum von Lebensqualität! Dann beschränkt sich politisches Handeln nicht rein auf die objektiven Lebensbedingungen, sondern berücksichtigt zusätzlich das subjektive Empfinden von Lebensqualität. Somit treten die Individuen mit all ihren persönlichen Werten, Einstellungen und Meinungen in den Vordergrund.

Durch echte partizipative Prozesse wird es möglich, Menschen und ihre Bedürfnisse wirklich zu verstehen. Die Wissenschaft zeigt auf, in welchen Bereichen politische Maßnahmen am dringendsten notwendig sind, um die Lebensqualität sinnvoll zu steigern:

·        Arbeit neu definieren – Stichwort „Mischarbeit“

·        Bildung modernisieren – verantwortungsvolle Menschen

·        Beziehungen stärken – Kindererziehung, Altenpflege, Vereinsamung

Lebensqualität verändert

Somit ist auch klar, dass sich die Wirtschaftsstruktur automatisch verändert, wenn Lebensqualität in obiger Definition der Maßstab für politisches Handeln ist. In den Vordergrund tritt die Weiterentwicklung des menschlichen Bewusstseins.

Das Thema Lebensqualität in dieser umfassenden Definition ist neu. Damit können wir Grüne uns strategisch positionieren und „den anderen“ einen Schritt voraus sein. Ich sehe mich als Teil der Lebensqualität-Forschung und fühle mich daher prädestiniert dazu, dieses Avantgarde-Thema für die Grünen in der Öffentlichkeit zu vertreten.

Politischer Lebenslauf

seit 2003: Gemeinderätin (bis 2007 Fraktionsobfrau), Grüne Gmunden

seit 2004 Rechnungsprüferin, Grüne OÖ

2003-2006: Vorstandsmitglied, Grüne Bezirk Gmunden

2004-2006: Mitglied der Landesleitung, Grüne Wirtschaft OÖ

2003/2004: Frauen.Polit.Training des Landes OÖ (überparteilich)

2004/2005: Frauen.Polit.Mentoring des Landes OÖ (Mentor: NRAbg. Werner Kogler)

„Dringend notwendiger politischer Kurswechsel“

Landessprecher Rudi Anschober zur Grünen Listenwahl vom vergangenen Freitag: „Mit diesem kompetenten Team wollen und können wir bei dieser Richtungswahl am 28. September deutlich zulegen und damit aus Oberösterreich einen wichtigen und gewichtigen Beitrag für einen bundesweiten Wahlsieg liefern, der dafür sorgt, dass die Grünen nach dieser Nationalratswahl die Richtung mitbestimmen können: für eine Energiewende, die die Umwelt schützt und die Menschen entlastet, für beste Rahmenbedingungen für ein Leben mit Kindern, für Menschlichkeit in der Integrationspolitik und für einen ehrlichen und glaubwürdigen politischen Stil. Damit wollen wir tatkräftig mithelfen, in Österreich den so dringend notwendigen politischen Richtungswechsel tatsächlich herbeizuführen.“

 Die komplette Landesliste:

1. und Spitzenkandidatin: Dr.in Ruperta Lichtenecker, Linz

2. DI Dr. Wolfgang Pirklhuber, Pfarrkirchen bei Bad Hall

3. Mag.a Dr.in Gabriela Moser, Linz

4. Mag. Reinhard Kaufmann, Steyr

5. DSA Efgani Dönmez, Linz

6. Doris Eisenriegler, Wilhering

7. Mag. DI Manfred Hackl, Braunau

8. DIin Dr.in Ulrike Feichtinger, Gmunden


Link zu Fotos aller KandidatInnen:

http://ooe.gruene.at/fotos/pressefotos/




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