Schriftgröße + Schriftgröße -

Do, 17.05.2012

Autor

STELLV. GRüNE KLUBOBFRAU

Ulrike Schwarz

28.07.2011 11:08

Junge Menschen für den Sozialbereich begeistern

Nicht durch Spardruck und erschwerte Arbeitsbedingungen abschrecken

Als völlig „kontraproduktiv, strategisch falsch und kurzsichtig“ bezeichnet die stellv. Grüne Klubobfrau und Sozialsprecherin Ulrike Schwarz jenen rigiden Sparkurs, der die heimischen Sozialvereine in eine akute finanzielle Notlage geführt hat. „Nicht nur dass Betreuungsumfang und – qualität ernsthaftet gefährdet sind, steht auch die personelle Zukunft im Sozialbereich auf dem Spiel. Wir brauchen künftig deutlich mehr Personal für die sozialen Tätigkeiten, aber Spardruck, Dumping Löhne und erschwerte Arbeitsbedingungen schrecken junge Leute eher ab, sich für diesen so wichtigen Beruf zu entscheiden“, kritisiert Schwarz.

Einerseits steigt mit der älter werdenden Bevölkerung der Pflegebedarf klar an und sehen alle ExpertInnen und auch die Politik den Pflegebereich als Zukunftsbranche. Andererseits tun die Verantwortlichen nichts um den Sozialbereich für junge Menschen attraktiv zu gestalten und für eine adäquate Bezahlung zu sorgen, sondern  sparen diesen insbesondere beim Personal in Grund und Boden und vernachlässigen andere Einsparpotentiale etwa bei der Verwaltung.
Schwarz: „Wenn die Verantwortlichen den Sozialbereich nicht endlich auf solide finanzielle Beine stellen, die Rahmenbedingungen optimieren und so die Entscheidung für diesen Beruf erleichtern, erleben wir nach dem finanziellen Notstand der Sozialvereine den schon lange befürchteten Pflegenotstand in Oberösterreich mit fatalen Folgen für die Betroffenen und das gesamte soziale Gefüge im Land“.




Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang
  • Drucken